Strom-Heizkörper vor einer gestreiften Wand

Die einen schätzen Elektroheizungen für ihre saubere und einfache Nutzung, die anderen fürchten wegen des Stroms als Energieträger höhere Energiekosten. Wir stellen die verschiedenen Arten von Strom-Heizkörpern vor, um Ihnen die Wahl des passenden Modells zu erleichtern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zu den Strom-Heizkörpern zählen Infrarotheizungen, Elektroradiatoren, Heizlüfter, elektrische Handtuchheizungen und Heizmatten für den Boden.
  • Sie sind flexibel, ohne großen Installationsaufwand einsetzbar und eignen sich gut als Zusatzheizung oder für selten genutzte Räume.
  • Da sie mit Strom heizen und dieser deutlich teurer ist als Gas, sind die Betriebskosten hoch. Als Stromdirektheizung sind sie nicht förderfähig.

Die Infrarotheizung

Die Infrarotheizung gibt Strahlungswärme ab, deren Wirkung mit der warmen Sonnenstrahlung verglichen wird. Nicht die Luft wird erwärmt, sondern die Objekte im Raum nehmen die Wärme auf und geben sie wieder ab, was ein angenehmes Wohnklima schafft. Ein typischer Infrarotheizkörper benötigt nur eine Steckdose, sodass aufwendige Installationsarbeiten entfallen, und ist bereits ab rund 100 Euro erhältlich. Beim Kauf haben Sie die Wahl zwischen schlichten, flachen Varianten und dekorativen Modellen, die sich als Bild oder Objekt optisch in den Raum einfügen.

Elektroradiatoren

Elektroradiatoren sind verhältnismäßig schwer, aber in gewissen Grenzen mobil, da sie oft über Rollen verfügen und sich bedarfsgerecht aufstellen lassen. Optisch ähneln sie klassischen Wandheizkörpern, sind aber nicht primär für die feste Montage gedacht. In ihrem Inneren wird meist ein Öl erhitzt, ältere Modelle waren mit Wasser gefüllt. Typische Anwendungen sind Wochenendhäuser, der Einsatz als Zusatzheizung zur Ergänzung einer Zentralheizung oder die vorübergehende Nutzung bei Umbauten. Je nach Ausführung erreichen die Geräte Leistungen von über 2.000 Watt, wobei die Betriebskosten im Vergleich zur Ölheizung und Gasheizung hoch ausfallen.

Heizlüfter

Für kleine Räume oder das Badezimmer eignen sich kompakte Heizlüfter, die bereits ab etwa 30 Euro erhältlich sind. Viele Modelle bieten mehrere Stufen, etwa 1.000 und 2.000 Watt sowie einen reinen Gebläsebetrieb, und lassen sich über einen Temperaturregler steuern. Sparsame Geräte schalten sich beim Erreichen der gewünschten Temperatur ab, sodass kein dauerhafter Energieverbrauch entsteht. Heizlüfter sind vor allem für die schnelle, kurzzeitige Erwärmung gedacht.

Handtuchheizungen und Heizmatten

Für das Badezimmer sind an der Wand befestigte Strom-Heizkörper beliebt, die sich zugleich als elektrische Handtuchheizung nutzen lassen und in schlichter wie in dekorativer Ausführung erhältlich sind. Ihr Vorteil ist, dass sie sich auch bei einem nachträglichen Badausbau ohne umfangreiche Installation dezentral realisieren lassen. Für angenehme Wärme von unten sorgen Heizmatten, die auf dem Boden verlegt werden und keinen Anschluss an das Heizungswasser benötigen. Beim Kauf sollten Sie auf ein Prüfsiegel achten und die Leistung je Fläche passend zum Bodenbelag wählen, damit dieser der Wärme standhält. Bei einer Flächenleistung von rund 100 Watt je Quadratmeter entstehen grob 50 Euro Materialkosten je Quadratmeter.

Betriebskosten und Förderung

Bei allen Strom-Heizkörpern ist zu bedenken, dass Strom je Kilowattstunde ein Vielfaches von Gas kostet, weshalb die laufenden Kosten trotz der günstigen Anschaffung hoch ausfallen. Als reine Stromdirektheizungen sind diese Geräte zudem nicht über die Heizungsförderung förderfähig. Wirtschaftlich sinnvoll sind sie daher vor allem als Zusatzheizung, für selten genutzte Räume oder in sehr gut gedämmten Gebäuden mit geringem Wärmebedarf.

Fazit

Zusammengefasst bieten Strom-Heizkörper von der Infrarotheizung über Elektroradiatoren und Heizlüfter bis zur Handtuchheizung und Heizmatte eine flexible, einfach zu installierende Wärmequelle, die sich vor allem als Zusatzheizung oder für einzelne Räume eignet. Ihre Stärken sind die geringen Anschaffungskosten und der Verzicht auf aufwendige Installation. Ihr entscheidender Nachteil sind die hohen Betriebskosten, da Strom deutlich teurer ist als andere Energieträger, sowie die fehlende Förderfähigkeit als Stromdirektheizung. Wer sie gezielt dort einsetzt, wo dauerhaftes Heizen nicht nötig ist, oder in einem sehr gut gedämmten Haus, kann ihre Vorteile nutzen und die Stromkosten in Grenzen halten.

Wer dauerhaft mit Strom heizen möchte, sollte die Elektroheizung stets im Zusammenhang mit der Dämmung und dem Wärmebedarf des Gebäudes betrachten. In einem schlecht gedämmten Haus führen Strom-Heizkörper schnell zu sehr hohen Kosten, während sie in einem Passiv- oder Niedrigenergiehaus mit geringem Bedarf durchaus wirtschaftlich sein können. Eine Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage kann die Stromkosten zusätzlich senken, da ein Teil des Bedarfs mit selbst erzeugtem Strom gedeckt wird.

Zusammengefasst bieten Strom-Heizkörper von der Infrarotheizung über Elektroradiatoren und Heizlüfter bis zur Handtuchheizung und Heizmatte eine flexible, einfach zu installierende Wärmequelle, die sich vor allem als Zusatzheizung oder für einzelne Räume eignet. Ihre Stärken sind die geringen Anschaffungskosten und der Verzicht auf aufwendige Installation. Ihr entscheidender Nachteil sind die hohen Betriebskosten und die fehlende Förderfähigkeit als Stromdirektheizung. Wer sie gezielt dort einsetzt, wo kein dauerhaftes Heizen nötig ist, kann ihre Vorteile nutzen.

Bei der Auswahl eines Strom-Heizkörpers lohnt sich der Blick auf einen guten Thermostat und, wo möglich, eine programmierbare Steuerung, da diese unnötigen Verbrauch vermeidet. Ein Gerät, das nur dann heizt, wenn tatsächlich Wärme benötigt wird, senkt die Betriebskosten spürbar. Wichtig ist außerdem die passende Dimensionierung: Ein zu leistungsschwaches Gerät läuft dauerhaft auf Volllast, während ein passend ausgelegtes Modell die gewünschte Temperatur effizienter hält und sich nach dem Erreichen der Solltemperatur abschaltet.