Die Heizung wird nicht warm – Ursachen und Lösungen

heizung wird nicht warm frierende Frau
Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Heizungsanlage dann kaputt geht, wenn es draußen kalt ist. Die Bandbreite reicht vom Absinken der Temperaturen bis zum Totalausfall. Die Heizung wird nicht warm und Sie begegnen idealerweise mit dem systematischen Einkreisen der möglichen Ursachen. Dabei lässt sich das Problem in der Regel auf eine oder mehrere dieser 4 Systemkomponenten zurückführen:
    1. Das Wärmeerzeugungsgerät wie ein Brenner oder eine Wärmepumpe
    2. Die Verrohrung und Bauteile wie eine Hebeanlage oder Umwälzpumpe
    3. Die Wärmeausgabegeräte
    4. Das Kraftstofflager beziehungsweise die Energiezufuhr
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Ihre Heizung geht nicht, wenn nur ein Funktionsausfall oder eine Störung vorliegt. Einige Handgriffe können auch von Laien ausgeführt für Abhilfe sorgen. Bei „maschinellen“ Störungen sollte immer ein Fachmann gerufen werden.

Luft im System

Klassiker in Heizwasserzirkulationskreisläufen sind Lufteinschlüsse. Diese „Blasen“ verdrängen das Heizwasser und die Heizung wird nicht warm. Insbesondere die ungleichmäßige Verteilung der Wärmeentwicklung einzelner Ausgabegeräte und Heizkörper deutet auf Lufteinschlüsse hin.

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Ein regelmäßiges Entlüften der Heizung sollten Sie zu Beginn jeder Heizperiode an allen vorhandenen Entlüftungsventilen durchführen.

Je nach Größe der Anlage und Anzahl der Entlüftungsventile entweicht beim Entlüften Heizwasser. Unterschreitet das Heizwasser die notwendige Mindestmenge und die Heizung verliert Druck, muss Wasser nachgefüllt werden. Die Entlüftungsventile befinden sich an jedem Heizkörper. Je nach Auslegung und Montageart der Verrohrung können sich Heizkörperventile an mehreren Stellen befinden.

Elektrisch betriebene mechanische Bauteile

Ihre Heizung geht nicht, wenn eines von den Bauteilen eine Störung hat oder ausfällt. Während Sie eine Heizkörperentlüftung einfach selbst durchführen konnen, empfiehlt es sich bei folgenden Störfällen auf den Rat eines Profis zu setzen. Eine erste Sicht- und Hörprüfung sollte die Funktion von 3 Heizungsbauteilen umfassen. Häufig liegt die Ursache bei einer der drei Funktionseinheiten:

      1. Brenner- oder Wärmepumpeneinheit einschließlich Ventilationsvorrichtungen
      2. Umwälzpumpe
      3. Hebeanlage

Fehler dieser Art werden häufig als Fehlercode auf dem Display Ihrer Heizungsanlage angezeigt. Hinter Codes wie ,,503″ verbirgt sich dann Beispielsweise eine Funktionsstörung der Umwälzpumpe. Um herauszufinden, was sich hinter dem Fehlercode verbirgt, gleichen Sie die angezeigte Zahl mit der Übersetzung in der Bedienungsanleitung ab.

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Die Heizung funktioniert nicht, wenn ein Bauteil ausfällt. Betriebsstörungen können durch Verschmutzungen oder Verstopfungen von Filtern und Ein- oder Auslässen auftreten. Prüfen Sie mithilfe der Betriebsanleitungen der Hersteller die einwandfreie Funktion.
Achten Sie auf unübliche Geräusche, die beispielsweise auf einen Motorschaden der Pumpe oder verstopfte Brennstoffdüsen hinweisen können. Kontrollieren Sie auch die Stromversorgung und die Einstellungen an den Steuerungselementen.

Brennstoffversorgung

Natürlich muss der Energieträger ungehinderten und sachgerechten Zugang zur Verwertung haben. Bei den unterschiedlichen Heizungsarten sind systemabhängige Prüfungen vorzunehmen. Flüssiger Brennstoff wie Öl neigt durch ein starkes „Leerlaufen“ lassen des Tanks, durch sich absetzende Schwebstoffe zu Verschlicken. Die breiige Masse verstopft schnell Leitungen und Ventile. Die Heizung funktioniert nicht, obwohl die Bauteile einwandfrei arbeiten.

Der Effekt ist mit dem Prinzip einer funktionstüchtigen Waschmaschine vergleichbar, der kein Wasser zugeführt wird. Nachtanken spätestens, wenn nur noch ein Viertel Tankvolumen vorhanden ist, unterbindet die Verschlickung und das „Leerlaufen“ des Brenners. Bei einer Gasheizung sind die Durchlassventile neuralgische Punkte, die vom Fachmann geprüft werden müssen. Eine Wärmepumpenheizung bedient sich an der Umweltwärme. Hier müssen Luftventilationssysteme oder die Erdsonden auf ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden.

Normabweichungen sofort nachgehen

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Wenn Ihre Heizungsanlage defekt erscheint, kündigt sie das meist an. Sie sollten bei allen Symptomen, die von der Norm abweichen, sofort den Ursachen nachgehen. Ihre Heizung verliert Druck, wenn eine Pumpe kaputt ist, zu wenig Heizwasser im Kreislauf vorhanden ist oder die Verrohrung Mängel aufweist.

Beim Ausfall einzelner Wärmeausgabegeräte sind oft verklemmte Thermostatventile die Ursache. Heizkörperthermostate und deren Fühler sollten nicht abgedeckt werden, wie es schnell durch Gardinen passieren kann. Wenn Sie alle „Hausmittel“, die in der Betriebsanleitung der Hersteller aufgeführt sind, ausprobiert haben, hilft Kesselheld gerne weiter.