Für die Beheizung von Räumen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von der Fußbodenheizung über die Wandheizung bis zum Infrarotheizkörper. Wir stellen den Unterflurkonvektor vor, der vor allem bei großen Fensterflächen zum Einsatz kommt und dort den Kaltluftabfall vor der Scheibe verhindert.

Unterflurkonvektor

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Unterflurkonvektor ist im Boden eingelassen und erzeugt vor großen Glasfronten eine Wärmewand, die den Kaltluftabfall verhindert, ohne die Optik zu stören.
  • Er dient meist als Ergänzung zu einer Fußboden- oder Wandheizung. Modelle mit Gebläse geben die Wärme schnell ab, verursachen aber einen hörbaren Luftstrom und Stromkosten.
  • Individuelle Formen ermöglichen die Anpassung an Rundungen und Winkel. Die Preise liegen je nach Größe und Leistung grob zwischen rund 580 und 800 Euro.

Aufbau und Einsatzgebiete

Diese Konvektorart ist in unterschiedlichen Größen und Formen erhältlich. Die in den Boden eingelassenen Geräte erzeugen eine Wärmewand und verhindern so kalte Bereiche. Früher wurden sie vor allem in Geschäften und öffentlichen Gebäuden eingesetzt, dank günstiger werdender Preise finden sie heute auch in Privathaushalten Anwendung. Meist dienen sie nicht als alleinige Heizung, sondern werden mit einer Fußbodenheizung oder einer Wandheizung kombiniert. Achten Sie bei der Auswahl auf energiesparende und geräuscharme Modelle.

Vorteile bei großen Glasfronten

Moderne Räume haben oft großflächige Glasfronten, die ansprechend aussehen und Sonnenlicht hereinlassen, im Winter aber eine Schwachstelle bei der Wärmedämmung sind. Zudem lässt sich ein klassischer Wandheizkörper an Glaswänden kaum anbringen und würde die Optik stören. Ein Unterflurkonvektor löst dieses Problem: Direkt vor der Glasfront angebracht, beugt er dem Kaltluftabfall vor der Scheibe vor. Er liegt versteckt in einem Bodenkanal und ist durch einen trittfesten Rost gesichert, sodass er optisch kaum auffällt.

Anpassungsfähigkeit

Im Fachhandel sind individuelle Lösungen erhältlich, mit denen sich Rundungen, Winkel und andere architektonische Besonderheiten meistern lassen. So können etwa gebogene oder gewinkelte Ausführungen, Säulenausschnitte oder Gehrungsschnitte realisiert werden. Dadurch fügt sich der Unterflurkonvektor auch in anspruchsvolle Grundrisse ein und lässt sich passgenau an die Fensterfront anpassen.

Vorteile und Nachteile

Zu den Vorteilen zählen die im Vergleich zu klassischen Heizkörpern oft günstigeren Preise, die schnelle Wärmeabgabe und die optimale Anpassung an die Raumgegebenheiten. Als Nachteile sind bei Modellen mit Gebläse die Energiekosten für den Ventilator, ein hörbarer Luftstrom sowie eine gewisse Einschränkung bei der Möblierung über dem Kanal zu nennen. Es gibt jedoch auch Ausführungen für den Niedertemperaturbereich, bei denen die Heizregister an der Fensterseite sitzen und die Wärme überwiegend passiv abgeben.

Produktbeispiele und Preise

Verschiedene Hersteller bieten Unterflurkonvektoren an, etwa Modelle mit energiesparendem Motor, niedrigem Geräuschpegel und hoher Wärmeleistung, Ausführungen für den Niedertemperaturbereich oder Varianten mit regulierbarem Luftstrom über integrierte Schieber. Ein Konvektor mit rund 110 Zentimetern Länge und etwa 390 Watt Leistung liegt preislich bei rund 580 Euro. Bei größeren Leistungen können die Preise bis zu rund 800 Euro erreichen. Rechnet man die Leistung je Kubikmeter auf einen Preis um, nähern sich die Kosten von Konvektoren und klassischen Heizkörpern einander an.

Fazit

Bei der Planung sollte bedacht werden, dass ein Unterflurkonvektor bereits im Rohbau berücksichtigt werden muss, da der Bodenkanal in den Estrich eingelassen wird. Eine nachträgliche Installation ist zwar möglich, aber deutlich aufwendiger. Wichtig ist zudem die Anbindung an das Heizsystem: Wasserführende Konvektoren werden an den Heizkreislauf angeschlossen und arbeiten besonders sparsam mit niedrigen Vorlauftemperaturen, wie sie etwa eine Wärmepumpe liefert. Modelle mit Gebläse steigern die Wärmeabgabe, benötigen dafür aber Strom für den Ventilator. Wer diese Aspekte frühzeitig mit dem Fachbetrieb klärt, erhält eine unauffällige und zugleich effiziente Ergänzung der Raumheizung.

Zusammengefasst ist der Unterflurkonvektor eine elegante Lösung, um Räume mit großen Glasfronten zu beheizen, ohne die Optik durch sichtbare Heizkörper zu stören. Er verhindert zuverlässig den Kaltluftabfall vor der Scheibe und lässt sich passgenau an anspruchsvolle Grundrisse anpassen. Zu bedenken sind bei Gebläsemodellen der hörbare Luftstrom und die Stromkosten für den Ventilator, während wasserführende Ausführungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten. Als Ergänzung zu einer Flächenheizung ist der Unterflurkonvektor eine funktionale und unauffällige Wärmequelle, die gerade in modernen, offen gestalteten Räumen ihre Stärken ausspielt.

Insgesamt lohnt es sich, den Einsatz eines Unterflurkonvektors frühzeitig in die Bau- oder Sanierungsplanung einzubeziehen, da der Bodenkanal in den Estrich integriert werden muss. Wer die Anbindung an ein effizientes Heizsystem wie eine Wärmepumpe berücksichtigt, erhält eine komfortable und zugleich sparsame Lösung für Räume mit großen Glasflächen.

Unterflurkonvektoren werden bündig in den Boden eingelassen und geben ihre Wärme über die aufsteigende erwärmte Luft ab, weshalb sie sich besonders vor bodentiefen Fenstern und großen Glasfronten eignen. Sie lassen sich mit oder ohne integrierten Ventilator betreiben, wobei ein Ventilator die Wärmeabgabe beschleunigt und auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen für eine gute Leistung sorgt. Dadurch sind Unterflurkonvektoren mit Ventilator auch für den Betrieb mit einer Wärmepumpe geeignet.

Auch die spätere Reinigung sollte bedacht werden, da sich im offenen Bodenkanal mit der Zeit Staub und Schmutz ansammeln können. Ein gut zugänglicher, herausnehmbarer Rost erleichtert die Pflege und trägt dazu bei, dass der Konvektor dauerhaft zuverlässig arbeitet und die Wärme ungehindert abgeben kann.