In diesem Beitrag betrachten wir das breite Feld der Konvektoren. Diese Wärmeerzeuger nutzen warme Luft zur Beheizung des Haushalts. Wir erläutern Arten, Anwendungsbereiche und Kauftipps dieser Heizvariante.

Konvektorheizung

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Konvektorheizung ist eine elektrische Direktheizung, die über das Prinzip der Konvektion warme Luft aufsteigen lässt und so den Raum erwärmt.
  • Sie eignet sich gut zum schnellen Beheizen kleiner Räume oder als Übergangslösung, etwa im Wintergarten. Als Unterflurkonvektor bleibt sie nahezu unsichtbar.
  • Da sie mit Strom heizt, sind die Betriebskosten hoch, denn Strom kostet ein Vielfaches von Gas. Als Hauptheizung ist die Konvektorheizung daher nur eingeschränkt geeignet und nicht förderfähig.

Was ist eine Konvektorheizung?

Eine Konvektorheizung ist eine elektrische Form der Direktheizung. Diese Heizungssysteme nutzen das Prinzip der Konvektion: Durch die Strömungsbewegung der erwärmten Luft wird der Raum auf Temperatur gebracht. Der Konvektor kommt vor allem dort zum Einsatz, wo kein starker Heizluftstrom entstehen soll, und seine Bauart gleicht dem Auftriebsschacht eines Kamins. Warme Luft steigt nach oben, während kalte Luft am Boden nachströmt.

Funktion

Konvektorheizungen machen sich die Thermik zunutze: Aufgrund seiner Bodennähe zieht der Konvektor kalte Luft ein, die an den erhitzten Heizdrähten vorbeistreicht und sich erwärmt. Ist die Luft ausreichend warm, steigt sie nach oben und tritt aus dem Konvektor aus, wobei die Luft als Trägermedium dient. Deshalb zählt der Konvektor zur Gattung der Luftheizung. Kleinere Räume lassen sich so schnell erwärmen, und für den Betrieb genügt eine einfache Steckdose, etwa im Wintergarten oder als Behelfslösung in einem Raum ohne Heizkörper. Eine Frostwächterfunktion verhindert das Unterschreiten einer eingestellten Mindesttemperatur.

Leistung und Betriebskosten

Welche Konvektorheizung geeignet ist, richtet sich nach der Raumgröße. Für einen Raum mit rund 25 Quadratmetern ist eine Heizung mit etwa 2.000 bis 2.500 Watt nötig, bei gutem Energieeffizienzstandard genügen rund 1.000 bis 1.500 Watt. Da ein Konvektor mit Strom heizt, fallen neben den Anschaffungskosten vor allem Stromkosten an, die von der Wattzahl abhängen. Hier liegt der wesentliche Nachteil: Strom ist deutlich teurer als Gas oder Holz, sodass die Betriebskosten hoch sind. Für den Dauerbetrieb als Hauptheizung ist die Konvektorheizung daher wenig wirtschaftlich, und als reine Stromdirektheizung ist sie nicht über die Heizungsförderung förderfähig. Über das Gebäudemodernisierungsgesetz hinaus ist zudem vorgesehen, den Einsatz reiner Stromdirektheizungen weiter einzuschränken. Diese Regelung ist jedoch noch nicht in Kraft. Meist verfügen Konvektoren über Thermostate, die eine genaue Anpassung der Heizleistung erlauben.

Anwendungsmöglichkeiten

Konvektoren gibt es nicht nur als kleine, mobile Geräte auf Rollen, sondern auch zum Einbau in den Fußboden. Ein solcher Unterflurkonvektor wird meist vor Fenstern oder Türen eingebaut, um eine unsichtbare Wand aus Heizluft aufzubauen und den Innenraum vor kalter Außenluft zu schützen. Bei dieser Bauart ist eine trittsichere Abdeckung wichtig, die den Konvektor und die Bewohner schützt. So lässt sich die Heizung nahezu unsichtbar integrieren, was gerade bei bodentiefen Fenstern geschätzt wird.

Eine Konvektorheizung kaufen

Beim Kauf sind vor allem die Raumgröße, die benötigte Leistung und die gewünschten Funktionen zu berücksichtigen. Kleine Konvektoren sind bereits ab rund 20 Euro erhältlich, erbringen aber meist nur eine geringe Heizleistung und verbrauchen viel Strom. Zuverlässige Modelle gibt es ab etwa 50 Euro, teils mit zusätzlichen Komfortfunktionen. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf verschiedene Modelle und Tests der Heizungsanlagen zu vergleichen und auf einen niedrigen Stromverbrauch sowie eine gute Regelbarkeit zu achten, um die Betriebskosten möglichst gering zu halten.

Fazit

Sinnvoll ist die Konvektorheizung vor allem dort, wo nur selten oder kurzzeitig geheizt werden muss, etwa in einem Gästezimmer, einem Hobbyraum oder einem Wintergarten. Für solche Anwendungen sind die geringen Anschaffungskosten und die einfache Inbetriebnahme über die Steckdose klare Vorteile. Wer dagegen einen Raum dauerhaft beheizen möchte, sollte die hohen Stromkosten gegen die Anschaffung einer effizienteren Heizung abwägen. In gut gedämmten Gebäuden kann eine Kombination aus Wärmepumpe und Flächenheizung langfristig deutlich wirtschaftlicher sein als eine dauerhaft betriebene Stromdirektheizung.

Konvektoren geben ihre Wärme überwiegend über erwärmte, aufsteigende Luft ab, im Gegensatz zu Flächenheizungen, die vor allem mit Strahlungswärme arbeiten. Dadurch reagieren sie schnell und erwärmen einen Raum zügig, wirbeln aber auch mehr Staub auf und sorgen für eine weniger gleichmäßige Wärmeverteilung. Elektrisch betriebene Konvektoren sind günstig in der Anschaffung, im Dauerbetrieb wegen der Stromkosten aber teuer, weshalb sie sich vor allem als Zusatzheizung für selten genutzte Räume eignen. Wassergeführte Konvektoren lassen sich dagegen in ein zentrales Heizsystem einbinden. Bei wassergeführten Modellen sorgt zudem ein hydraulischer Abgleich für eine gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Heizsystem.

Zusammengefasst ist die Konvektorheizung eine flexible, schnell einsatzbereite elektrische Heizung, die sich vor allem zum Beheizen kleiner Räume oder als Übergangslösung eignet und als Unterflurkonvektor nahezu unsichtbar bleibt. Ihr entscheidender Nachteil sind die hohen Betriebskosten, da Strom deutlich teurer ist als andere Energieträger, weshalb sie sich nicht als wirtschaftliche Hauptheizung anbietet und nicht förderfähig ist. Als punktuelle Zusatz- oder Behelfsheizung leistet sie jedoch gute Dienste. Wer beim Kauf auf passende Leistung, gute Regelbarkeit und sparsamen Verbrauch achtet, hält die Stromkosten in Grenzen und nutzt die Vorteile des Konvektors gezielt.