Doppeltarifzähler: Wann sich der Wechsel lohnt & Kosten

Doppeltarifzähler mit Hochtarif und Niedertarif
Stromzähler ermitteln den Energieverbrauch im Haus. Wärmepumpenheizungen benötigen elektrischen Strom, um die Energieumwandlung durchführen zu können und somit das Gebäude erwärmen zu können. Nachtspeicherheizungen nutzen die Tatsache aus, dass in der Nacht in Deutschland weniger Strom von den Verbrauchern abgenommen wird. Wenn die Anlagen bei den Verbrauchern so gebaut sind, dass sie außerhalb der Hochlastzeiten Strom abnehmen, dann gewähren die Anbieter in der Regel günstigere Tarife. Sie sparen bares Geld, müssen allerdings die korrekte Zählung des Stroms gewährleisten.
Ein Zähler ist nicht ausreichend, da keine Unterteilung möglich ist, wie viel Strom in der Nacht und wie viel Strom am Tage abgenommen wird. Der klassische Eintarifzähler besitzt nur ein Zählwerk, sodass nur ein Zählerstand erkennbar ist. Dieser Problematik wirkt der Doppeltarifzähler entgegen. Er wird auch Zweitarifzähler genannt.
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Der Stromverbrauch wird auf zwei getrennten Zählwerken erfasst. Am Tage wird nach dem Hochtarif (HT) abgerechnet, in der Nacht erfolgt die Abrechnung über den günstigen Niedertarif (NT).

Wie bekomme ich einen Doppeltarifzähler?

Die Tarife für Heizstrom unterscheiden sich bei den Anbietern teilweise deutlich. Die Kosten sind von der Wohnregion und dem voraussichtlichen Verbrauch abhängig. Im Internet können Sie unverbindliche Preisvergleich vornehmen und den günstigsten Anbieter auswählen. Fragen Sie bezüglich des Doppeltarifzählers beim Anbieter nach, so erfahren Sie, ob Sie Vergünstigungen in Anspruch nehmen können.

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Wer einen Doppeltarifzähler gegen einen Eintarifzähler tauschen möchte (gilt auch für den umgekehrten Fall), der muss sich stets an den Netzbetreiber wenden.
In der Regel ist eine Verplombung vorhanden, die nur im Auftrag vom Netzbetreiber entfernt werden darf. Bei einem Anbieterwechsel kann es erforderlich sein, den Zähler zu tauschen, sofern dieser nicht die gewünschte Bauform (Eintarifzähler/Zweitarifzähler) aufweist.

Zweiter Tarif

Möchten Sie zwei Tarife nutzen, dann müssen Sie mit dem Netzbetreiber absprechen, ob Sie den Doppeltarifzähler kaufen müssen oder ob er vom Netzbetreiber angebracht wird und sich weiterhin in seinem Eigentum befindet. Sie bezahlen eine monatliche Grundgebühr sowie die verbrauchsabhängigen Kosten und gegebenenfalls die Kosten für das Ablesen des Zählerstandes. Am Jahresende werden in vielen Gemeinden die Zählerstände elektronisch oder per Postkarte an den Netzbetreiber übermittelt.

In anderen Regionen wird das Ablesen eines Doppeltarifzählers beziehungsweise eines Einzeltarifzählers von einem beauftragten Mitarbeiter vorgenommen. Sie erhalten eine Benachrichtigung, für welchen Zeitraum der Termin festgelegt wird.

Die Kosten für den Strom

Welche Kosten eine Wärmepumpe verursacht, hängt von der Effizienz der Anlage ab.

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Die Hersteller geben an, welchen Umsatz Sie erzielen können. Beispielsweise kann eine Wärmepumpe aus 1 kWh Stunde Strom 4 kWh Heizenergie erzeugen.
Möchten Sie die Energie umweltschonend umwandeln, dann müssen Sie bei der Auswahl vom Stromanbieter auf Öko-Tarife achten. Der Doppeltarifzähler wird vom Netzbetreiber angebracht, den Stromanbieter können Sie unabhängig hiervon Wechseln. Bei einem Anbieterwechsel müssen in der Regel Veränderungen vorgenommen werden, sofern die richtige Zählerart vorhanden ist.

Moderne Geräte können oftmals den Zählerstand automatisch übermitteln und lassen sich im Bedarfsfall automatisch ansteuern. Eine Abwandlung sind Prepaid-Zähler, die jedoch nicht weit verbreitet sind. In diesem Fall kaufen Sie erst ein Energiepaket anschließend wird die Strommenge freigegeben. Üblicherweise können Sie sich zwischen der monatlichen Zahlweise oder dem Jahresbeitrag entscheiden, wobei letzterer im Voraus fällig wird.