Warum der Dauerbrandofen so heißt & Modelle im Vergleich

Winter-Wanderschuhe stehen vor schnem alten Holzofen/Dauerbrandofen in einem alten Haus
Ein Dauerbrandofen erzeugt durch die Verbrennung von Kohle Wärme. Ein 24-Stunden-Betrieb ist möglich, allerdings nicht ursächlich für die Namensgebung. Vielmehr bezieht sich der Ausdruck Dauerbrand auf die Eigenschaft, mit der vorgegebenen Nennwärmeleistung die Glut mindestens vier Stunden halten zu können. Unter Teillast hält der Ofen die Glut für mehr als 14 Stunden. Dauerbrand bezeichnet den Zeitraum, über welchen die Nennleistung gehalten wird. Es handelt sich demnach um einen Kaminofen, der im Gebäude für eine angenehm wohlige Wärme sorgt. Theoretisch ist auch das Heizen mit Holz möglich. Da die Gussmulde im Brennkammeroffen über eine trichterförmige Vertiefung verfügt, wird die Nutzung für Kohle bevorzugt.
Die Kohle brennt aufgrund der Mulde besser ab und kann automatisch nachrutschen. Die Verbrennungsluft gelangt von unten durch den Rost. Betreiben Sie den Ofen mit Holz, dann werden keine optimalen Verbrennungswerte erreicht.

Der Unterschied zwischen dem Dauerbrandofen und dem Zeitbrandofen

Während der Dauerbrandofen in Bezug auf die Verbrennung von Kohle seine optimale Wirkung entfaltet, wird der Zeitrandofen mit Scheitholz betrieben. Für die Gluthaltung können Sie optional Briketts verwenden. Der Namensbestandteil „Zeitbrand“ bezieht sich auf die Prüfkriterien:
Der Ofen hält bei Glut die Nennwärme für mindestens 45 Minuten. Sowohl die Angabe „Dauerbrand“ als auch „Zeitbrand“ hängen nicht mit dem Zeitraum zusammen, über welchen der Ofen betrieben werden kann. Eine solche Begrenzung seitens der Hersteller würde auf eine verminderte Qualität schließen lassen und sollte als Ausschlusskriterium für den Kauf betrachtet werden. Als Ersatz für eine Heizungssystem eignet sich weder Dauerbrandofen noch der Zeitbrandofen. So reicht deren Heizleistung lediglich für die Beheizung eines Raumes. Hinzu kommt, dass die Beschickung erheblichen Aufwand erfordert. Dauerbrandöfen finden ihren Einsatz somit hauptsächlich als Zusatzheizung.

Zwei ausgewählte Produktbeispiele für Dauerbrandöfen

Charakteristika Wamsler Luxur II Hark Zeno
Erzeugte Nennleistung Bis zu 6 kW bis zu 8 kW
Raumheizvermögen 165 m³ 175 m³
Feuerraum 28,0 x 28,0 x 30,0 cm 31,5 x 32,5 x 31,0 cm
Größe 112,4 x 51,3 x 55,7 cm 162,5 x 54,5 x 56,8 cm
Gewicht 138 kg 188 kg
Scheibe 30,0 x 33,7 cm 47,8 x 28,5 cm
Verkleidung Naturstein in Gussgrau Schwarzer Stahl
Brennstoffe Scheitholz, Holz- und Braunkohlebriketts Scheitholz, Braunkohlebriketts, Steinkohle
Feuerraum Schamotte Schamotte
Anschaffungskosten Rund 800 Euro Rund 1.270 Euro

Die Varianten der Dauerbrandöfen

Moderne Öfen können wasserführend angelegt sein. Ein wasserführender Dauerbrandofen verfügt in der Konsequenz über einen besonders hohen Wirkungsgrad. Viele Hersteller gehen die möglichen Brennstoffe an. Je mehr Energiequellen zugelassen sind, desto weniger ähnelt der Ofen der klassischen Auffassung eines Dauerbrandofens.

Montage

Wenn Sie den Dauerbrandofen kaufen, dann müssen Sie zuvor sicher gehen, dass der vorhandene Schornstein für den Anschluss geeignet ist. Der Schornsteinfeger nimmt diese Kontrolle vor. Die Querschnittsgröße und die Form sind für die Eignung ebenfalls entscheidend. Die Ofenrohre sind in der Regel in den Komplettpaketen enthalten. Ein Fachbetrieb übernimmt nun den Einbau.  Die Fachkräfte berücksichtigen alle feuerrechtlichen und baurechtlichen Vorschriften, wodurch der sichere Betrieb gewährleistet ist.