Thermostatregler für Heizkörper und Fußbodenheizung | Kesselheld

Thermostatregler für Heizkörper und Fußbodenheizung

Thermostatregler dienen der Regulierung der Wärme, die ein Heizkörper abgibt. Sie gehören heute zur Standardausrüstung einer Heizung und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

Die Funktion eines Thermostatreglers

Die Aufgabe des Thermostatreglers besteht in der Steuerung der Aufheizphase eines Heizkörpers.

thermostatregler waehrend der einstellung
Mittels des Thermostaten stellen Hausbewohner diejenige Temperatur ein, welche die Heizung in einem Raum erzeugen soll. Darüber hinaus regelt das Thermostat ebenfalls die Höhe des Heizwärmebedarfs. Dies geschieht durch die Steuerung der Menge des Heizwassers, das in den Heizkörper strömt. Grundsätzlich werden zwei Arten von Thermostatreglern unterschieden: voreinstellbare und nicht voreinstellbare Thermostatregler.
Letztere lassen sich lediglich öffnen oder schließen. Deshalb erlauben sie keine weitere Regulierung der Heizwärme, weshalb sie aus heutiger Sicht als technisch veraltet gelten.

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Thermostatregler für die Fußbodenheizung

Eine Besonderheit sind Thermostate für die Fußbodenheizung. Diese sind zeitgesteuert, da eine Fußbodenheizung rund drei Stunden Vorlaufzeit benötigt, bevor sie die gewünschte Temperatur erreicht. Bis zur vollständigen Abkühlung vergehen rund rund zwei Stunden. Entsprechend muss das Thermostat die Fußbodenheizung drei Stunden vor der gewünschten Zeit erhitzen und zwei Stunden früher abschalten.

Steuerung des Thermostatreglers

Ein Standardthermostat besteht aus zwei Komponenten: dem Thermostatventil und dem Thermostatkopf. Im Inneren des Thermostatkopfs befindet sich ein Temperaturfühler, der das Öffnen und Schließen des Thermostatventils steuert. Je weiter das Ventil geöffnet ist, desto größer ist die Durchflussmenge des Heizwassers.

Der Thermostatkopf besitzt bei den meisten Herstellern, wie beispielsweise Heimeier, eine fünfstellige Temperaturskala. Hierbei entspricht die Stufe 1 in der Regel einer Raumtemperatur von rund 12 Grad Celsius. Jede weitere Stufe erhöht die Temperatur um etwa drei bis vier Grad Celsius. Ein Schneeflockensymbol bedeutet, dass die Heizung komplett abgeschaltet ist. Ein Mondsymbol zeigt den Frostschutzstatus einer Temperatur von mindestens 6 Grad Celsius.

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Externe Temperaturfühler

Bei manchen Heizkörpern entstehen bei Standardthermostaten jedoch Messprobleme. So bewirken beispielsweise vor der Heizung hängende Gardinen einen Hitzestau. Dieser führt dazu, dass der Temperaturfühler des Thermostaten eine wesentlich höhere Temperatur misst, als im restlichen Raum herrscht und somit die Heizung nicht warm wird. Die Lösung dieses Problems ist ein Thermostat mit Fernfühlern.

Solch ein externer Temperaturfühler der Heizung wird oftmals in Fußbodennähe mittig unter dem Heizkörper platziert, da dort am wenigsten andere Gegenstände das Messergebnis beeinflussen. Eine Alternative ist ein Thermostat mit einem Außenfühler. Bei Heizkörpern, die speziell die Fensterkälte ausgleichen sollen, kann der externe Temperaturfühler auch oberhalb des Heizkörpers im oberen Fensterbereich montiert werden.

Programmierbare Thermostatregler

Eine Vielzahl von Thermostatreglern ist heutzutage programmierbar und aus der Ferne ansteuerbar. Hier erfolgt die Temperaturregelung nicht mehr auf mechanischem Wege, sondern zumeist mithilfe eines batteriebetriebenen Elektromotors.

Digitale Thermostate werden über eine Zeitfunktion programmiert. Diese erlaubt beispielsweise den Baderaum für den nächsten Morgen vorzuheißen oder die Raumtemperatur bei Abwesenheit herunterzuregeln. Auf diese Weise sparen programmbierbare Thermostatregler gegenüber konventionellen Thermostaten rund zehn Prozent an Heizwärme sowie der daraus resultierenden Kosten. Verschiedene Hersteller versprechen sogar Einsparungen von bis zu 30 Prozent.

Eine Weiterentwicklung stellen programmierbare Thermostatregler dar, deren Steuerung per Funk erfolgt. Diese ermöglichen eine Vielzahl von Sonderfunktionen. Eine Möglichkeit ist eine Abwesenheitsschaltung, die beim Verlassen des Hauses automatisch die Heizung herunterregelt. Bei smarten Thermostatreglern, die mit dem Internet verbunden sind, kann die Steuerung auch von unterwegs aus, beispielsweise über ein iPhone, erfolgen. Zudem lassen sich viele funkgesteuerte Thermostate völlig frei im Raum positionieren.