Ein Abgasmessgerät erfüllt bei der Heizung verschiedene Zwecke. Wir erklären, welche Funktionen und Eigenschaften ein solches Gerät besitzt und wie es im Haushalt eingesetzt wird. Bei der Auswahl kommt es darauf an, welche Stoffe gemessen werden sollen und ob Einzel- oder Dauermessungen geplant sind.

Abgasmessgerät in der Darstellung

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Abgasmessgerät misst Werte wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Sauerstoff und Temperatur im Rauchgas und zeigt an, ob die Heizung korrekt eingestellt und funktionstüchtig ist.
  • In Privathaushalten übernimmt in der Regel der Schornsteinfeger die Messung. Ein eigenes Gerät lohnt sich eher für Mehrfamilienhäuser oder Gewerbe und lässt sich auch mieten.
  • Einfache Geräte für die Sauerstoffmessung gibt es ab rund 250 Euro, für mehrere Messgrößen sind mindestens rund 500 Euro einzuplanen.

Warum wird das Rauchgas gemessen?

In Privathaushalten nimmt der Schornsteinfeger die Abgasmessung vor. Er prüft, welche Schadstoffe in die Umwelt gelangen und ob die Heizung vorschriftsmäßig eingestellt und funktionstüchtig ist. Ein eigenes Abgasmessgerät besitzen nur wenige Haushalte, da die Preise relativ hoch sind. Für den optimalen Betrieb einer Heizung ist es dennoch hilfreich, über die Abgaswerte informiert zu sein, da sie Rückschlüsse auf die Effizienz und den Wartungsbedarf zulassen.

Kosten

Für Mehrfamilienhäuser oder gewerbliche Betriebe kann sich die Anschaffung rentieren. Um Kosten zu sparen, lässt sich ein Rauchgasmessgerät auch gebraucht kaufen, und für zeitlich begrenzte Messungen kann man ein Gerät bei Fachfirmen mieten. Neue Modelle für eine reine Sauerstoffmessung sind bereits ab rund 250 Euro erhältlich. Sollen mehrere Werte ermittelt werden, sind Investitionskosten von mindestens rund 500 Euro einzuplanen. Entsprechende Angebote finden Sie online oder über Ihren Heizungsbetrieb.

Welche Werte lassen sich messen?

Mit einem Rauchgasmessgerät lassen sich je nach Modell der Kohlendioxidgehalt, der Kohlenmonoxidgehalt, der Sauerstoffgehalt und die Temperatur messen. Welche Stoffe erfasst werden, hängt vom Gerät ab. Achten Sie bei der Auswahl auf die Messgrößen, die Messbereiche und die Messverfahren, damit das Gerät zu Ihrem Einsatzzweck passt. Für eine reine Kontrolle genügt oft ein einfacheres Gerät, für eine genaue Analyse ist ein umfangreicheres Modell sinnvoll.

Nutzen im Haushalt

Eigene Messgeräte erhöhen die Sicherheit. Wer sich regelmäßig über die Abgasqualität informieren möchte, kann für den Dauerbetrieb geeignete Geräte aufstellen, Grenzwerte definieren und sich bei deren Überschreitung warnen lassen. In diesem Fall sind die nötigen Konsequenzen zu ziehen, etwa lüften, die Heizung abschalten oder den Heizungsinstallateur die Einstellung prüfen lassen. Zudem liefern die Ergebnisse der Abgasmessung einen Anhaltspunkt für die nächste Heizungswartung.

Hinweise zur Nutzung und Produktbeispiele

Messgeräte sind nicht sofort einsatzbereit, sondern benötigen eine Aufwärmzeit. Ein Beispiel ist ein Lambda-Transmitter, der bei der Erstinbetriebnahme rund 60 Minuten und bei Folgemessungen etwa 10 Minuten Vorlaufzeit benötigt. Für Umgebungsmessungen gibt es CO2- und CO-Messgeräte, die die Daten per Bluetooth übertragen und bei Grenzüberschreitung optisch und akustisch warnen. Andere Modelle messen den Sauerstoffgehalt bis zu hohen Temperaturen oder ermöglichen eine kombinierte Messung mehrerer Werte direkt im Rauchgas bei Temperaturen von über tausend Grad Celsius. Bei allen Geräten besteht ein gewisser Toleranzbereich bei der Messgenauigkeit.

Fazit

Zusammengefasst ist das Abgasmessgerät ein nützliches Instrument, um die Effizienz und Sicherheit einer Heizung zu überwachen. Es zeigt anhand von Werten wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Sauerstoff, ob die Verbrennung sauber und die Anlage korrekt eingestellt ist. Für die meisten Privathaushalte übernimmt der Schornsteinfeger diese Messung, während sich ein eigenes Gerät vor allem für größere Objekte lohnt oder sich mieten lässt. Wer die Abgaswerte im Blick behält, erkennt Effizienzverluste und Wartungsbedarf frühzeitig und sorgt so für einen sicheren und sparsamen Betrieb.

Für die meisten Hausbesitzer ist der wichtigste Ansprechpartner in Sachen Abgaswerte weiterhin der Schornsteinfeger, der die vorgeschriebenen Messungen durchführt und dokumentiert. Zeigt seine Messung erhöhte Werte oder eine ungünstige Einstellung, ist eine Nachjustierung der Heizung durch den Fachbetrieb nötig. Ein eigenes Messgerät kann darüber hinaus sinnvoll sein, um zwischen den offiziellen Terminen den Zustand der Anlage zu überwachen, etwa bei einer älteren Heizung oder nach Umbauten. Neben der reinen Abgasmessung erhöhen auch Kohlenmonoxidmelder im Aufstellraum die Sicherheit, da sie vor dem gefährlichen, geruchlosen Gas warnen.

Zusammengefasst ist das Abgasmessgerät ein wertvolles Instrument, um die Effizienz und Sicherheit einer Heizung zu überwachen, da es anhand von Werten wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Sauerstoff zeigt, ob die Verbrennung sauber und die Anlage korrekt eingestellt ist. Für die meisten Privathaushalte übernimmt der Schornsteinfeger diese Messung, während sich ein eigenes Gerät vor allem für größere Objekte lohnt oder sich für einzelne Messungen mieten lässt. Wer die Abgaswerte im Blick behält, erkennt Effizienzverluste und Wartungsbedarf frühzeitig und sorgt so für einen sicheren, sauberen und sparsamen Betrieb seiner Heizung.

Insgesamt ergänzt ein Abgasmessgerät die regelmäßige Wartung sinnvoll, ersetzt sie aber nicht. Die Kombination aus fachgerechter Wartung, der offiziellen Messung durch den Schornsteinfeger und, wo sinnvoll, einer eigenen Überwachung sorgt dafür, dass die Heizung effizient arbeitet und keine gefährlichen Abgaswerte auftreten.

Für Hausbesitzer ist es beruhigend zu wissen, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Messungen einen verlässlichen Rahmen bieten. Wer darüber hinaus in die Sicherheit investieren möchte, kann mit einem eigenen Gerät oder einem Kohlenmonoxidmelder zusätzlichen Schutz schaffen und den Zustand der Heizung jederzeit im Blick behalten.