Die Funktion der Schamottsteine für Ofen & Heizung

Schamottsteine im Kaminofen
Bei Schamottstein handelt es sich um einen künstlich hergestellten Werkstoff, dieser Stein kommt in dieser Form nicht in der Natur vor. Als Rohstoff verwenden Hersteller Ton. Im ersten Schritt fertigen sie aus Rohton eine vorgebrannte Schamottekörnung, unter Hinzugabe weiteren Rohtons entsteht das Endprodukt. Schamotte zeichnet sich erstens durch seine Feuer- und Hitzebeständigkeit aus. Zweitens erweist sich der Stein als effizienter
Wärmespeicher. Aus beiden Gründen findet dieses Material beim Ofenbau Anwendung. Die Beliebtheit erklärt sich zudem mit dem geringen Preis für Schamottsteine.

Schamotte speichern die Wärme

Schamottsteine in Kaminöfen und offenen Kaminen nehmen einen Teil der erzeugten Wärmeenergie auf und geben sie langsam nach außen in das Zimmer ab. Daraus resultiert eine bessere Beheizung.

Auch wenn das Feuer längst erloschen ist, können sich die Bewohner aufgrund der guten Wärmespeicherung der Steine über eine angenehme Wärme freuen. Es macht zudem nichts aus, wenn das Feuer zwischendurch aus Versehen ausgeht. Der jeweilige Raum kühlt nicht sofort ab.

Auskleidung des Feuerraums

Schamotte dienen in der Regel der Innenverkleidung der Brennkammer. Dort befinden sie sich direkt am Feuer und schützen das Grundmaterial der Feuerkammer, zum Beispiel Gußeisen. Als Außenverkleidung wie beispielsweise bei Kachelöfen eignen sich Schamottsteine dagegen nicht, da sie optisch unattraktiv aussehen. Ihr Mehrwert liegt in der Wärmespeicherung.

Natursteine, Keramik und ähnliche Baumaterialien sind für optische Zwecke die klügere Wahl.

Notwendiger Austausch der Schamottsteine

Nach einer bestimmten Betriebsdauer müssen Sie einzelne Steine oder die komplette Kaminofen-Verkleidung aus Schamottsteinen in der Brennkammer auswechseln. Der Zeitraum hängt von der Art der Nutzung und der Qualität des Schamottsteins ab. Grundsätzlich empfiehlt sich eine schonende Behandlung.

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Sie sollten zum Beispiel nicht mit Brennholz gegen die Steine stoßen, der poröse Werkstoff ist empfindlich. Es besteht die Gefahr, dass Bestandteile abbrechen.
Aber auch bei einem vorsichtigen Umgang bedarf es nach einigen Jahren eines Austauschs. Entweder Sie beauftragen einen Ofenbauer oder Sie führen ihn selbst durch. Im zweiten Fall sollten Sie folgende Tipps beherzigen:

  • Kaufen Sie im Fachhandel vor Ort oder online ausreichend Schamottsteine mit den gewünschten Maßen.
  • Wollen Sie die Steine selbst zuschneiden, denken Sie an die Empfindlichkeit. Nehmen Sie eine Flex mit diamentbesetztem Schneideblatt und üben Sie nur wenig Druck aus.
  • Erwerben Sie einen speziellen Schamottemörtel, dieser erfüllt die Anforderungen an Feuer- und Hitzebeständigkeit.
  • Entfernen Sie alte Steine und säubern Sie die Feuerkammer gründlich. Anschließend setzen Sie die Schamotte nach und nach ein und verbinden sie gegenseitig mit dem Mörtel.

Elektroheizungen mit Schamottsteinkern

Hersteller von Elektroheizungen nutzen Schamotte ebenfalls zur Wärmespeicherung. Von außen lässt sich meist nicht erkennen, dass es sich um eine Elektroheizung mit Schamottekern handelt. Produzenten verbauen die meist dünne Steinplatte innerhalb der Heizung, die Verkleidung versperrt den Blick. Wie Holzöfen überzeugt ein Elektroheizkörper mit Schamott durch eine lang anhaltende Wärmeabgabe. Berücksichtigen Sie jedoch, dass Beheizen mit Strom trotz der Wärmespeicherung die teuerste Heizform unter allen Varianten darstellt.