Magnesiumanode: Nutzen im Warmwasserspeicher | Kesselheld

Magnesiumanode: Nutzen im Warmwasserspeicher

Ihre Heizungsanlage besteht aus vielen Einzelteilen, die in perfekter Zusammenarbeit Wärme erzeugen. Ein wichtiges Bauteil, vor allem im Warmwasserspeicher, ist die Magnesiumanode. Mehr über die Funktion und den Nutzen dieses Bauteils lesen Sie hier.

Die Funktion einer Magnesiumanode

magnesiumanode
Eine Magnesiumanode, umgangssprachlich auch Opferanode genannt, besteht in der Regel aus Magnesium, Zink oder anderen Stoffen, die zur Gattung der unedlen Metalle zählen.

Das unedle Metall einer Opferanode schützt korrosionsgefährdete Geräte und Fahrzeuge. Dahinter stecken die chemischen Prozesse der Oxidation und Korrosion.

Treten Bauteile aus Stahl oder Eisen mit Wasser in Kontakt, greift der im Wasser enthaltene Sauerstoff das Metall an. Durch den Einsatz einer Opferanode ist erst die Anode von der Oxidation betroffen. Denn diese ist korrosionsanfälliger als Stahl oder Eisen. Die zentrale Funktion liegt demzufolge im Schutz vor Rost und Korrosionsschäden.

Typische Anwendungsgebiete

Zu finden ist diese Form der Anode nahezu überall, wo Wasser und Metall aufeinander treffen. Vor allem in der Schifffahrt findet sie Anwendung. Angebracht an der Außenwand des Schiffes fördert Sie die Langlebigkeit der Schiffswände und schützt diese vor Schäden durch voranschreitendes Verrosten.

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Verwendung in Warmwasserspeichern

Auch der hauseigene Warmwasserspeicher ist ein typisches Einsatzgebiet, um die Innenwände des Speichers vor Korrosion zu schützen. Denn diese stehen in ständigem Kontakt zum Wasser. Besonders in einem Trinkwasserspeicher ist die Anode wichtig. Denn bei Korrosion der Innenwände entstehen metallische Ablagerungen, die das Trinkwasser verunreinigen. Umso wichtiger ist es, die Anode regelmäßig zu warten und auszutauschen.

Wie verläuft die Wartung einer Magnesiumanode?

Die Wartung einer Magnesiumanode ist wenig komplex und erfordert wenig handwerkliches Geschick. Eine jährliche Kontrolle ist empfehlenswert, um den Zustand des Bauteils zu prüfen. Bis auf dieses Vorgehen sind keine weiteren Wartungsarbeiten notwendig.

Korrosionen lösen die Magnesiumanode langsam auf. Regelmäßige Kontrollen helfen dies rechtzeitig zu vermeiden.

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Wann ist ein Austausch ratsam?

Die Lebensdauer einer Magnesium-Schutzanode beträgt ungefähr fünf Jahre. Stellen Heizungsbesitzer jedoch bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein bereits auftretendes Auflösen des Materials fest, empfiehlt es sich die Magnesiumanode umgehend zu wechseln. Denn beschädigte Anoden schützen den Kessel oder Trinkwasserspeicher nicht ausreichend vor Rost.

Wer verkauft entsprechende Modelle?

Anoden können Heizungsbesitzer direkt beim Hersteller kaufen. Zu beachten ist, dass die Größe von Hersteller zu Hersteller abweicht. Beispielsweise sind für Heizkessel von Buderus unternehmenseigene Modelle erhältlich. Es lohnt sich zudem, vorab einen Blick auf die Garantie der Heizung zu werfen. Denn einige Hersteller verpflichten zur Nutzung von Original-Ersatzteilen, damit die Garantie nicht verfällt.

Bei Unsicherheit gilt: Fragen Sie lieber den Heizungsmonteur Ihres Vertrauens nach der Prüfung Ihrer Anode.