
Ein Specksteinofen sorgt für ein angenehm wohlig-warmes Raumklima. Specksteine speichern die Wärme über mehrere Stunden und geben sie gleichmäßig an die Umgebungsluft ab. Da jeder Speckstein eine eigene Maserung besitzt, erhalten Eigentümer mit einem Specksteinofen ein echtes Unikat. Häufig wird ein Specksteinofen als Einzelraumheizung in Ergänzung zur Zentralheizung genutzt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Specksteinofen speichert Wärme über mehrere Stunden und gibt sie gleichmäßig ab. Er eignet sich als Einzelraumheizung und in wasserführender Ausführung auch zur Beheizung des ganzen Hauses.
- Dank der natürlichen Maserung ist jeder Ofen ein Einzelstück. Als Brennstoff dient Holz, ein nachwachsender Rohstoff mit vergleichsweise niedrigen Brennstoffkosten.
- Die Preise beginnen bei etwa 1.500 Euro für Einzelraummodelle und ab rund 3.000 Euro für wasserführende Öfen. Die Reinigung ist einfach, kleine Schäden lassen sich leicht ausbessern.
Es ist auch möglich, eine Öl- oder Gaszentralheizung vollständig durch einen Specksteinofen zu ersetzen. Dafür kommen Modelle mit einer Heizleistung zwischen 10 und 20 Kilowatt infrage. Vorteile sind die geringen Brennstoffkosten von Holz gegenüber Öl und Gas sowie der Umstand, dass es sich um einen regenerativen Brennstoff handelt. Wasserführende Modelle lassen sich zudem zur Warmwasserbereitung einsetzen.
Preise

Die Preise variieren stark, je nachdem, ob der Ofen als Einzelraumheizung oder als vollwertige Zentralheizung mit Warmwasserbereitung dient. Einzelraummodelle sind ab etwa 1.500 Euro erhältlich, wasserführende Öfen beginnen bei rund 3.000 Euro. Die genannten Preise sind reine Anschaffungskosten. Hinzu kommen 200 bis 500 Euro für die Installation.
Wasserführende Specksteinöfen
Modell |
Heizleistung |
Preis ca. |
| Dölling Finnischer Specksteinofen | 10 kW | 5.000 Euro |
| Olsberg Tolima Aqua Compact | 10 kW | 3.300 Euro |
| Wodtke Momo water+ | 8 kW | 4.600 Euro |
Eine Übersicht verschiedener Modelle finden Sie in unserem Kaminofen-Test.
Wie ist ein Specksteinofen aufgebaut?
Ein Specksteinofen besteht üblicherweise nicht vollständig aus Speckstein. Oft wird eine Kombination aus Speckstein und Marmor genutzt, um einen ansprechenden Kontrast zu schaffen. Die polierte Optik des Marmors harmoniert mit dem geschliffenen Speckstein.

Was ist Speckstein?
Speckstein ist die verdichtete Erscheinungsform von Talk und auch als Steatit bekannt. Wie der Name andeutet, fühlt sich die Oberfläche speckig an, die an Seife erinnernde Haptik hat ihm auch die Bezeichnung Seifenstein eingebracht. Der Naturstein lässt sich leicht verarbeiten, Verschmutzungen und kleine Schäden entfernen Sie oft schon mit einem Haushaltsschwamm. Zudem speichert Speckstein Wärme sehr gut und gibt sie nach und nach an den Raum ab.
Wie lässt sich ein Specksteinofen reinigen?
Ein Kaminofen aus Speckstein verliert mit der Zeit an Glanz und wirkt matt. Reiben Sie die Oberfläche mit der rauen Seite eines trockenen Spülschwamms kräftig ab. Dadurch wird das Material leicht angeschliffen, unansehnliche Stellen verschwinden und der Stein erhält seinen Glanz zurück. Wischen Sie anschließend feucht nach. Spezielle Reinigungsmittel sind nicht nötig. Reinigen Sie den Ofen nur im abgekühlten Zustand, da auf warmer Oberfläche Schmutz in die offenen Poren gelangen kann.
Schäden ausbessern
Ein Vorteil des Materials ist, dass sich Speckstein nahezu beliebig oft nachbehandeln lässt. Abnutzungen und Kratzer beseitigen Sie mit wenigen Handgriffen. Kleine Schäden behandeln Sie mit Hausmitteln, für Löcher und Bruchstellen nutzen Sie ein Reparaturset mit Füllmasse, die die Vertiefungen ausgleicht. Nach rund einem Tag ist die Masse ausgehärtet, anschließend schleifen Sie die Oberfläche glatt, sodass der Ofen wieder wie neu aussieht.
Vorteile eines Specksteinofens
Ein Specksteinofen vereint mehrere Stärken, die ihn von anderen Öfen abheben. Sein größter Vorzug ist die hervorragende Wärmespeicherung: Der Stein nimmt die Hitze des Feuers auf und gibt sie über viele Stunden gleichmäßig als angenehme Strahlungswärme ab. Selbst wenn das Feuer längst erloschen ist, bleibt der Raum noch lange warm, was den Brennstoffverbrauch senkt. Hinzu kommt die natürliche Optik: Jeder Speckstein besitzt eine eigene Maserung, sodass kein Ofen dem anderen gleicht. Als Brennstoff dient Holz, ein nachwachsender und im Vergleich zu Öl und Gas günstiger Rohstoff. Wer einen wasserführenden Specksteinofen wählt, kann darüber hinaus Warmwasser bereiten und die Zentralheizung entlasten.
Grenzen und was Sie beachten sollten
Trotz aller Vorzüge gibt es Punkte, die Sie bedenken sollten. Ein Specksteinofen ist schwer, weshalb der Untergrund tragfähig sein muss. Wegen der langsamen Wärmeabgabe reagiert er träge: Bis er auf Temperatur kommt, vergeht einige Zeit, dafür hält die Wärme lange an. Für kurzzeitiges, schnelles Aufheizen ist er daher weniger geeignet als für den Dauerbetrieb. Wie jede Holzfeuerung unterliegt auch der Specksteinofen den Vorgaben der Bundes-Immissionsschutzverordnung und muss vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Verwenden Sie ausschließlich trockenes, gut abgelagertes Holz, um eine saubere Verbrennung und geringe Emissionen sicherzustellen.
Für wen sich der Ofen eignet
Ein Specksteinofen ist ideal für alle, die eine behagliche, lang anhaltende Strahlungswärme schätzen und regelmäßig heizen. In Kombination mit einer bestehenden Zentralheizung dient er als gemütliche Zusatzheizung im Wohnbereich. In wasserführender Ausführung und mit ausreichender Leistung kann er sogar die Hauptheizung übernehmen. Wer dagegen nur gelegentlich und kurz heizt, kommt mit der Trägheit des Specksteins womöglich weniger gut zurecht. Der bauartbedingte Vorteil liegt in der Speichermasse: Speckstein nimmt die Wärme des Abbrands auf und gibt sie über viele Stunden als Strahlungswärme wieder ab. Das macht den Ofen träge, weshalb er zum durchgehenden Beheizen an kalten Tagen passt, nicht zum schnellen Zuheizen.
