Heizungsreparatur - Selbst machen, Fehlerquellen & Tipps | Kesselheld

Heizungsreparatur – Selbst machen, Fehlerquellen & Tipps

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Bei Inbetriebnahme im Herbst oder während der Heizsaison kann es vorkommen, dass die Heizung nicht das tut, was sie tun soll. Die klassischen Auslöser für eine Heizungsreparatur sind zu geringe oder keine Wärmeentwicklung, ungleichmäßige Wärmeverteilung und Geräuschentwicklung wie Gluckern. Wenn Sie bei Ihrer Heizung die jährliche Heizungswartung durchführen lassen, reichen in den meisten Fällen kleinere Eingriffe aus.

Durch regelmäßige Wartung werden kleine Schäden früh erkannt und können behoben werden, bevor sie weitaus teurer Folgeschäden nach sich ziehen. Viele dieser kleineren Maßnahmen können Sie sogar selbst durchführen. Ihre Heizung macht Geräusche oder gluckert? Oder der Heizkörper wird nicht warm? Im Folgenden stellen wir die häufigsten Problemquellen vor und zeigen wie sich diese beheben lassen.

Typische Defekte und Symptome sind:

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  • Heizkörper werden nicht warm (genug)
  • Die Heizung gluckert oder macht ungewöhnliche Geräusche
  • Heizkörper werden sehr ungleichmäßig warm
  • Der Brenner zündet nicht
  • Die Umwälzpumpe springt nicht an
  • Einzelne Heizkörper lassen sich nicht regulieren bzw. fallen aus

Diese Schritte sparen oft eine fachmännische Reparatur

Prüfen Sie vor dem Beauftragen eines Fachmanns für eine Heizungsreparatur alle Möglichkeiten, die Funktionsstörung selber zu beheben. Zuerst sollten Sie prüfen, ob der Energieträger oder Brennstoff vorhanden ist und Zugang zum Brenner oder zur Erhitzungseinheit hat. Oft müssen Zuleitungshähne oder Regler geöffnet sein. Wenn Sie den funktionierenden Nachschub gesichert haben, stehen Ihnen 5 Eingriffsarten zur Verfügung, mit denen Sie Ihr Problem ohne Heizungsreparatur selbst beseitigen können:

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1. Entlüften
Wenn die Heizung nicht richtig warm wird, befindet sich in den meisten Fällen Luft im Heizungssystem. Ein Fehler, der sich durch die Entlüftung der Heizungsanlage ganz einfach selbst beheben lässt. An jedem Heizkörper ist ein Entlüftungsventil angebracht. Sie müssen es öffnen, damit die überschüssige Luft im Wasserkreislauf entweichen kann. Währenddessen muss das Thermostatventil vollständig geöffnet sein. Wie Sie Ihre Heizung entlüften können, erfahren Sie in unserer Schritt für Schritt Anleitung unter dem Link.

2. Wasser nachfüllen und Wasserdruck einstellen
Oft sinkt der Wasserdruck nach dem Entlüften zu stark ab. Prüfen Sie am Manometer, ob der Druck sich in dem markierten Sollbereich der Anzeige befindet. Dabei müssen Sie pro Höhenmeter, den das Wasser in den Rohren steigen muss, mit 0,1 bar kalkulieren. Auf diesen erforderlichen Mindestdruck schlagen Sie 0,3 bar Sicherheitstoleranz auf. Je größer Ihr Heizsystem ist, desto wichtiger wird das Ausdehnungsgefäß.

3. Ausdehnungsgefäß einstellen
Das Ausdehnungsgefäß muss auf den Gesamtdruck einschließlich aufgeschlagener Toleranz eingestellt werden. Sie dürfen die Kontrolle und Einstellung nur bei geöffneter und druckfreier Heizanlage vornehmen.

4. Thermostatregler prüfen, justieren und ersetzen
Die Regelthermostate an den einzelnen Heizkörpern können klemmen. Nehmen Sie den jeweiligen Drehknopf ab und prüfen Sie die Freigängigkeit des Metallstifts. Klemmende Stifte können Sie mit einer Zange herausziehen oder durch leichte seitliche Hammerschläge lösen. Bei verschmutzten und korrodierten Thermostatstiften empfiehlt es sich das Heizkörperthermostat auszutauschen.

5. Temperaturfühler kontrollieren
Prüfen Sie die freie und unbeschädigte Lage externer Temperaturfühler.

Wer zahlt die Heizungsreparatur?

Wenn die Funktionsstörung bestehen bleibt, empfiehlt es sich auf die Expertise eines Heizungsbauers zu setzen. Öffnen Sie Brenner und andere Bauteile nicht selber, da Sie jeden Garantieanspruch verlieren. Als Mieter müssen Sie die Heizungsreparatur nicht zahlen, sofern es sich nicht um eine exklusive Etagenheizung handelt. Verschleppt sich die Instandsetzung und Heizungsreparatur, dürfen Sie die Mietzahlung mindern.