Terrassenheizung: Arten und Spartipps | Kesselheld

Terrassenheizung: Arten und Spartipps

Wenn Sie im Früh- oder Spätsommer abends mit Freunden gesellig auf der Terrasse sitzen, ist eine Terrassenheizung von Vorteil. Sie sorgt an kühlen Abenden für eine angenehme Wärme und lässt die Nacht zum Tage werden. Beim Kauf einer solchen Heizung haben Sie drei Optionen: gasbetriebene, elektronische und holzbetriebene Varianten. Wir stellen Ihnen die Konstruktionsformen, die Funktionsweisen und die Eigenschaften vor.

Der Heizpilz – gasbetriebene Heizstrahler für lauschige Abende

Terrassenheizer mit Gas verfügen meistens über eine Höhe von 1,5 bis 2,3 Metern. Die Gasflasche befindet sich in Bodennähe und ist hinter einer schützenden Abdeckung versteckt.

Terrassenheizung in Form von einem Heizpilz
Der Austausch ist mit wenigen Handgriffen bewerkstelligt. Bevor Sie den Heizstrahler einschalten, ist der Hahn der Gasflasche aufzudrehen. Im Anschluss können Sie die Flamme entzünden. Wie alle Gasheizungen erwärmt auch dieser Heizstrahler die Umgebungsluft. Damit die Energie nicht ungenutzt entweicht, ist der Einsatz auf einer überdachten oder an den Seiten geschlossenen Terrasse vorteilhaft.
Achten Sie jedoch auf einen ausreichenden Mindestabstand zu brennbaren Objekten. Entsprechende Angaben finden Sie in den Betriebsunterlagen des jeweiligen Herstellers. Die Überdachung ist aufgrund des Schutzes gegen Regen bei den meisten Geräte zwingend erforderlich.

So sparen Sie beim Terrassenheizer Gas

Ein Nachteil von Gasheizungen für die Terrasse ist der relativ hohe Energieverbrauch. Trotz einer schützenden Umbauung geht verhältnismäßig viel Wärme verloren, was sich vor allem beim häufigen Einsatz negativ auswirkt.

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Moderne Öko-Brenner reduzieren den Energiebedarf um rund 50 bis 80 Prozent. Gleichzeitig sinken die CO2-Emissionen. Dies ist auch ein Vorteil für die Umwelt. Ein Produktbeispiel ist die für 99 Euro erhältliche Activa Bolly Terrassenheizung mit Gas. Ihre Leistung beträgt 5 kWp bis 8,3 kWp.

Strombetriebene Heizstrahler als Terrassenheizung nutzen

Wird der Terrassenheizer mit Strom betrieben, dann befinden sich im Inneren Heizelemente, die durch die Elektrizität zu glühen beginnen. Aufgrund dieser Hitze erwärmt sich die Umgebung. Da die Geräte kabelgebunden sind, eignen sie sich vor allem für die feste Installation, beispielsweise im Wintergarten oder auf der überdachten Terrasse. Achten Sie auf die Angaben in den Betriebsanleitungen. Oftmals ist auch der Einsatz in Innenräumen möglich. Schrauben Sie gelegentlich in der Garage am Auto oder haben Sie eine Werkstatt eingerichtet, können Sie auch dort die Terrassenheizung nutzen.

Die Energieversorgung erfolgt elektrisch, weswegen ein geeigneter Stromanschluss in der Nähe erforderlich ist. Der Einsatz eines Verlängerungskabels muss den gängigen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Achten Sie dabei auf die Höchstleistungszahlen. Für besonders leistungsintensive Geräte ist eine einfache Haushaltssteckdose nicht ausreichend. Hier sind stärkere Anschlüsse notwendig.

Effektiv und komfortabel: Infrarotheizungen für die Terrasse

Eine Terrassenheizung mit Infrarotstrahlung gilt als energiesparend. Sie erwärmt nicht die Umgebungsluft, sondern die sich in der Nähe befindlichen Objekte. Sitzen Sie in der Nähe des Heizstrahlers, spüren Sie eine angenehme Wärme und genießen den Abend. Für die Terrassenheizung ist ein Stromanschluss erforderlich.

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Die meisten Geräte sind für die Montage an der Wand oder an einer Decke geeignet. Sie werden in einer Höhe von rund 2,50 Metern aufgehängt und nach unten ausgerichtet. Dadurch ist es möglich, mit einem rund 50 Zentimeter großen Gerät den an einem Gartentisch sitzenden Gästen angenehme Wärme zu bescheren.

Der VASNER Infrarotstrahler kostet 299 Euro, die Leistungsaufnahme beträgt 2.000 Watt. Für Festlichkeiten können Sie in einigen Baumärkten einen Terrassenstrahler mieten.

Der Klassiker: Terrassenheizung mit Holz

Um Wärme zu erzeugen, ist Holz ein nachhaltiger Rohstoff. Zünden Sie in einer Feuerschale ein Lagerfeuer an, erhalten Sie für mehrere Stunden eine zuverlässige Wärmequelle. Ein Nachteil ist die Rauchentwicklung. Vorteilhaft ist die Möglichkeit, das Lagerfeuer als Grill für Würsten oder Stockbrot zu nutzen. Sie können diese Terrassenheizung auch selber bauen, lediglich eine feuerfeste Schale und eine sichere Unterkonstruktion sind erforderlich.