Holzheizung – Heizungsarten, Kosten und Vorteile

Statistiken zeigen: Die Holzheizung ist im Trend. Wer eine Holzheizung kaufen möchte, der steht zunächst einmal vor der Wahl des passenden Brennstoffs. Hackschnitzel oder doch lieber Pellets? Welche Formen es gibt und was es beim Heizen mit Holz sonst noch zu beachten ist, erklären wir im Folgenden.

Welche Arten von Holzheizungen gibt es?

holzheizung mit pufferspeicher

Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Arten unterscheiden: Zentralholzheizungen und Einzelraumbefeuerungen. Bei Letzterem handelt es sich üblicherweise um eine Zusatzheizung wie einen Kamin oder Holzofen, die in der Regel mit Holzscheiteln befeuert werden und mit ihrer Strahlungswärme zur Beheizung von maximal zwei Räumen ausreicht. Eine holzbetriebene Zentralheizung hingegen versorgt eine ganze Immobilie mit Wärme.

Je nach Heizungsart werden hier Pellets, Hackschnitzel oder Stückholz verwendet.

 

Pelletheizung

Hackschnitzelheizung

Holzvergaser

Heizkessel

7.000 – 9.000 €

10.000 – 13.000 €

5.500 – 8.000 €

Brennstofflager

1.000 – 3.000 €

1.500 – 4.000 €

/

Förderanlage

1.500 – 3.000 €

1.500 – 3.000 €

/

Pufferspeicher

1.500 – 3.500 €

1.500 – 3.500 €

1.500 – 3.500 €

Abgasanlage (Brennwerttechnik)

1.000 – 1.500 €

1.000 – 1.500 €

1.000 – 1.500 €

Montage

1.000 – 2.500 €

1.000 – 2.500 €

500 – 2.000 €

Förderung

-3.500 €

-3.500 €

-2.000 €

Gesamtkosten

10.000 – 20.500 €

13.500 € – 24.500 €

7.000 – 10.000 €

 

Verschiedene Brennstoffe

Hat man sich erst einmal für eine Holzheizung entschieden steht man vor der Wahl des passenden Brennstoffes. Denn Holz ist nicht gleich Holz. Hier ein Überblick über die verschiedenen Energieträger sowie deren Vor- und Nachteile:

 

Brennstoff

Vorteile

Nachteile

Pellets

  • Rund 15% höherer Energiewert als Hackschnitzel

  • Bessere CO2 Bilanz als Hackschnitzel

  • Aufgrund Ihrer Kompaktheit eignen sich Pellets besser für den Transport

  • Kosten in stärkerer Abhängigkeit vom Strompreis als bei nicht gepressten Holz, da für den Veredlungsprozess Strom benötigt wird

Hackschnitzel

  • Keine Veredlungsprozesse nötig

  • In der Herstellung günstiger als Pellets

  • Schwankende Qualität

  • Benötigen eine große Lagerfläche

  • Bis zu 30% mehr Wassergehalt als Pellets

Verschiedene Holzkessel

Eine weitere Frage, die sich vor dem Kauf einer Holzheizung stellt, ist die nach der passenden Kesselart. So stehen bei einer Zentralholzheizung verschiedene Arten von Kesseln zur Verfügung:

  • Holzvergaserkessel: Im Gegensatz zu einem konventionellen Naturzugkessel zeichnet sich ein Holzvergaserkessel durch den deutlich höheren Wirkungsgrad aus. Mit einem Pufferspeicher ausgestattet wird überschüssige Wärme gespeichert und wieder verfügbar gemacht.
  • Naturzugkessel: Auch als Allesbrenner bezeichnet eignen sie sich neben der Verbrennung von Scheitholz ebenso für Braunkohlebriketts. Diese Kesselart wird meistens dann eingesetzt, wenn die Holzheizung als Ergänzung für ein zweites Heizungssystem wie beispielsweise eine Öl- oder Gasheizung eingesetzt wird.
  • Pellet- bzw. Hackschnitzelkessel: Ein Pelletkessel eignet sich ideal für die Verwendung einer Holzheizung als zentrales Heizsystem. Der Heizvorgang läuft vollständig automatisiert, indem mithilfe einer Förderschnecke die Pellets bzw. Hackschnitzel automatisch in den Kessel bewegt werden. Alle Heizeinstellung lassen sich bequem über ein Steuerungselement vornehmen.

Gerade wenn es darum geht die Holzheizung als eigenständiges Heizsystem einzusetzen, ist ein Pelletkessel das Mittel der Wahl. Als Ergänzung für ein zweites Heizungssystem lässt sich durchaus auch ein Holzvergaser- oder Naturzugkessel einsetzen.

Kosten für eine Holzheizung

Eine pelletbetriebene Holzheizung schlägt mit Gesamtkosten von rund 20.000 bis 25.000 Euro inklusive Lagerraum zu Buche. Die Kosten fallen deutlich geringer aus, wenn von einer Öl- auf eine Pelletheizung umgerüstet wird, da hier einiges der vorhandenen Infrastruktur übernommen werden kann. So lässt sich beispielsweise der Ölkessel in einen Pelletkessel umfunktionieren.

Von dem zunächst hoch wirkenden Preis einer pelletbetriebenen Holzheizung sollten sich Verbraucher nicht abschrecken lassen, da sich diese gerade bei hohem Wärmebedarf durch die vergleichsweise geringen Betriebskosten oft schon nach wenigen Jahren amortisieren.

Förderung

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Tipp

Besitzer einer Holzheizung können zudem von verschiedenen Fördermöglichkeiten profitieren. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst eine Pelletheizung je nach Leistung zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Zudem wird der Einbau eines Pufferspeichers mit zusätzlichen 500 Euro gefördert. Auch die KfW vergibt Kredite mit vergünstigten Zinsen für den Einbau einer mit Pellets betriebenen Holzheizung.


Abschließend lässt sich sagen, dass die Holzheizung die zunächst hohen Investitionskosten durch die geringen Betriebskosten, eine große Unabhängigkeit, einer gute Umweltbilanz sowie attraktiven Fördermöglichkeiten ausgleicht.