Kosten Fußbodenheizung – Tabellarische Übersicht

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Das Erfassen der tatsächlichen Kosten einer Fußbodenheizung muss auf Anschaffungs-, Montage- und Betriebskosten aufgeteilt werden. Als sekundäre Faktoren können abgesehen vom Komfort auch Komponenten wie Wohnraumgewinn, ein hohes Wärmeempfinden und ein geringes Staubaufkommen in die Kosten-Nutzen-Analyse einbezogen werden. Meist werden die Kosten pro qm ermittelt, was
die Vergleichbarkeit mit anderen Wärmeausgabegeräten erschwert. Der Preis setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Kostenfaktor

Preis pro m²

Heizelement 25 – 40 €
Anbindeleitung ca. 7 €
Verlegplatten ca. 12 €

Das Vergleichen mit herkömmlichen Heizkörpern oder Ventilationswärme ist auf einen Wohnraum bezogen übersichtlicher. Neben der Multiplikation der Preise pro qm mit der Zimmergrundfläche müssen Installations- und Steuerungsaufwand berücksichtigt werden. Die Kosten für einen zentralen Heizkreisverteiler werden anteilig anhand der gesamten beheizten Bodenflächen umgelegt. Entscheidende Variablen entstehen durch die baulichen Gegebenheiten.

Anschaffungs- und Montagekosten

Ganz generell muss bei den Anschaffungs- und Montagekosten von höheren Werten ausgegangen werden als für die Installation von Heizkörpern. Die Kosten einer Fußbodenheizung im Trockensystem mit elektrischer Wärmeerzeugung können auf 30 bis 60 Euro einschließlich aller Kabelverbinder und Verlegehilfen veranschlagt werden. Das ergibt für einen zehn Quadratmeter großen Raum 300 bis 600 Euro. Hinsichtlich der Kosten muss also zwischen Nass- und Trockensystemen unterschieden werden. Grundsätzlich können folgende Kosten angenommen werden:

System

Preis pro m²

Trockensystem 30 – 60 €
Nasssystem 20 – 40 €

Bei Nassystemen wird außerdem zwischen verschiedenen Arten von Verlegplatten unterschieden. Je nachdem, welche Art Sie nutzen, unterscheidet sich der Preis. Folgende Möglichkeiten gibt es:

Verglegplatten

Preis pro m²

Noppenplatten 20 – 40 €
Trägerelementsystem 15 – 39 €
Klettsystem, Tackersystem bzw. Klemmschienensystem 15 – 30 €

Elektrische Fußbodenheizungen können mit drahtdurchzogenen Heizfolien verglichen werden, die nur wenige Millimeter Aufbauhöhe benötigen. Die Montagekosten sind fast zu vernachlässigen, da das Verlegen dem Ausbreiten einer Antirutschmatte unter einem Teppich gleicht. Zu beachten sind allerdings bauliche Dämmungsarbeiten.

Für Nasssysteme mit Heizflüssigkeitsdurchlauf müssen Anschaffungspreise ab etwa 50 Euro pro Quadratmeter einschließlich des gewählten Befestigungssystems kalkuliert werden. Es kommen mehrere Trägersysteme in Betracht, die teilweise auch in frischem Estrich versenkt werden können:

Icon
  • Leitungsauflagen auf Noppenplatten
  • Träger aus Kunststoffelementen
  • Klettbefestigungen
  • Getackerte Fixierungen
  • Klemmschienenmontage

Da der Material- und Arbeitsaufwand mit der Raumgröße nur geringfügig steigt, verringern sich die Preise pro qm mit wachsender Bodenfläche. Für einen zehn Quadratmeter messenden Raum müssen Sie mit 500 bis 800 Euro rechnen, für zwanzig Quadratmeter werden üblicherweise 800 bis 1.200 Euro verlangt.

Regel- und Steuertechnik

Als gesonderten Kostenposten muss die Heizkreisverteiler- und Regeltechnik berücksichtigt werden. Die Preisdifferenz zwischen manuell bedienbaren Zuflussreglern und elektronisch gesteuerten Regelwerken ist groß. Die einfachsten Steuereinheiten für bis zu drei Heizkreisen sind ab etwa 100 Euro erhältlich.
Mit vollautomatischem Regelwerk, Fernbedienung und Mehrthermostatsteuerung können Zubehörteile für bis zu 1.000 Euro zusammenkommen. Das Gegenrechnen der möglichen Ersparnisse bei den Betriebskosten kann eine höhere Anfangsinvestition schnell amortisieren.

Betriebskosten

Bei den Kosten für das nachträgliche Einbauen einer Fußbodenheizung ist meist der Stromverbrauch trockener Systeme der größte Faktor. Wie bei allen Wärme- und Kältegewinnungsarten aus Strom kostet der Strom aus der Steckdose mehr als jeder andere Energieträger.

Für eine Grundfläche von zehn Quadratmetern und einer alltagstauglichen Wärmekraft von hundert Watt pro Quadratmeter wird insgesamt ein Kilowatt pro Betriebsstunde (kW/h) verbraucht. In Deutschland wird der Strom gegenwärtig (Mai 2016) zwischen 28 und 40 Eurocent pro kW/h verkauft.

Bei Nasssystemen hat die Wärmeherkunft großen Anteil an den Betriebskosten. Jeder Brennstoff, der das Heizwasser erwärmen kann, ist als Energieträger möglich. Die Betriebskosten unterschreiten die anderer Wärmeausgabegeräte, da die Position der Fußbodenheizung die Wärme physikalisch vorteilhafter verteilt.

Nachrüsten

Eine Fußbodenheizung nachzurüsten erzeugt Kosten, die vor allem im Montagebereich über die Wirtschaftlichkeit entscheiden. In die für die Nachrüstung der Fußbodenheizung enthaltenen Kosten wirken sich die Baumaßnahmen und bautechnische Beschränkungen stark aus. Die mögliche Aufbauhöhe bestimmt den Typ und die Kosten für das nachträgliche Einbauen einer Fußbodenheizung maßgeblich. Eine elektrische Fußbodenheizung nachrüsten bringt Kosten, die unter einem Vielfachen unter denen für Nasssysteme liegen.