Wärmespeicherheizung: Kosten, Funktion, Vor- & Nachteile

Bei einer Wärmespeicherheizung handelt es sich um eine Elektroheizung mit Speicherfunktion. Der Speicher dient dazu, Strom während der Schwachlastphasen zu speichern und zur späteren Nutzung bereitzustellen. Schwachlastphasen bezeichnen Zeiträume, in denen die Nachfrage nach Strom bei Energieversorgern gering ist. Das ist zum Beispiel nachmittags der Fall oder nachts, weshalb die Wärmespeicherheizungen auch als Nachtspeicherheizung bezeichnet werden. Der Vorteil besteht darin, dass Strom während der Schwachtlastphase günstiger ist.

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Um zwischen dem vergünstigten Nachtstromtarif (NT) und dem normalen Tagtarif oder auch Hochtarif (HT) unterscheiden zu können, benötigen Eigentümer einen Doppeltarifzähler. Die Steuerung, wann welcher Stromtarif greift, nimmt der Energieversorger automatisch per Funk vor.

Trotz des Bezugs eines möglichst günstigen Tarifs, gehört Strom als Energieträger zu den teuersten Heizungsarten. Derzeit ist die Kilowattstunde Strom rund dreimal so teuer wie Gas. Demgegenüber stehen die geringen Anschaffungs- und Installationskosten der Wärmespeicherheizung.

Anschaffungskosten

Elektrische Wärmespeicherheizungen sind in verschiedenen Leistungsklassen erhältlich, was zu variierenden Preisen führt. Pro Heizkörper müssen Sie mit Ausgaben von 500 bis 1.200 Euro rechnen. Die Kosten für die Installation sind sehr gering, da sie keine umfangreichen Arbeiten erfordert.

Sie sparen unter anderem dadurch, dass Sie keine Rohre verlegen müssen. Viele Geräte sind mit einer Vorrichtung für die Wandmontage ausgestattet, die Stromversorgung ist über eine handelsübliche Steckdose möglich. Für die elektrische Wärmespeicherheizung können Sie allerdings keine Förderung beziehen, da das Heizen mit Strom über eine schlechtere Klimabilanz verfügt.

Betriebskosten

Im Folgenden wird von einer Heizung mit einer Energieleistung von 5 kW ausgegangen. Schalten Sie die Wärmespeicherheizung im Winter 5 Stunden an – Die Heizung muss nicht den kompletten Tag laufen, da die Wärme bei einer guten Dämmung gehalten wird – , dann entstehen pro Tag folgende Kosten:

Kosten pro Tag = Energie * Preis pro Energieeinheit = 5 kW * 5 h * 25 Cent/kWh = 625 Cent

Der eingebaute Heizkörper verursacht somit tägliche Energiekosten in Höhe von 6,25 Euro. Ausgaben für die Wartung und den Schornsteinfeger entfallen bei der Nutzung einer elektrischen Wärmespeicherheizung.

Aufgrund der hohen laufenden Kosten ist eine Stromspeicherheizung für den dauerhaften Betrieb nur dann sinnvoll, wenn kein Anschluss an eine Gas-Versorgung vorhanden ist und beispielsweise auch kein Platz für die Tanks besteht. Da die Nachtspeicherheizung unabhängig von der Versorgungssituation genutzt wird – lediglich Strom ist erforderlich – gestaltet sich die Installation unkompliziert.

Fazit

Die Kosten einer Nachtspeicherheizung entstehen im Wesentlichen in Bezug auf die Betriebskosten, weswegen Sie auf sparsame Verbrauchswerte achten sollten. Gebrauchte Modelle sind in der Regel veraltet und verursachen auf Dauer zu hohe Kosten. Die Stiebel Eltron Typ ETS 400 beispielsweise verfügt über eine Leistung von 4 kW und kostet rund 970 Euro. Sparpotential bietet sich durch den Bezug von Nachtstrom. Um den günstigeren Nachtstrom nutzen zu können, müssen Sie entweder zwei getrennte Zähler installieren oder einen Zweitarifzähler einbauen lassen.

Verschiedene Arten

Generell unterscheidet man in zwei verschiedene Formen der Speicherheizung. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Funktion, überschüssigen Strom zu speichern und bei Bedarf verfügbar zu machen. Dabei dienen sie für:

  • die Überbrückung von tageszeitlichen Schwankungen
  • die Überbrückung von jahreszeitlichen Schwankungen

Tageszeitliche Schwankungen durch die Wärmespeicherheizung überbrücken
Für die Energieaufnahme ist ein Puffer eingebaut. Er muss genügend Kapazität für den Heizbedarf eines Tages bieten. Ein Beispiel ist die Nachtspeicherheizung. Sie nutzt günstige Nachttarife, sodass Sie Einsparungen erzielen.

Jahreszeitliche Schwankungen durch Wärmespeicherheizungen überbrücken
Für Privathaushalte ist diese Möglichkeit aktuell noch nicht verfügbar, da hohe technische Anforderungen vorliegen. Die Forschungsprogramme Solarthermie 2000plus und Solarthermie 2000 haben sich jedoch mit dieser Thematik beschäftigt und Pilotprojekte untersucht.