Heizungsrohre verlegen: Anleitung & Tipps

Heizungsrohre verlegen Materialien
Die Investition in eine Heizung ist bei einem Neubau schon groß genug – verständlicherweise sind Bauherren immer froh, wenn an der einen oder anderen Stelle Geld gespart werden kann. Beim Heizungsrohre Verlegen ist genau das möglich, denn prinzipiell ist hierfür keine gesonderte Ausbildung erforderlich. Wichtig ist allerdings, dass präzise gearbeitet wird. Andernfalls drohen teure Wasserschäden.
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Kauftipp

Beim Kauf der Dämmschläuche sollten jene mit der Kennzeichnung „EnEV 100 Prozent“ gewählt werden. Die Dicke dieser Schläuche ist recht hoch und verdoppelt den Rohrdurchmesser in etwa.

Bevor Sie mit der Umsetzung loslegen, ist es wichtig die Anordnung der Heizkörper zu planen. Je nachdem, wie Sie die Heizkörper verteilen möchten, bieten sich verschiedene Arten an. Grundsätzlich ist zwischen einer sternförmigen und einer ringförmigen Verlegung der Heizungsrohre zu unterscheiden. Den Unterschied beider Anordnungen zeigt die folgende Grafik:

heizungrohre verlegen nach zwei mustern

Heizungsrohre verlegen: So geht`s

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  1. Zunächst muss die Strecke zwischen dem Heizkörper und dem Anschluss ausgemessen werden. Mithilfe dieser Strecke werden die notwendigen Heizungsrohre gekauft. Dabei muss berücksichtigt werden, dass jeweils ein Vor- und ein Rücklaufrohr verlegt werden muss.
  2. Bei der Wahl der Rohre haben sich jene aus Kunststoff bewährt. Abgesehen davon, dass ein Einkürzen hier leichter erfolgen kann, sind Kunststoffrohre langlebig, günstig und bieten bereits eine gewisse Isolationswirkung. Beim Kauf sollten Sie schon wissen, wie die Rohre verlegt werden sollen. Es werden nämlich weiterhin Verbindungsstücke, sogenannte Fittings, und T-Stücke benötigt. Nicht weniger wichtig ist auch der Kauf von Dämmschläuchen zur Isolierung der Heizungsrohre. Dieses Thema wird häufig vernachlässigt – wodurch viel Energie verschwendet wird.
  3. Ist das notwendige Material vorhanden, werden Heizkörperventile in den Vor- und den Rücklauf eingedreht. An jedem Ventil wird dann ein Kunststoff-Fitting angebracht, durch das das Rohr angeschweißt werden kann. Für das Anschweißen werden Schweißkenntnisse benötigt, allerdings müssen Sie kein Profi sein. Beim Schweißen werden das Rohrende und das Fitting für einige Sekunden erhitzt, um beide Teile etwas anschmelzen zu lassen. Danach wird beides zusammengesteckt. Die eigentliche feste Verbindung wird erst nach dem Erkalten hergestellt.
Achtung: Wer Heizungsrohre selbst verlegen möchte, sollte sich mit der Materie gut auskennen sowie Schweißkenntnisse mitbringen. Häufig wird der Aufwand für die Rohrmontage unterschätzt. Das kann nicht nur zu Schäden an der Bausubstanz, sondern auch zu Verletzungen führen. Wer auf Nummer ,,sicher“ gehen möchte, der setzt auf die Expertise eines professionellen Heizungsinstallateurs.

Isolierung der Heizungsrohre: Durchmesser beachten

Beim Heizungsrohre Verlegen muss die Isolierung der Heizungsrohre gleich mit berücksichtigt werden. Wie bereits erwähnt, kommt es zu einer deutlichen Erhöhung des Querschnitts.

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Was ist zu beachten

Im Heizungskeller, wo die Rohre in der Regel auf Putz verlegt sind, muss ein größerer Abstand zur Wand eingehalten werden, damit die Heizungsrohrisolierung auch untergebracht werden kann. Probleme bereiten bei der Isolierung der Heizungsrohre oft Biegungen, Abzweigungen oder Hähne. Tatsächlich genügt es hier, die Heizungsrohrisolierung mit einem Teppichmesser einzuschneiden. Wenn Sie einzelne Stücke entfernen, kann der Radius problemlos gelegt werden. In jedem Fall zahlt es sich hier aus, wenn mehr Heizungsrohrisolierung gekauft wurde, als konkret benötigt wird.

Arbeit von Fachmann begutachten lassen

Egal, ob Sie die Arbeiten in einem Neubau durchführen oder ein Altbau saniert wird. In der Regel werden einige Arbeiten auch von einem Heizungsmonteur übernommen. Sie sollten diese Expertise nutzen und den Profi einen kleinen Blick auf Ihre Arbeit werfen lassen. Denn sind die Heizungsrohre erst einmal unter dem Putz verschwunden, sind Fehler nur noch mit großem Aufwand auszubügeln – was sich leicht verhindern lässt.