Durchlauferhitzer Dusche

Durchlauferhitzer sind eine beliebte Wahl für die Warmwasserversorgung in Duschen. Im Gegensatz zu Warmwasserspeichern erhitzen sie das Wasser direkt beim Durchfluss, was eine sofortige Versorgung ermöglicht. Dieser Beitrag erklärt Anschluss, Leistung und Stromverbrauch.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Durchlauferhitzer erhitzen das Wasser beim Durchfluss, ohne einen Speicher zu benötigen.
  • Es gibt elektrische und gasbetriebene Geräte.
  • Für die Dusche empfiehlt sich meist ein Gerät zwischen 21 und 27 Kilowatt.
  • Leistungsstarke Geräte benötigen einen Starkstromanschluss mit 400 Volt.
  • Starkstromgeräte dürfen ausschließlich von einem Fachmann installiert werden.

Elektrische und Gas-Durchlauferhitzer

Bei Durchlauferhitzern für Duschwasser lassen sich zwei Arten unterscheiden: elektrische Geräte und solche, die an eine Gasheizung angeschlossen sind. Elektrische Durchlauferhitzer nutzen Strom, sind einfach zu installieren, benötigen keinen Gasanschluss und erwärmen das Wasser schnell. Sie sind oft kompakt und ideal für kleinere Wohnungen oder einzelne Zapfstellen. Ein Nachteil sind die höheren Betriebskosten, da Strom meist teurer ist als Gas. Gasdurchlauferhitzer verwenden Erd- oder Flüssiggas, sind im Betrieb oft günstiger und können große Wassermengen schnell erhitzen, benötigen aber einen Gasanschluss und eine ordnungsgemäße Belüftung, was die Installation aufwendiger macht.

Welche Spannung wird benötigt?

Volt ist die Maßeinheit für die elektrische Spannung und gibt an, welche Spannung ein Durchlauferhitzer zum Betrieb benötigt. In Haushalten sind meist Geräte für 230 Volt (Einphasenwechselstrom) oder 400 Volt (Dreiphasenwechselstrom) ausgelegt. Die Spannung muss zur Elektroinstallation des Hauses passen. Für leistungsstarke Geräte muss die Installation gegebenenfalls angepasst werden. Leistungsstarke Modelle für Duschen und mehrere Zapfstellen benötigen in der Regel Starkstrom mit 400 Volt, während kleinere Geräte oft mit dem normalen Haushaltsstrom von 230 Volt auskommen.

Wie viel Leistung braucht das Gerät?

Kilowatt ist die Maßeinheit für die Leistung und gibt an, wie viel Energie der Durchlauferhitzer pro Zeiteinheit verbraucht. Haushaltsgeräte haben in der Regel eine Leistung zwischen 18 und 27 Kilowatt. Eine höhere Kilowattzahl bedeutet mehr Heizleistung und eine schnellere Erwärmung des Wassers, was besonders bei Duschen wichtig ist, aber auch einen höheren Stromverbrauch zur Folge hat. Für einen normalen Haushalt liegt die optimale Leistung meist zwischen 21 und 27 Kilowatt. Ist die Leistung zu gering, kann das warme Wasser während des Duschens lauwarm oder kalt werden, weshalb Sie gut abwägen sollten, was Ihnen wichtiger ist.

Größen und Arten

Es gibt verschiedene Varianten und Größen. Einige Geräte bereiten größere Mengen Warmwasser auf und können mit mehreren Zapfstellen ausgestattet sein, etwa für Dusche, Badewanne und Waschbecken, wobei die Temperatur überall gleich gehalten wird. Andere besitzen nur eine oder zwei Zapfstellen, und es gibt kleine Minidurchlauferhitzer, die jedoch nicht für größere Wassermengen geeignet sind. Für die Dusche ist die Mindestleistung entscheidend: Unter 18 Kilowatt wird es im Winter eng, weil das Leitungswasser dann nur rund 6 Grad hat. Als Faustregel gilt: 18 Kilowatt für eine Sparbrause, 21 bis 24 Kilowatt für eine Regendusche oder wenn zwei Zapfstellen gleichzeitig laufen sollen. Bei elektrischen Geräten wird die Heizleistung meist stufenlos oder über fest programmierte Werte eingestellt.

