Pelletlagerung: Diese Möglichkeiten gibt es

Pelletheizungen überzeugen durch eine hervorragende Energiebilanz und geringe Kosten. Voraussetzung für den Betrieb ist allerdings eine fachgerechte Lagerung des Brennmaterials. Was kommt als Pelletspeicher in Betracht?

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die verschiedenen Arten der Pelletlagerung sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes. Des Weiteren klären wir über Voraussetzungen, Brandschutz und für die jeweilige Lagerungsart anfallenden Kosten auf. Grundsätzlich lassen sich drei Methoden unterscheiden:

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Naheliegend: Keller als Pelletspeicher

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Wie Sie Pellets lagern sollten, hängt von den Rahmenbedingungen ab: Wird ein Haus von einer Ölheizung auf eine Pelletheizung umgerüstet, wird in der Regel auch ein Kellerraum frei, der bisher für die Heizöltanks genutzt wurde. In diesem Fall ist die Pelletlagerung im Heizraum naheliegend, sofern die Platzverhältnisse ausreichend sind. Ob das der Fall ist, lässt sich einfach abschätzen: Die Heizleistung in kW x 0,5 entspricht in etwa dem benötigten Raumvolumen.

Beispiel: Bei einer Kesselleistung von 15 kW müsste der Heizraum also 7,5 m³ Volumen bereithalten können, wobei hier ein Füllgrad von 2/3 angenommen wird – in diesem Beispiel also 5 m³ Pellets. Diese Pelletmenge entspricht in etwa dem 1 bis 1,5-fachen des Jahresbedarfs. Wird die Pelletheizung für einen Neubau dimensioniert, können Sie einen Kellerraum zum Lagern der Pellets zuvor natürlich einplanen.

Dagegen sprechen die höheren Baukosten einer Unterkellerung, weshalb man die Kellerfläche in der Regel möglichst klein hält. Auch wer die Pelletheizung in einem Altbau nachrüstet, welcher nicht über die entsprechenden Räumlichkeiten verfügt, sollte sich über Alternativen Gedanken machen.

Pelletlagerung außen: Sacksilo schützt vor Witterung

Die einfachste Lösung besteht aus der Pelletlagerung in Säcken. Üblicherweise sind Pellets zwar auch lose zu etwas niedrigeren Preisen lieferbar, die Sackware können Sie aber ohne größere Schwierigkeiten auch im Freien lagern – so wird kein Pelletspeicher notwendig. Ein wettergeschützter Platz ist dafür die Voraussetzung. Allerdings kann hier ein Gartenhaus mit entsprechendem Platz ausreichen.

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Tipp

Achten Sie auf die Vermeidung eines direkten Bodenkontakts – Hierfür eignet sich eine Palette als Unterlage. Stellen Sie unbedingt sicher, dass die Pellets vor Feuchtigkeit geschützt sind, um ihr Aufquellen zu vermeiden.

Wer auf Sackware aufgrund des höheren Preises verzichten möchte oder wem kein vor Witterungseinflüssen geschützter Platz zur Verfügung steht, der sollte die Pelletlagerung in einem Sacksilo in Bedacht ziehen. Sacksilos bestehen aus einem festen Gewebesack, der die Pellets vor Staub schützt.

Dieser Gewebesack wird in eine einfache Rohrkonstruktion eingehängt. Der Aufstellort ist flexibel; mit einem entsprechenden Witterungsschutz können Sie das Sacksilo auch als Pelletspeicher im Freien aufstellen. Der Vorteil liegt darin, dass so ohne besondere Voraussetzungen an den Lagerort und ohne Fachkenntnisse, ein adäquater Lagerraum geschaffen wird. Vorteilhaft ist auch, dass Sie die Pellets einfach von unten entnehmen können. Die Kosten für ein solches Sacksilo betragen je nach Größe etwa 1.500 bis 2.500 Euro.

Pelletspeicher im Erdreich

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Info

Wer keinen Zugriff auf einen Kellerraum hat und auch im Garten keinen Raum für die Pelletlagerung sieht, kann sich auch für die Pelletlagerung in einem Erdtank entscheiden.

Dabei wird ein Erdtank aus Beton, seltener aus Kunststoff, in den Boden eingelassen. Der Durchmesser des runden Tanks besteht je nach Volumen meist zwischen 80 Zentimetern und 3 Metern.

Zu den besonderen Herausforderungen gehört dabei die Abdichtung gegen Feuchtigkeit; vor allem ein hoher Grundwasserspiegel kann hier Probleme bereiten.

Dafür nehmen die Erdtanks als Pelletspeicher keine wertvolle Gartenfläche ein, außerdem ist eine automatische Beförderung zur Pelletheizung über eine sogenannte Entnahmelanze möglich. Der Tank wird dann so angeordnet, dass die Entfernung zum Heizungsraum mit dem Pelletkessel möglichst gering ausfällt. Gegen diese Lösung sprechen allenfalls die Kosten: Für Tank und Fördersystem müssen Sie je nach Größe rund 5.000 bis 7.000 Euro einkalkulieren – hinzu kommen noch die Erdarbeiten.