KfW Sanierung: Förderung und Maßnahmen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist von der deutschen Regierung beauftragt, durch Geldmittel Anreize für die Modernisierung von Bestandsbauten zu schaffen. Für die KfW Sanierung stellt das Förderinstitut unter Einhaltung der Fördervoraussetzungen einen Sanierungskredit zu besonders günstigen Konditionen oder einen Zuschuss zur Verfügung.
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Welche Zuschüsse sind möglich?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet neben den Zuschüssen für energetische Sanierungsmaßnahmen auch solche für die Modernisierung und Optimierung des Einbruchschutzes sowie der Barrierefreiheit. Folgende fünf Programme stehen dabei zur Auswahl. Die dreistelligen Ziffern bezeichnen die unterschiedlichen Programme:

  • 430 für die effiziente energetische Sanierung des Förderinstitutes
  • 431 als Baubegleitungszuschuss
  • 432 für die spezifizierte Brennstoffzellenförderung
  • 55-B für die Schaffung altersgerechter Barrierefreiheit
  • 455-E für die Erhöhung und Verbesserung der Einbruchsicherheit

Welche Kredite sind möglich?

Neben der Förderung in Zuschuss-Form, bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau diverse Kreditoptionen an. Dazu zählt beispielsweise das Programm 151. Dieses ist für Häuser geeignet, die sich im Bau befinden und zukünftig den Ansprüchen eines KfW-Effizienzhauses entsprechen sollen.

Insgesamt umfasst eine KfW Sanierung in Kreditform folgende acht Kreditprogramme. 

  • 151 zur Schaffung eines KfW-Effizienzhauses
  • 167 für den Einsatz regenerativer Energie in Heizsystem
  • 159 für Komfort und Einbruchssicherheit erhöhende Maßnahmen
  • 153 als Finanzierungshilfe beim Kauf eines KfW-Effizienzhauses
  • 124 für die Schaffung von Wohneigentum
  • 134 für die genossenschaftliche Schaffung von Wohneigentum
  • 270 für den Einsatz regenerativer Energien
  • 275 für die Speicherung von Solarenergie

Entscheidungskriterien zwischen Krediten und Zuschüssen

Die Entscheidung zwischen Kredit oder Einmalzuschuss trifft der Antragsteller anhand seiner wirtschaftlichen Situation und dem Investitionsumfang.

Als Faustregel gilt, dass Kredite einen hohen Teil der Investition abdecken und die höchsten Zuschüsse bei etwa einem Drittel der Kosten gedeckelt sind. Kalkulationsfaktor ist auch die Kombinationsfähigkeit mit anderen Förderangeboten beispielsweise durch die Bundesagentur für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Bei der Entscheidung spielt auch die persönliche Einstellung und Zielsetzung eine große Rolle. Die Inanspruchnahme einer Förderung kann auf die Wertsteigerung des Gebäudes oder auf die laufenden Energiekosten ausgelegt sein.

Den Sanierungskredit für die KfW Haussanierung wickelt die Hausbank des Antragstellers ab. Die Kredite werden zu ermäßigten und in vielen Fällen langfristig festgeschriebenen Zinssätzen gewährt. Tilgungsfreie Einstiegszeiten mindern die finanzielle Last direkt nach der Investition.

Bedingungen und Höhen bei Zuschüssen aus der KfW Sanierung

Die Höhe einer KfW Sanierung hängt im energetischen Bereich von dem Effizienzzielen ab, die durch die Maßnahmen erreicht werden. Verkürzt formuliert gibt es mehr Förderunggelder, je höher die Effizienzklasse ausfällt. Dazu definiert die Kreditanstalt für Wiederaufbau Energieeffizienzklassen mit ihren Haustypen. Für die energetische Sanierung am Gesamtgebäude zahlt das Förderinstitut je nach Effizienzklasse Zuschüsse zwischen 15 und 30 Prozent mit jeweiliger Maximalhöhe. Einzelne Maßnahmen erhalten zwischen zehn und 15 Prozent.

Bedingungen und Höhen für die Kreditprogramme

Auch die Kreditbedingungen für eine KfW Sanierung hängen vom Effizienzergebnis ab. Die Kreditlinie für Komplettsanierungen beträgt bis zu 100.000 Euro, für einzelne Sanierungsmaßnahmen bis zu 50.000 Euro.

Der effektive Basisjahreszinssatz beträgt 0,75 Prozent (Stand 2017) bei zehnjähriger Zinsbindung und fünf Einstiegsjahren Tilgungsfreiheit. Ein mit der Erhöhung des Effizienziels wachsender Tilgungszuschuss mindert den Rückzahlungsbetrag und damit die Kreditlaufzeit zusätzlich.

Sanierungsförderung von Altbaubestand

Sowohl Kredite als auch Zuschüsse werden bei einer KfW Förderung für eine Sanierung im Altbau zur Verfügung gestellt. Bei Altbauten ist das Baujahr für den Förderumfang unerheblich. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden als Altbauten Gebäude bezeichnet, die bis 1945 entstanden sind. Bautechnisch vorgegebene Einschränkungen bei der energetischen Sanierung beeinflussen auch die Auswahl des passenden Förderprogramms. Häufig sind sehr alte Mauerwerke nicht gut dämmbar, was Einzelmaßnahmen anstatt der Komplettsanierung erfordert. 

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Was bringt eine Energieberatung für Ihren Haushalt?

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, sich durch einen Energiefachberater über Fördermöglichkeiten informieren zu lassen. Dieser evaluiert die Gebäudesituation und erfasst die möglichen Förderprogramme individuell für Ihren Haushalt.

Die Kosten für die Beratung werden in vielen Förderungsprogrammen als Zusatzaufwendung berücksichtigt.

Besonders prächtige Gebäude können auch unter die Förderangebote der Kategorie Denkmal fallen. Auch Fachwerk lässt sich durch eine KfW Sanierung unterstützen.