Anschluss und Installation

Ob Sie einen Durchlauferhitzer selbst anschließen können, hängt in erster Linie davon ab, ob es sich um ein Gerät mit 230 Volt oder mit Starkstrom (400 Volt) handelt. Ein 230-Volt-Gerät reicht für einen normalen Haushalt oft aus und lässt sich mit den nötigen Kenntnissen und unter Beachtung der Anleitung selbst installieren. Bei einem Starkstromgerät ist das nicht zulässig: Hier ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Installation ausschließlich durch einen Fachmann erfolgt. Wichtig ist zudem der richtige Platz: In der Dusche sollte das Gerät oberhalb der Brause angebracht werden, damit es nicht nass wird, und generell muss es vor Feuchtigkeit geschützt sein.

Stromverbrauch und Auswahl

Der Stromverbrauch hängt wesentlich von der Leistung ab. Bei einem leistungsstarken Gerät können die jährlichen Kosten je nach Haushaltsgröße von etwa 50 Euro für einen Ein-Personen-Haushalt bis zu rund 200 Euro für eine große Familie reichen. Das sind allerdings nur ungefähre Richtwerte. Durchlauferhitzer für die Dusche werden regelmäßig getestet, wobei moderne, elektronisch geregelte Starkstromgeräte mit Digitalanzeige in solchen Tests gut abschneiden. Bei der Auswahl sollten Sie neben dem Preis vor allem auf die passende Leistung, die Regelung und die Kompatibilität mit Ihrer Elektroinstallation achten. Eine Alternative wird dabei oft übersehen: Ein Gerät direkt an der Dusche spart Leitungsverluste und das Warmhalten eines Speichers, erkauft die Wärme aber zum vollen Strompreis. Wo bereits eine zentrale Warmwasserbereitung mit Gas oder Wärmepumpe existiert, ist die dezentrale Lösung fast immer die teurere.

Zusammengefasst ist der Durchlauferhitzer eine platzsparende und effiziente Lösung für die Warmwasserversorgung in der Dusche, da er das Wasser nur bei Bedarf und ohne Speicherverluste erhitzt. Entscheidend für den Komfort ist die richtige Leistung: Für die Dusche ist meist ein Gerät zwischen 21 und 27 Kilowatt sinnvoll, das in der Regel einen Starkstromanschluss benötigt. Achten Sie auf eine zur Elektroinstallation passende Auslegung und lassen Sie Starkstromgeräte unbedingt vom Fachmann installieren, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist. So genießen Sie zuverlässig warmes Wasser bei kalkulierbaren Betriebskosten.

Bei der Entscheidung zwischen einem elektrischen und einem gasbetriebenen Gerät spielen die vorhandenen Anschlüsse, die laufenden Kosten und der Warmwasserbedarf eine Rolle. Wo ein Gasanschluss vorhanden ist und viel Warmwasser benötigt wird, kann ein Gasdurchlauferhitzer im Betrieb günstiger sein, während ein elektrisches Gerät einfacher zu installieren ist. Für die Auswahl zählt vor allem die Leistung, denn sie bestimmt den möglichen Durchfluss: Ein 18-Kilowatt-Gerät schafft im Winter bei kaltem Zulaufwasser nur rund 8 Liter je Minute, ein 24-Kilowatt-Gerät gut 10.

Denken Sie schließlich daran, dass ein Durchlauferhitzer nur so effizient arbeitet, wie er zum tatsächlichen Bedarf passt. Eine bedarfsgerechte Auslegung und ein bewusster Umgang mit warmem Wasser helfen, die Betriebskosten niedrig zu halten.