Kaminofen reinigen

Eine regelmäßige Reinigung des Kaminofens sichert die einwandfreie Funktion, senkt den Verbrauch beim Heizen mit Holz und sorgt für Sicherheit. Viele Hausbesitzer fragen sich jedoch, wie sie dabei am besten vorgehen. Wir geben Tipps zu Zeitpunkten, Vorgehen und Hilfsmitteln.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine gründliche Reinigung des Kaminofens sollte vor der Heizsaison erfolgen. Ruß im Ofenrohr behindert den Abzug und erhöht die Gefahr eines Rußbrands.
  • Ofenrohr, Scheibe, Schamottsteine und Innenraum werden mit passenden Bürsten, Tüchern und Spezialreinigern gesäubert. Verrußte Schamottsteine lassen sich durch heißes Abbrennen reinigen.
  • Die Reinigung ist zugleich eine gute Gelegenheit zur Inspektion. Beschädigungen sollten dabei erkannt und behoben werden.

Wann und wie oft reinigen?

Eine gründliche Reinigung sollte vor der Saison stattfinden, um den Ofen von Verunreinigungen zu befreien und auf den Einsatz vorzubereiten. Unterbleibt etwa die Ofenrohrreinigung, steigt die Gefahr eines Rußbrands, da die Abgase nicht ungehindert abziehen können und die Verbrennung behindert wird. Neben der jährlichen Grundreinigung fällt während der Heizsaison regelmäßig die Entfernung von Asche und Ruß an.

Ofenrohr reinigen

Zum Reinigen öffnen Sie zunächst das Ofenrohr, wobei Ruß austreten kann. Legen Sie den Boden mit Lappen aus und stellen Sie eine Schüssel unter das Rohr. Lässt sich das Rohr ganz abnehmen, können Sie es im Freien reinigen, am besten über einem Behälter. Verwenden Sie eine spezielle Bürste aus dem Kaminofenzubehör, die Rußablagerungen wirksam entfernt. Müssen Sie im Innenraum arbeiten, führen Sie die Bürste stets von der Öffnung weg, um die Umgebung möglichst wenig zu verschmutzen.

Verrußte Schamottsteine

Sind die Schamottsteine im Innenraum stark verrußt, gestaltet sich die Reinigung oft schwierig. Die Lösung ist jedoch einfach: Verwenden Sie trockenes Holz und heizen Sie den Ofen stark auf. Nach drei bis fünf Heizgängen sollte sich der Ruß gelöst haben, da die hohe Temperatur die Ablagerungen verbrennt. Wichtig ist trockenes, gut abgelagertes Holz, denn feuchtes Holz verschärft die Verrußung.

Scheibe und Außenseite reinigen

Eingebranntes am Kaminglas lässt sich mit speziellen Reinigern entfernen, die im Handel für wenige Euro erhältlich sind und sich für Kaminglas und Kachelofen eignen. Zunächst können Sie es auch mit herkömmlichen Haushaltsmitteln versuchen. Die Kamintür wischen Sie feucht ab und reinigen dabei zuerst den schmutzigsten Bereich mit einem Tuch, bevor Sie mit einem sauberen Tuch nacharbeiten. Die Außenseite reinigen Sie mit einem trockenen oder feuchten Tuch. Eine Stahlummantelung ist schnell gereinigt, abgeplatzter Lack lässt sich mit farblich passendem Ofenspray ausbessern. Einen Specksteinofen reinigen Sie mit Wasser und gegebenenfalls Kernseife.

Innenraum reinigen

Im Innenraum sammelt sich nach jeder Nutzung Ruß und Asche an, die Sie regelmäßig entfernen sollten, um die Verbrennung nicht zu behindern. Mit Schaufel und Kehrbesen sammeln Sie den Ruß auf und entfernen ihn aus dem Verbrennungsraum. Haben sich hartnäckige Verkrustungen gebildet, lösen Sie diese mit einem Schürhaken. Achten Sie bei der Reinigung zugleich auf mögliche Beschädigungen, denn dies ist der beste Zeitpunkt für eine gründliche Inspektion des Ofens.

Fazit

Zusammengefasst ist die regelmäßige Reinigung des Kaminofens wichtig für Sicherheit, Effizienz und eine lange Lebensdauer. Eine gründliche Reinigung vor der Saison und das regelmäßige Entfernen von Asche und Ruß während des Betriebs sorgen dafür, dass der Ofen sauber brennt und die Abgase ungehindert abziehen. Mit den richtigen Hilfsmitteln wie passenden Bürsten, Tüchern und Spezialreinigern lassen sich die meisten Arbeiten selbst erledigen. Nutzen Sie die Reinigung zugleich zur Kontrolle des Ofens, damit Sie Schäden frühzeitig erkennen und sicher durch die Heizsaison kommen.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Die Reinigung des Ofens ersetzt nicht die Arbeit des Schornsteinfegers. Dieser kehrt den Schornstein selbst, prüft die Abgaswege und stellt die Betriebssicherheit fest. Die Reinigung von Ofenrohr, Scheibe und Innenraum können Sie dagegen selbst übernehmen. Beide Aufgaben ergänzen sich: Ein sauberer Ofen und ein regelmäßig gekehrter Schornstein sorgen gemeinsam für einen sicheren, effizienten und emissionsarmen Betrieb Ihrer Holzfeuerung über die gesamte Heizsaison.

Zusammengefasst sichert die regelmäßige Reinigung des Kaminofens dessen Funktion, Effizienz und Sicherheit. Eine gründliche Reinigung vor der Saison und das laufende Entfernen von Asche und Ruß halten die Abgaswege frei und die Verbrennung sauber. Mit den richtigen Hilfsmitteln lassen sich die meisten Arbeiten selbst erledigen, während das Kehren des Schornsteins Sache des Schornsteinfegers bleibt. Wer den Ofen regelmäßig pflegt und dabei zugleich auf Beschädigungen achtet, heizt sparsamer, sauberer und sicherer und verlängert die Lebensdauer seines Kaminofens spürbar.

Insgesamt ist die Pflege des Kaminofens keine aufwendige, aber eine lohnende Aufgabe. Mit etwas Routine und den passenden Hilfsmitteln erledigen Sie die meisten Arbeiten in kurzer Zeit selbst. Das Ergebnis ist ein Ofen, der sauber brennt, weniger Holz verbraucht und über viele Jahre zuverlässig und sicher für wohlige Wärme sorgt.

Abschließend sei daran erinnert, dass eine saubere Verbrennung nicht nur vom gereinigten Ofen, sondern auch vom richtigen Brennstoff abhängt. Nur gut abgelagertes, trockenes Holz sorgt für eine saubere Verbrennung, wenig Ruß und geringe Emissionen. In Verbindung mit einer regelmäßigen Reinigung und der Arbeit des Schornsteinfegers steht so einem gemütlichen und zugleich verantwortungsvollen Heizen mit Holz nichts im Wege.