Pressfitting für Heizungsrohre: Arten und Anbringung

Bei einem Pressfitting handelt es sich um ein Bauteil, welches für das Verlegen von Heizungsrohren unersetzlich ist.

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Meist nur wenige Zentimeter groß ermöglichen sie die Realisierung eines Richtungswechsels am Rohrnetz oder die Konstruktion einer Abzweigung.

Ein Pressfitting verpresst der Fachmann unter Hilfenahme einer speziellen Zange mit dem Rohr. Um die Teile miteinander zu verbinden, ist der Einsatz von Hitze also nicht nötig. Daher bietet sich das Arbeiten mit Pressfittingen gerade in Bereichen mit potenzieller Brandgefahr an.

Die unterschiedlichen Arten im Pressfitting System

Grundsätzlich lassen sich folgende Kategorien unterteilen:

  • Bogen/Winkel
  • T-Stück
  • Muffen
  • Reduziermuffen
  • Kappen

Der am häufigsten genutzte Pressfitting ist der 90-Grad Winkel. Er leitet die Flüssigkeiten in die senkrechte Richtung um und ist daher beim Verlegen der Heizungsrohre unersetzlich. Ein T-Stück ermöglicht das Aufspalten von Strömungen.

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Die Funktionen von einem Pressfitting für ein Verbundrohr

  • Rohrstücke lassen sich gerade miteinander verbinden. Hierfür kommen Kupplungen oder Muffen zum Einsatz.
  • Mittels Rohrbögen realisieren Sie Richtungswechsel. Rohrbiegungen hingegen bestehen aus einem zuvor geradem Rohr, welches gebogen wird.
  • Reduzierungen verringern den Rohrdurchmesser. Beachten Sie hierbei jedoch, dass es zu einer Druckerhöhung kommt, die nicht immer gewünscht ist. Daher empfiehlt es sich im Anschluss den Wasserdruck zu überprüfen.
  • Fittinge ermöglichen Abzweigungen. Ein T-Stück ist ein 3-armiges Verbindungsstück. Eine Kreuzung hingegen ist ein 4-armiges Verbindungsstück.
  • Mit Hilfe von einem Pressfitting aus Edelstahl, Kupfer oder anderen Stoffen verbinden Sie unterschiedliche Rohrmaterialien. Möchten Sie beispielsweise ein Kupferrohr mit einem Stahlrohr verbinden, dann ist ein Messingfitting gut geeignet.
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Die Vorteile

Dank der schnellen Verarbeitung entstehen eindeutige Kostenvorteile. Zudem reduzieren Sie die Risiken bei der Arbeit: Es ist kein Flammeneinsatz notwendig, ein Press Fit Tool in Form einer Presszange ist ausreichend. Wurden früher schwere Gasflaschen zur Hitzeerzeugung benötigt, so können Sie mit den heute zur Verfügung stehen Pressfittingen auf einen solchen Aufwand verzichten.

Hinweise zum Kauf und zur Anbringung der Rohrsysteme

Ein Alu-Verbundrohr wird von vielen Hausbesitzern dem Kupfer-Verbundrohr aufgrund der vereinfachten Anbringung vorgezogen. Das benötigte Werkzeug für das Pressen steht im Baumarkt oftmals zum Verleih zur Verfügung. Sofern Sie unsicher sind, raten wir Ihnen den Heizungsfachmann zu beauftragen. Dieser kennt sich mit allen Verbundstücken und gängigem Heizungszubehör aus und weiß, wie der Pressvorgang zu erfolgen hat. Auf diese Weise stellen Sie die Dichtigkeit Ihrer Heizungsverrohrung und damit die Energieeffizienz Ihrer Heizungsanlage sicher.

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Die Nachteile

Der Preis für die Pressfittinge ist im Vergleich zu anderen Bauteilen dieser Art verhältnismäßig hoch. Das Pressen wird zwar generell als unkompliziert beschrieben, im Einzelfall kann es allerdings schwierig sein, mit der Presszange an enge Stellen heranzukommen.

Achten Sie darauf, dass alle Stellen ausreichend miteinander verpresst sind. Trotz kurzfristiger Dichtheit können unverpresste Stellen vorhanden sein. Ob ein Pressfitting undicht ist, lässt sich beim Verlegen unter Putz erschwert feststellen. Viega, ein Hersteller von Pressfittingen, garantiert einer direkte Erkennbarkeit undichter Stellen.