Elektrische Handtuchheizung oder wasserführende? | Kesselheld

Elektrische Handtuchheizung oder wasserführende?

handtuchheizung frontalansicht im privaten badezimmer
Bei Handtuchheizungen lassen sich zwei Grundtypen unterscheiden: Es gibt zum einen Warmwasserheizungen, die zugleich als Raumheizung und zum Trocknen der Handtücher dienen. Diese funktionieren mit dem gleichen Brennstoff wie die Zentralheizung auch. Zum Anderen gibt es elektrische Handtuchheizungen. Beide Modelle gehen mit dem gleichen Vorteil einher: Sie können Ihre Handtücher gezielt und rasch trocknen, sodass
Sie diese zeitnah wiederverwenden können. Was die laufenden Kosten sowie den Installationsaufwand angeht, unterscheiden sich die beiden Systeme jedoch wesentlich.

Elektrischer und Warmwasserheizkörper im Vergleich

Vergleichskriterium

Elektrischer Badheizkörper

Warmwasser-Heizkörper

Installationsaufwand Geringe bis keine Installationskosten, da der Heizkörper wie übliche Haushaltsgeräte an die Steckdose angeschlossen werden kann. Die Installation ist von einem Heizungsinstallateur durchführen zu lassen, da der Badheizkörper über ein Verrohrungssystem an die Zentralheizung angeschlossen werden muss.
Laufende Kosten Eine Kilowattstunde Strom kostet derzeit rund 20 Cent. Damit ist die elektrische Variante rund doppelt so teuer wie ein Handtuchheizkörper, der mit Gas betrieben wird. An ein Heizungssystem mit Öl oder Gas angeschlossene Systeme sind deutlich günstiger als elektrische Handtuchwärmer.
Umweltfreundlichkeit Anders als bei Öl oder Gas handelt es sich bei Strom um keinen Primärbrennstoff. Strom wird meist in Atom- oder Kohlekraftwerke erzeugt und dann in Wärmeenergie umgewandelt. Das Heizen mit Strom ist deshalb vergleichsweise belastend für die Umwelt. Wasserführende Systeme bieten eine umweltfreundlichere Alternative zum elektrischen Handtuchwärmer. Wird der Badheizkörper an eine Wärmepumpe, eine Pelletheizung oder ein anderes System mit regenerativen Brennstoffen angeschlossen, verbessert sich die Umweltbilanz.

Warmwasser: Besondere Form von Handtuchheizungen

Warmwasser-Handtuchheizungen unterscheiden sich in der Konstruktion von gewöhnlichen Heizkörpern. Genau wie herkömmliche Heizkörper auch dienen sie als Wärmeausgabegerät meist einer Öl- oder Gasheizung. Sie sind nicht klein und robust gebaut, sondern zeichnen sich durch eine längliche und hohe Bauweise aus. Auf diese Weise eignen sie sich, um große Handtücher zu positionieren. Zugleich haben Sie hinter dem Heizkörper mit seiner schlanken Konstruktion ausreichend Platz, sodass Sie Handtücher bequem über die Heizstangen hängen können.

Die Röhren ordnen die Hersteller unterschiedlich an. Sie können beispielsweise eine Handtuchheizung mit großen und kleinen Abständen zwischen den Röhren kaufen. Optisch attraktive Modelle gefallen mit außergewöhnlichen Anordnungen: Die Produzenten installieren unter anderem geschwungene Rohre oder Rohre in Schneckenform.

Vor- und Nachteile eines elektrischen Handtuchwärmers

Von der Bauweise ähnelt ein elektrischer Handtuchwärmer den Warmwasser-Modellen. Der Unterschied liegt im Energieträger: Sie erzeugen die Wärme mit Strom. Dabei zählt die Elektroheizung zu den teuersten Heizsystemen. So kostet die Kilowattstunde Strom derzeit dreimal so viel wie die Kilowattstunde Gas.

Beim Kauf müssen Sie sich entscheiden, ob der Handtuchwärmer zugleich als einziger Heizkörper im Bad fungieren soll. In diesem Fall benötigen Sie eine leistungsstarke Handtuchheizung. Ansonsten reicht ein Elektro-Handtuchtrockner mit kleinerer Leistung. Der Preis für eine elektrische Handtuchheizung mit geringer Kapazität liegt im niedrigen dreistelligen Bereich.

Anschlusskosten müssen Sie nicht einplanen, hierin liegt der wesentliche Vorteil. Sie müssen das Gerät ausschließlich an eine Steckdose anschließen, zum Befestigen genügt ein Bohrer. Elektrische Handtuchwärmer eignen sich für alle, bei denen die Installation oder der Austausch eines gewöhnlichen Heizkörpers aus Kostengründen keinen Sinn ergibt. Mangelnder Platz kann ebenfalls für einen elektrischen Badheizkörper sprechen.

Rein elektrischer Badheizkörper zum Trocknen und Beheizen

Wollen Sie mit der elektrischen Heizung den kompletten Raum beheizen, sollten Sie die hohen Betriebskosten beachten. Die laufenden Kosten einer elektrischen Heizung sind etwa dreimal so hoch wie die einer Gastherme. Diese Variante sollte Sie daher nur in Betracht ziehen, wenn der Einbau einer Zentralheizung nicht realisierbar ist oder aus finanziellen Erwägungen nicht infrage kommt.

Manche Bäder sind so klein und nachteilig geschnitten, dass sich kaum eine gewöhnliche Heizung montieren lässt. Müssen Sie zudem erst Leitungen verlegen lassen, kostet der Einbau eines Heizkörpers viel Geld. Bei der Anschaffung einer elektrischen Heizung stemmen Sie deutlich geringere Kosten, die Kosten für einen Heizungsbauer entfallen, da der Elektroheizkörper lediglich an die Steckdose angschlossen werden muss. Bestenfalls erledigen Sie das Trocknen der Handtücher und das Beheizen jedoch mit einer Warmwasser-Handtuchheizung oder nutzen ein zusätzliches elektrisches Heizgerät ausschließlich zum Handtuchtrocknen. Beim Trocknen halten sich die Stromkosten in Grenzen, weil Sie weniger Leistung brauchen und das Gerät nur für kurze Zeiträume anstellen müssen.