Die Steinheizung als optischer Raumaufwerter | Kesselheld

Die Steinheizung als optischer Raumaufwerter

steinheizung als elektrische variante in weiss
Eine Steinheizung besteht aus einer Natursteinplatte, in die Heizleitungen eingearbeitet sind. Die innenliegenden Stromleiter erzeugen Infrarotwärme. Das Prinzip der Verteilung beruht auf Strahlungswärme, deren Wirkung durch Speicherung verlängert wird. Wärmestrahlen oder Wellen wirken auf feste Flächen wie Wände, Einrichtungsgegenstände und den menschlichen Körper. Neben der direkt ausgesendeten Strahlungswärme strahlt im verringerten Maß der erwärmte Steinkörper nach.

Modellvarianten

Durch die Bündelung der Wärme und einen zielgerichteten Einsatz lässt sich der verhältnismäßig teure Strom effektiv nutzen. Der Aufwand für den Aufbau und die Konstruktionsweise lassen für eine Steinheizung viele Einsatzmöglichkeiten zu. Bei geschickter Raumgestaltung verliert diese Heizungsart die erkennbare Optik als Wärmeausgabegerät. Neben frei stehenden Modellen und Wandmontage ist auch eine hängende Deckenmontage möglich.

Aufbau und Steinarten

Die elektrische Steinheizung gleicht einer Steinplatte, die rahmenlos oder mit Rahmen erhältlich ist. Im Prinzip ist jedes Naturgestein für eine Steinheizung geeignet. Die Speichereigenschaften der Gesteine unterscheiden sich jedoch. Für eine Infrarotheizung aus Stein nutzen die meisten Hersteller Kalk- oder Speckstein, Marmor und Granit. Entsprechend der Steinart und Herkunft variieren die Preise, vergleichbar mit Naturstein für Boden- und Wandverkleidungen.

Die Steinplatten besitzen eine Stärke zwischen drei und acht Zentimetern. Die Form der Infrarot Steinheizung reicht von einfachen Rechtecken über abgerundete, halbrunde bis zu symmetrischen oder asymmetrischen Schnittmustern. Die Befestigung erfolgt mit einer Aufhängevorrichtung an einer Wand oder waagerecht unter der Decke hängend. Mobile Heizungen verfügen über einen Standrahmen und sind häufig mit Rollen an der Unterseite versehen.

Vorteile der Technik

Ihre elektrische Steinheizung gehört bezüglich Montage und Versorgung zu den anspruchslosesten Heizgeräten.

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Außer einer stabilen Wand und einem herkömmlichen Haushaltsstromanschluss wie einer Steckdose sind keine weiteren Voraussetzungen zu erfüllen. Diese Freiheit von Abgassystem oder Versorgungsanschlüssen erlaubt Ihnen, die Steinheizung ausschließlich nach einrichtungs- und energierelevanten Gesichtspunkten zu platzieren.

Dazu kommt die geringe Tiefe, die einschließlich der Halterungen bei etwa zehn Zentimetern liegt. Da die Wirkung der Wärmestrahlen auf etwa vier Meter begrenzt ist, kann bei der Planung entsprechend vorgegangen werden. Die einfache Montage und die relativ geringen Anschaffungskosten können als ergänzendes oder alleiniges Heizsystem konzipiert werden.

Maximal aufgeheizte Steinoberflächen können bis zu neunzig Grad Celsius erreichen, sodass beispielsweise Konstruktionshöhen außerhalb von Kindererreichbarkeit wichtig sind.

Einsatzmöglichkeiten und Effektivität einer Steinheizung

Steinheizungen sind als Zusatzwärmequelle gut geeignet. Beispielsweise unterstützen sie im Badezimmer als Sanitär Stein Heizung ein bestehendes primäres Heizsystem. Zu beachten ist allerdings, das reine Infrarotstahlheizungen ohne Steinkörper schneller aufheizen. Die Steinheizung stellt eine Art technischen „Zwitter“ dar, der sowohl direkte Strahlungswärme entwickelt als auch gespeicherte Wärme langsamer aufnimmt und abgibt.

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Bei der Kalkulation von Größe und Leistung sollten Sie Ihr Bedarfsprofil eng mit der Modellvariante abstimmen. Je ausgewogener Sie den „Nachwärmeffekt“ der Steinspeicherfähigkeit im Verhältnis zum direkten Betrieb nutzen, desto geringer fällt Ihr Stromverbrauch aus.

Gute Effizienzoptionen liegen beispielsweise in der „Befeuerung“ eines Aufenthaltsraum wie dem Wohnzimmer oder der Wohnküche bis einige Stunden vor dem Verlassen. Die Abgabe der Speicherwärme erhält eine angenehme und optimale Raumtemperatur, ohne akuten weiteren Stromverbrauch zu erzeugen.

Leistungsbedarf und Faustregeln

Welche Dimensionierung und Leistungsklasse erforderlich ist, setzt sich aus der Art der Räumlichkeiten, der baulichen Voraussetzungen und der Dämmungssituation zusammen. Faustregeln aus dem Test differenzieren in Anzahl der Außenwände und Qualität der Gebäudedämmung.

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Der Grundbedarf bei einer Außenwand wird auf fünfzig Kilowatt pro Quadratmeter bei guter Dämmung und neunzig Watt bei schlechter Dämmung definiert. Pro Außenwand steigt der Leistungsbedarf um etwa zehn Kilowatt.