Wie ein Kachelofen funktioniert, Kosten, Vor- und Nachteile

Kachelofen in grün
Ein Kachelofen sorgt in Ihren Räumen für eine angenehme Wärme, vor allem in Wohnzimmern erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Sie verbinden optimal ein ansprechendes Raumklima und ein schönes Design mit einem umweltfreundlichen Heizen.

Befeuern Sie den Ofen mit Holz, entscheiden Sie sich für einen nachwachsenden Rohstoff und leisten damit Ihren Beitrag zum Umweltschutz. Auch hinsichtlich der Betriebskosten überzeugen diese Heizungen.

Kachelöfen im Vergleich zu anderen Holzöfen

Die Bezeichnung Kachelofen weist auf das wesentliche Merkmal dieser Ofenform hin: Die Verkleidung besteht aus kleinen oder großen Kacheln, während andere Öfen eine Außenwand aus Materialien wie Stahl haben. Die Kacheln bestechen mit dem Vorzug, dass sie die Wärme lange speichern. Kachelöfen zeichnen sich durch eine langsame Wärmeabgabe aus. Auch wenn das Feuer im Heizeinsatz längst erloschen ist, beheizen diese Öfen Ihren Raum. Wasserführende Kaminöfen eignen sich dazu, auch weitere Zimmer zu erwärmen.

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Vorteile auf einen Blick

  • langsame Wärmeabgabe
  • Raumwärme und auch Warmwasserbereitung möglich
  • Wärmeeinspeicherung durch Kacheln
Sie lassen sich somit durchaus auch als Ersatz für eine Zentralheizung einsetzen. Dafür benötigen Eigentümer entsprechende Leitungen, die vom Ofen in andere Räume führen. Neben der Bereitstellung von Raumwärme lässt sich der Ofen auch für die Warmwasserbereitung einsetzen.

Den optimalen Kachelofen kaufen

Bevor Sie einen Ofen kaufen, sollten Sie sich mit unterschiedlichen Kaufkriterien auseinandersetzen. So fragt sich, ob die Wärmeleistung für die Größe Ihrer Räume ausreicht. Besitzen Sie zum Beispiel ein Wohnzimmer mit offenem Durchgang zum Esszimmer, sollten Sie ein umfangreicheres Modell vorziehen. Wichtig ist auch, ob Sie dem Abbrennen des Holzes zusehen wollen. Früher waren fast alle Kachelöfen blickdicht, das hat sich inzwischen geändert. Am Markt gibt es viele Öfen mit einem großen Sichtfenster. Das hat zwei Vorteile: Erstens entfaltet ein Feuer eine beruhigende Wirkung. Zweitens können Sie ohne Aufwand kontrollieren, ob Sie Brennstoff nachlegen müssen.

Weitere mögliche Extras verdienen Ihre Aufmerksamkeit:

  • Sitzbank: Verfügt der Kachelofen über eine Sitz- beziehungsweise Liegebank, können Sie es sich direkt am Ofen gemütlich machen. Auch Haustiere wie Katzen lieben einen solchen Platz.
  • Wärmefach: In dieses Fach können Sie Speisen stellen und warmhalten.
  • Fach für Brennstoffe: Bestenfalls können Sie Holz in einem integrierten Fach lagern, dann müssen Sie kein Behältnis neben den Ofen stellen.

Vielfältige moderne Designs

Über viele Jahrzehnte fielen Kachelöfen mit einem langweiligen Design auf, sie vermittelten einen altbackenen Eindruck. Das hat sich gründlich gewandelt, die Hersteller haben in eine bessere Optik investiert. Sie können beispielsweise puristische Modelle mit klaren Linien und großflächigen Kacheln kaufen, bei denen die Produzenten auf jeglichen Schnörkel verzichten.

Diese Öfen passen ideal in modern eingerichtete Wohnungen, in denen verschnörkelte Exemplare unpassend wären. Sie können selbstverständlich weiterhin Kaminöfen mit unterschiedlichen Verzierungen erwerben, die Auswahl ist riesig.

Mit welchem Preis Sie rechnen müssen

Die Preise für einen Kachelofen variieren stark.

  • Erstens interessiert, ob Sie einen Kachelofen-Bausatz oder einen vor Ort individuell gefertigten Kachelofen wünschen. Mit einem Bausatz sparen Sie viel Geld. Diese Modelle kosten wenig, zudem können Sie den Ofen selbst installieren. Die Kosten für den Handwerker entfallen. Günstige Öfen erhalten Sie für rund 1.000 Euro. Für einen speziell für Sie produzierten und durch Handwerker montierten Ofen müssen Sie deutlich höhere Kosten einplanen.
  • Zweitens kommt es bei den Kosten eines Kachelofens auf Faktoren wie Größe, Materialien und Ausstattung an.

Abnahme durch einen Schornsteinfeger erforderlich

Wie alle Feuerstätten müssen Sie Kachelöfen vor der Inbetriebnahme durch einen Schornsteinfeger überprüfen lassen. Diese Kontrolle dient Ihrer Sicherheit. Er begutachtet insbesondere den Anschluss zum Schornstein. Der perfekte Abzug des Rauchs ist eine wichtige baurechtliche Zulassung. Zusätzlich muss der Standort den Vorschriften entsprechen, es darf sich nichts Brennbares in unmittelbarer Nähe befinden.

In der Folge kommt der Schornsteinfeger drei Mal im Jahr, sofern Sie den Ofen in der Heizperiode täglich nutzen. Diese Überprüfungsfrequenz steigert die Sicherheit, ist aber ein kleiner Nachteil bei Holzöfen: Sie bedeutet Aufwand und Kosten durch Gebühren.