Schornsteinverkleidung: Möglichkeiten und Kosten

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Ist der Kamin undicht, schützen Sie ihn durch eine Schornsteinverkleidung vor Nässe. Ein positiver Nebeneffekt ist die Anpassung der Optik an das Dach. Insbesondere nach der Neugestaltung des Daches entscheiden sich Hausbesitzer unabhängig vom Zustand des Schornsteinkopfes für eine Verkleidung des Schornsteinsystems, um die Optik zu optimieren.

Das Ummanteln mit Klinkersteinen oder Blech

Ist eine Kragplatte vorhanden, können Sie den Kamin von außen mit Klinkersteinen ummanteln. Der Begriff Kragplatte beschreibt eine Platte, die aus der Fassade herausragt. Einfacher ist die Nutzung von Blechplatten. Der Fachhandel bietet fertige Blechverkleidungen an, die im Gesamten geliefert werden. Die Produkte sind als Stülpkopf bekannt, da sie sich über den Schornstein stülpen lassen. Die Montagedauer ist relativ kurz. Im Falle der Neueindeckung des Daches oder bei Reparaturarbeiten nehmen Sie die Schornsteinverkleidung mit wenigen Handgriffen wieder ab.

Achtung: Die Maße sind exakt abzumessen. Ein wichtiger Punkt ist der Grad der Dachschräge. Vor Ort können Sie meistens keine oder nur eingeschränkte Änderungen vornehmen.

Die Kosten für Stülpköpfe betragen mindestens 400 Euro. Für Kaminklinker sind etwa 1 Euro je Stück einzuplanen, sodass die Kosten für eine außenliegende Schornsteinverkleidung vor allem von der Größe des Kamins abhängen.

Alternative Konstruktionen

Beim Ummanteln des Kamins mit Klinker oder bei der Anbringung eines Stülpkopfes ist keine Unterkonstruktion erforderlich. Entscheiden Sie sich für eine alterative Vorgehensweise, müssen Sie aus Dachlatten ein Grundgerüst bauen. Befestigen Sie das Gerüst bei Bedarf mit Edelstahlschrauben und Dübeln am aus Klinker gemauerten Kamin.

Wurde der Schornstein aus Fertigbauteilen gebaut, verschrauben Sie die Latten miteinander und bohren nicht in den Stein. Auf diese Konstruktion bringen Sie nun wasserfeste OSB-Platten oder Schalbretter an. Nach dem Verkleiden mit Dachpappe ist die Konstruktion wetterfest. Im Fachhandel finden Sie diverse Bleche, die sich gut eignen. Möglich sind vor allem Kupferbleche, Aluminiumbleche und Zinkbleche.

Für 0,7 mm dicke Zinkplatten müssen Sie mit Kosten von 40 Euro pro Quadratmeter rechnen. Aluminium-Platten kosten etwa 50 Euro je Quadratmeter, sofern Sie sich für 1,5 mm dicke Ausführungen entscheiden.

Achtung: Bedenken Sie potentielle Materialreaktionen. Beispielsweise dürfen Sie Kupferplatten nur verwenden, wenn das Fallrohr und die Dachrinne ebenfalls aus Kupfer bestehen. Zink- und Kupferplatten reagieren chemisch miteinander. Gerät Regenwasser mit den Kupferblechen in Kontakt und fließt anschließend auf die Zinkrinne, kann letztere zerstört werden.

Für die Schornsteinverkleidung können Sie auch Schiefer oder Faserzementplatten verwenden. Farblich passende Eckleisten sorgen für ein besonders ansprechendes Design.

Kaminhaube: Ja oder nein?

Eine Kaminhaube ist nicht zwangsläufig erforderlich. Viele Hausbesitzer entscheiden sich aus optischen Gründen für dieses Bauteil. Notwendig ist sie vor allem bei klimatisch ungünstigen Lagen. Drohen starke Niederschläge, wirkt die Haube schützend. Die Kosten variieren stark und liegen zwischen 50 und 120 Euro.

Die Schornsteinverkleidung selber bauen – Kosten sparen

Die Möglichkeit, eine fertige Schornsteinverkleidung zu kaufen, bietet die Chance, die Arbeiten selbstständig auszuführen. Bedenken Sie jedoch die Gefahren, die durch Arbeiten auf dem Dach entstehen. Eine professionelle Sicherung während der Ausführung sowie absolute Schwindelfreiheit sind Voraussetzungen für die Arbeitsdurchführung. Im Zweifel ist es ratsam einen Fachbetrieb und einen Schornsteinfeger hinzuzuziehen.

Den Schornstein von innen verkleiden

Soll der Querschnitt des Kamins verringert werden, ist das Einziehen eines Rohres erforderlich. Sie bringen quasi eine Schornsteinverkleidung im Inneren des Kamins an. Flexible Rohre passen sich vorhandenen Vorsätzen an und schützen den Kamin vor einer Versottung.