Brennholz lagern: Möglichkeiten, Trocknung & Tipps

Der Zustand des Brennstoffs Holz entscheidet über die Effektivität der Energienutzung und bei offenen Feuerstellen wie Kaminöfen und Scheitholzheizungen mit Glastüren über die optische Attraktivität des Abbrands.

brennholz lagern
Voraussetzung ist ein sachgerechtes Holz Lagern, das sich am Feuchtigkeitsgehalt der frischen Lagerscheite orientiert. Die Kunst beim Brennholz Lagern ist die Ausnutzung sowohl thermischer als auch Sonneneinflüsse. Eine wichtige Rolle spielt außerdem die richtige Trocknung: Das Trocknen von Brennholz sollte außer bei ofenfertigem Holz nie in geschlossenen Räumen erfolgen. Es bietet sich an, ein „Basislager“ einzurichten.
Je nach Feuchtigkeitsgehalt sind beim Lagern von Brennholz der Schutz gegen Witterungseinflüsse, eine gute Belüftung, die Einwirkung von Sonnenwärme und die Vermeidung von direktem Bodenkontakt entscheidend. Dabei ist es durchaus auch möglich ein Brennholzlager selbst zu bauen. Wie das funktioniert und was es bei der Brennholzlagerung sonst noch zu beachten gibt, erfahren Sie im Folgenden.

Holz lagern: Zustand und periodische Umlagerung

Üblicherweise erwerben Sie Lagerholz in feuchtem und möglichst frischem Zustand. Das Holz ist preiswerter und leichter zu bearbeiten als halbtrocknes oder trocknes Holz. Damit beim Lagern von Brennholz immer für ausreichenden Nachschub gesorgt ist, sollten Sie als Lagermenge mindestens einen Jahresbedarf, besser noch einen Anderthalb- bis Zweijahresbedarf planen. Diese Basiszufuhr wird im Freien gelagert und nach und nach abgetragen und umgeschichtet.

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Sägen und Spalten: Tipp

Je frischer und damit feuchter das Brenn- bzw. Kaminholz ist, desto einfacher können Sie es sägen oder spalten. Daher sollten Sie vor dem Einlagern nicht zögern, Frischholz schnellstmöglich in seine stapelbare Form zu bringen. Als Lagerzeit sollten Sie zwischen ein bis zwei Jahren kalkulieren.

Zuschnitte beziehungsweise Scheitformen

Generell gilt, je weniger das Kaminholz vorbereitet wurde, desto günstiger können Sie es einkaufen. Geschlossene Stämme und Äste sollten „geöffnet“ werden, um Verdunstungsflächen zu schaffen. Als Orientierungsmaß können Sie die später für das Einlegen in den Brennraum beziehungsweise die Feuerstelle benötigte Scheitgröße anwenden. Je kleiner die Einzelstücke sind, desto schneller trocknen sie.

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Infos zur Aufspaltung

Das typische Aufspalten von Stämmen und Ästen in Längsrichtung hat vor allem die Funktion, offene Verdunstungsflächen zu schaffen. Die Länge der Holzscheite sollte einheitlich auf den zukünftigen Ort für die Brennholzlagerung zugeschnitten sein. Idealerweise passt auch das Längenmaß später in die Feuerstelle und erspart eine Nachbearbeitung. Beim Holzlager Bauen muss ein luftiges Aufeinanderschichten ermöglicht werden.

Stapelmethoden und Trockenorte

Meist bieten sich einzelne Wände im Außenbereich von Gebäuden als Grundlage für das Bauen des Holzlagers an. Eine Überdachung bietet Schutz gegen Nachdurchfeuchtung bei Niederschlägen. Schleppdächer mit leichtem Überstand eignen sich gut, auch seitlichen Schlagregen fernzuhalten. Als frei stehende Alternative bietet sich auch eine Holzmiete an. In ihr werden die Holzscheite rund laufend zu einem Turm gestapelt. Ideal ist hier die ausgeprägte Belüftung aller Scheite, die versetzt nur wenige gegenseitige Auflagepunkte besitzen und seitlich freiliegen.

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Wandabstand einhalten

Bei der Platzierung einer Holzmiete oder der Wahl einer Wand sollten Sie darauf achten, dass die Sonne wenigstens drei Stunden am Tag direkt auf das Holz strahlt. Ein Wandabstand von drei bis fünf Zentimetern sorgt beim Lagern von Holz für die erforderliche Belüftung.

Lagerplatz anlegen

Um ein Holzlager selber zu bauen benötigen Sie eine Befestigung, die den direkten Kontakt des Brennholzes zum Boden unterbindet. Viele Ratgeber empfehlen in Bauanleitung zum Selber Bauen eines Holzlagers entweder den Einsatz von Altpaletten oder quer zur Scheitrichtung ausgelegte vollständige Stämme. Unter dem gekauften Holz befinden sich oft verwachsene Stämme beispielsweise mit sehr vielen Asteinschlüssen. Sie sind schwer zu spalten und „in Form zu bringen“ und eignen sich als Bodenauflage. Wenn kein Dach vorhanden ist, können beschwerte oder festgebundene Bretter auf die Holzstöße aufgelegt werden.