Heizkörperbürste: Formen und Tipps zur richtigen Anwendung | Kesselheld

Heizkörperbürste: Formen und Tipps zur richtigen Anwendung

Formen und Größen von Heizkörpern, im Fachjargon als Wärmeausgabegeräte bezeichnet, weisen Unterschiede auf. Aus früheren Zeiten ist vor allem der Rippenheizkörper bekannt. Die Rippen lassen sich in den Zwischenräumen einfach reinigen. Moderne Konstruktionen nutzen mit ihrem speziellen Aufbau physikalische und thermische Erkenntnisse für eine effektivere Heizleistung. Gleichzeitig haben sich platzsparende Varianten wie Flachheizkörper durchgesetzt.

Heizkörperbürste als Aufsatz auf einem Staubsauger
Entsprechend der Weiterentwicklung hat sich das Reinigen und Säubern verändert. Eine Heizkörperbürste muss in teilweise schwer erreichbare Zwischenräume zwischen Heizblechen und Platten wirken. Da der Luftstrom und der Luftdurchzug immer Schmutz- und Staubpartikel mit befördert, können Anhaftungen fest und widerstandsfähig sein. Ein regelmäßiges Bürsten der innen liegenden Bauteile des Heizkörpers verhindert,
dass abgesetzter Schmutz immer weiteren Anhaftungen Vorschub leistet. Passende Heizkörperbürsten üben ausreichenden Druck aus, um mechanisch auch an versteckten Innenteilen die Oberflächen restlos zu säubern.

Materialien des Bürstenhaars

Unterscheidbar ist die Heizkörperbürste als manuelles Werkzeug und als Heizkörperbürste für Staubsauger. Beide sind in beweglichen und starren Ausführungen erhältlich. Eine Heizkörperbürste für Rippenheizkörper ohne Deckplatte kann problemlos als starrer Aufsatz auf dem Saugschlauch verwendet werden. Ein einfach biegsamer Bürstenschaft reicht auch an die Rückseiten der Lamellen oder Rippen. Die Bürstenhaare bestehen aus Kunstfasern. Im Bereich der manuellen Heizkörperbürsten ist die Auswahl größer. Spezifische Formen und Haarmaterialien perfektionieren die Gebrauchsmöglichkeiten. Die vier gängigen Bürstenhaare bestehen aus:

  • Kunststoff
  • Mikrofaser
  • Ziegenhaar
  • Lammfell

Bei vielen Heizkörpern mischt sich die Schmutzanlagerung aus adhäsiven, klebenden Kräften und elektrostatischer Aufladung. Die beiden Naturhaarvarianten, die Heizkörperbürste aus Ziegenhaar und aus Lammfell, haben neben dem mechanischen Abrieb gleichzeitig eine entladende Wirkung. Bei der Anwendung nehmen die Bürstenhaare die Staubpartikel auf. Sie werden immer wieder „abgestrichen“, um den aufgenommenen und anhaftenden Schmutz zu entfernen.

Heizkörperbürste: Formen und Größen

Heizkörperbürsten bestehen aus einem einfachen oder doppelten Bürstenstab, um den die Haare im 360-Grad-Winkel angeordnet sind. Der Durchmesser bemisst sich am Bürstenkopf. Erhältlich sind Handbürsten beispielsweise im Baumarkt Obi mit Drahtstäben ab fünf Millimeter Durchmesser. Die Bürstenhaarbestückung reicht bis zu 7,5 Zentimeter.

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Für die optimale Reinigungswirkung empfiehlt sich, die Breite so zu wählen, dass in Hohlräumen in Heizkörpern ein Druck in alle Richtungen der berührten Innenbauteile entsteht. Ein Doppelbürstenstab kombiniert zwei Hohlräume beziehungsweise Lamellen in einem Arbeitsgang. Er ist allerdings nicht bei allen Konstruktionsarten von Heizkörpern anwendbar.

Für die Wahl der Länge gibt es die Faustregel, dass die Heizkörperbürste für geschlossene Heizungen der Höhe entspricht. Eine erhöhte Biegsamkeit beziehungsweise Flexibilität zum Erreichen tiefer und versteckter Stellen mindert die Druckstärke auf die zu reinigenden Flächen. In einigen Fällen sind kürzere Bürstenstäbe effektiver einsetzbar. Eine Bürste, die 20 Zentimeter lang ist, kann von beiden Seiten eingeführt werden.

Bezugsquellen und Kosten

Eine Heizkörperbürste für das Aufsetzen auf eine Staubsaugerdüse ist meist in der Standardausrüstung des Geräts enthalten. Biegsame und längere Heizkörperbürsten mit Düsenanschluss sind für die meisten Staubsaugermodelle standardisiert erhältlich. Die Preise liegen im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich. Ein in vielen Fällen gut geeignetes Standardmaß ist die Länge von 120 Zentimetern. 

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Bei der Entscheidung, ob ein starrer oder beweglicher Bürstenstab die geeignetere Form ist, sollte der Zugang zu den Heizkörpern beachtet werden. Dicht über dem Boden angebrachte Wärmeausgabegeräte können oft nur von oben gereinigt werden.

Die geringen Kosten für eine Heizkörperbürste machen oft den Kauf einer langen Version für die Reinigung von oben und einem kurzstieligen Modell für die intensivere Einführung an der Unterseite sinnvoll.

Staubentwicklung und Zerkratzen vermeiden

Bei der manuellen Heizungsreinigung mit einer Bürste werden Schmutz- und Staubartikel nur teilweise direkt von den Bürstenhaaren aufgenommen. Beim Einsatz von Handbürsten ist ein flankierendes Saugen hilfreich. Der Staubsauger „fängt“ die aufgewirbelten Partikel auf und dient der Reinigung der Bürstenhaare nach dem Gebrauch.

In Baumärkten wie Obi sind auch Heizungskesselbürsten aus Draht erhältlich. Sie eignen sich nicht zur Reinigung von Heizkörpern, da sie die Oberflächen und Lacke der Bauteile beschädigen und zerkratzen. Die für Heizungen ausgelegten Drahtbürsten sollten eine Schutzkappe am oberen Drahtende besitzen, um ein Zerkratzen der Heizkörperoberfläche zu vermeiden. An modernen Flachheizkörpern lassen sich die oberen Deckbleche abnehmen, um besser in das „Innenleben“ des Geräts zu gelangen.