Heizöllagerung: Vorschriften, Möglichkeiten, Tipps

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Zu den Vorteilen der Ölheizung zählt die Möglichkeit, den Brennstoff zu einem günstigen Zeitpunkt zu kaufen – während beim Heizen mit Gas auch sämtliche Preissprünge akzeptiert werden müssen. Bei der Heizöllagerung gilt es aber einiges zu beachten, schließlich handelt es sich um eine gleichermaßen umweltgefährliche wie brennbare Flüssigkeit. Welche Vorschriften müssen hierbei eingehalten werden? Im Folgenden ein Überblick über Vorschriften, Möglichkeiten und Tipps.

Lagerung im Erdreich nur in doppelwandigen Tanks

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Wichtig

Durch den Gesetzgeber werden die oberirdische und die unterirdische Heizöllagerung unterschieden – wobei auch die Heizöllagerung im Keller als oberirdisch gilt. Eine unterirdische Lagerung wird sehr eng gefasst und besteht nur dann, wenn das Öl in einem Heizöltank bevorratet wird, der in der Erde eingegraben ist.

Die Lagerung im Heizungsraum ist dabei aus baulicher Sicht unkomplizierter: Zum einen sind die Verbindungswege zum Brenner kurz, zum anderen sind Leckagen am Heizöltank sichtbar. Aus diesem Grund reicht eine einfache Wandung, wogegen unterirdische Tanks in vergleichsweise teurer, doppelwandiger Bauweise (nach DIN 6608) ausgeführt sein müssen. Dabei kommen als Baumaterial in der Regel Stahl oder Glasfaserverstärktes Kunststoff (GFK) zum Einsatz. Wichtig ist dabei auch, dass bei der Verbindung zwischen Tank und Ölkessel ein Gefälle von 1 bis 2 Prozent eingehalten wird.

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Heizöllagerung Vorschriften: Maximal 5.000 Liter im Heizkeller

Bei der Heizöllagerung im Heizraum muss zudem beachtet werden, dass eine Auffangwanne vorhanden sein muss, die bei einem Defekt den gesamten Inhalt der Öltanks auffangen kann. Diese Auffangwanne darf gemauert sein und muss mit einem ölfesten Anstrich behandelt werden. Weiterhin müssen die Türen absolut dicht und selbstschließend sein, damit sich eine Leckage nicht auf andere Räume ausbreitet. Diese Regelungen gelten aber erst ab einer Lagerungsmenge von 1.000 Litern.

Darunter müssen hinsichtlich der Heizöllagerung keine besonderen Vorschriften eingehalten werden. Weiterhin muss bei Lagerung im Heizraum ein Abstand von mindestens einem Meter zum Kessel eingehalten werden. Insgesamt darf bei der Lagerung im Heizraum eine Menge von 5.000 Litern nicht überschritten werden. Die Heizöllagerung Vorschriften unterscheiden sich dabei allerdings von Bundesland zu Bundesland. In jedem Fall sollten Sie daher vor dem Kauf der Heizöltanks in Erfahrung bringen, welche Vorgaben genau zu beachten sind.

Vorteil unterirdische Lagerung: Kein teurer Kellerraum benötigt.

Abgesehen von den einzuhaltenden Gesetzen sollten Sie auch berücksichtigen, dass Heizöl nur bedingt resistent gegenüber Kälte ist. Ab einer Temperatur von 3 Grad Celsius kann Heizöl beginnen zu flocken – eine frostfreie Lagerung ist also unbedingt notwendig, was insbesondere bei unterirdischen Tanks zwangsläufig zu Schwierigkeiten führen kann. Durch eine ausreichende Isolierung der Leitungen und des Tanks sollte auch die unterirdische Bauweise in dieser Hinsicht keine Probleme bereiten.

Die Vorteile der unterirdischen Tanks liegen zum einen darin, dass die 5.000 Liter Begrenzung nicht beachtet werden muss. Dadurch können Kostenvorteile beim Ölkauf besser ausgenutzt werden, wenn die Heizölpreise niedrig sind. Zum anderen ist es nicht notwendig, entsprechende Räumlichkeiten im Keller bereitzustellen. Diese Kellerräume zur Heizöllagerung sind beim Hausbau besonders teuer.

Soll die Heizöllagerung doch im Keller geschehen, wird heute zumeist auf sogenannte Batterietanks zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um mehrere kleinere Tanks, die allesamt miteinander verbunden werden. Der Vorteil dieses Konzepts: Die Tanks passen problemlos einzeln durch die Kellertür. Als Alternative stehen auch sogenannte standortgefertige Tanks zur Verfügung. Wie der Name bereits erkennen lässt, wird der Tank im Keller zusammengesetzt. Dadurch können räumliche Gegebenheiten bei der Heizöllagerung unter Umständen besser ausgenutzt werden, dafür sind die Kosten höher. Hinsichtlich der einzuhaltenden Vorschriften ändert sich hierdurch allerdings nichts.