Heizung reinigen in 4 einfachen Schritten

Heizung reinigen Hand mit Lappen
Ist die Heizung voll aufgedreht und verbreitet trotzdem nur laue Wärme oder fällt gar ganz aus, liegt das häufig an Ablagerungen und Verschmutzungen im Inneren. Aber nicht nur um Ausfälle zu vermeiden ist es sinnvoll die Heizung zu reinigen – denn ist diese von innen und außen sauber, können der Energieverbrauch deutlich gesenkt und hohe Reparaturkosten vermieden werden. Kesselheld zeigt Ihnen Tricks und Kniffe wie Sie Ihre Heizung effektiv reinigen.

Die Heizung reinigen – Schritt für Schritt

1. Um die Heizung sauber zu machen, muss die Heiztherme zunächst spannungsfrei sein. Hierzu werden der Betriebsschalter und die entsprechende Sicherung ausgeschaltet und der Gashahn geschlossen. Die Verkleidung wird abgenommen.

Achtung: Alle Elemente sollten bis zur Heizungsreinigung mindestens für eine halbe Stunde abkühlen, anderenfalls besteht Verbrennungsgefahr.

2. Der Wärmeaustauscher wird in Wartungsposition geschwenkt, das Kabel gelöst und die Brennereinheit herausgenommen. Die Kondensatwanne wird ausgewischt, der Tauscher geleert. Mit einer Bürste können Sie den Wärmetauscher reinigen. Die Heizung profitiert davon, wenn der hier abgelagerte Kalk gründlich entfernt wird.

3. Vor dem erneuten Einsatz in die Heizung ist der Brenner zu reinigen. Wenn nötig kann auch hierzu ebenfalls eine Bürste eingesetzt werden.

4. Im Anschluss wird der Wärmeaustauscher wieder mit dem Kabel verbunden und zurückgeschwenkt.

Heizkörper von außen säubern

Wie bereits erwähnt, ist auch die Reinigung der Heizkörper von außen sinnvoll. Aufgrund der Temperaturunterschiede zwischen deren Oberfläche und der Raumluft verfängt sich hier besonders viel Staub. Dieser verhindert wiederum eine optimale Verteilung der Wärme und kann dadurch den Energieverbrauch stark erhöhen. Zudem leidet das Raumklima unter den Verschmutzungen.
Durch einen Fachmann können Sie auch hier die Heizung reinigen lassen. Sinnvoll ist dies bei sehr starken Verunreinigungen, wenn die Heizkörper lange nicht geputzt wurden, bei Hausstauballergien und in Raucherhaushalten. Allerdings ist es auch möglich, selbst die Heizung zu reinigen. Dampfreiniger und Lamellenreiniger haben sich zu diesem Zweck bewährt.

Die Vorgehensweise:

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Checkliste

  • Zum Schutz werden unter dem Heizkörper alte Lappen und Handtücher ausgelegt.
  • Das obere Gitter wird abgenommen. Hierbei ist Vorsicht geboten, da dieses sehr scharfe Kanten aufweist.
  • Grobe Verschmutzungen werden wenn möglich abgesaugt. Mit einem feuchten Lamellenreiniger werden die Innenräume vorgereinigt.
  • Mit dem Dampfreiniger wird nun Lamelle für Lamelle bearbeitet. Das verschmutzte Kondenswasser läuft im Anschluss unten aus der Heizung heraus.

Es kann nötig sein, Schritt vier mehrfach zu wiederholen, um die Heizung zu reinigen. Sorgen Sie währenddessen für eine starke Belüftung des Raumes, um Feuchtigkeitsschäden an der Tapete und den Möbeln zu vermeiden.

Die Heizung sauber machen oder machen lassen?

Um eine Gastherme zu reinigen, ist neben dem entsprechenden Fachwissen auch das praktische Können erforderlich. Zudem sind aufgrund des explosiven Gases erhebliche Gefahren damit verbunden. Nicht umsonst darf eine Wartung nur durch einen Heizungsinstallateur durchgeführt werden. Daher ist es auch sinnvoll, die Heizung von diesem reinigen zu lassen. Zumindest sollten Sie aber im Vorfeld bei einem Fachmann nachfragen, ob Sie die Gastherme selbst reinigen dürfen und sich den Vorgang am besten einmal detailliert zeigen lassen.

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Tipp

Zudem können Sie sich den Aufwand sparen, wenn Sie eine regelmäßige Wartung durchführen lassen, bei der Wartungstechniker die Heizung reinigen und überprüfen. Bei einer Gasheizung belaufen sich die Kosten dafür, abhängig von dem Modell, auf etwa 70 bis 200 EUR – genaue Angaben hierzu kann natürlich nur der jeweilige Heizungsmonteur machen. Inbegriffen sind für gewöhnlich zusätzlich die Anfahrt und der Austausch von Dichtungen sowie die Einstellung von Druck und Steuerung.

Wie eingangs erwähnt, werden dadurch langfristig der Energieverbrauch gesenkt und kostenintensive Reparaturen vermieden. Noch sicherer sind Sie übrigens mit einem Wartungsvertrag, durch den nicht nur Wartungsintervalle eingehalten werden, sondern in dem auch ein kostenloser Notdienst enthalten ist.