Heizstrom: Preisentwicklung, Anbieter & Tarife im Check

Privathäuser bis in die 1970er-Jahre wurden oft mit elektrischen Nachtspeicheröfen ausgestattet.

heizstrom
Die Versorger reagierten mit speziellen Nachtstromtarifen, um einerseits die Verbrauchsspitzen während des Tages abzumildern und anderseits Kundenbindung zu erhalten. Dieses relativ klare Konzept gibt es so nicht mehr. Im Zuge der vielfältigen neuen Heiztechnologien haben sich andere Preismodelle entwickelt. Seit die Effizienz von Strom als Wärmelieferant in der öffentlichen Diskussion steht und energiepolitisch
als Auslaufmodell gilt, ist die Innovationsfreudigkeit der Energieversorger zurückgegangen. Die ehemaligen Hoch- und Niedrigtarife zur Steuerung einer gleichmäßigeren Nutzmenge gibt es immer noch, orientieren sich aber in erster Linie am Konsumverhalten. Erst seit Herbst 2010 mit der Marktliberalisierung entwickelten die Anbieter spezifische Angebote für Heizstrom.

entwicklung heizstrom im jahresverlauf saeulendiagramm

Dynamische Produktentwicklungen am Markt

Das Prinzip von Heizstrom ist die kostengünstigere Versorgung von elektrisch betriebenen Heizgeräten zur Wärmeerzeugung. Diese Tarife sind ein theoretisches Marketingprodukt und vollkommen frei in der Ausgestaltung. Durch die Öffnung des Energiemarkts können Verbraucher sowohl schneller als auch überregional ihren Stromlieferanten wechseln. Wer einen oder mehrere Stromverbraucher für Wärmeerzeugung besitzt, sucht sich einen speziellen Heizstrom Anbieter.

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Strom und nachhaltige Heizsysteme

In den letzten Jahren hat sich durch die Verbreitung von regenerativen Heizsystemen wie Wärmepumpen und Infrarotheizungen als Zusatzheizungen der Bedarf an speziellem Heizstrom verändert. Beim Heizstrom Vergleich treffen Sie bei der Recherche auch auf Bezeichnungen wie Wärmepumpenstrom, Nachtstrom oder Energiegutschriften oder Heizrückerstattungen.

Nach Regional- und Nischenanbietern auch Großversorger

Im Heizstrom Preisvergleich auf unabhängigen Portalen wie verifox.de, heizsparer.de oder kwh-preis.de sind regionale und überregionale Anbieter in ganz Deutschland zu finden. Während sich die großen überregionalen Versorger lange mit Angeboten für das Heizen mit Strom zurückgehalten haben, finden sich einige lokale, regionale und Nischenanbieter. In den letzten Jahren haben Großanbieter Produkte für vergünstigten Strom geschaffen. EON Heizstrom ist beispielsweise in vier Konfigurationen erhältlich. Hier lohnt es sich Preise zu vergleichen.

Gemeinsame oder getrennte Messung

Im Grundprinzip liefern viele, aber nicht alle, Heizstrom Anbieter den preisvergünstigten Stromtarif auf zwei Arten aus. In Kombination mit dem herkömmlichen Haushaltsstrom läuft er über einen gemeinsamen Zähler. Bei diesem Modell zählt der Zeitpunkt der Entnahme, wie es in Nachtspeicherzeiten schon üblich war. Die Abnahmezeitfenster haben sich geändert und folgen nicht mehr strikt dem Muster, von sechs bis 22 Uhr Hochtarif und in der Nacht sowie an Wochenenden Niedrigtarife. Geblieben ist der Faktor Zeit, an den sich der Verbraucher anpassen muss. Wenn Strombedarf zu Hochtarifzeiten anfällt, muss ein Speichermedium die Zeit bis zum nächsten Niedrigtarifzeitfenster überbrücken.

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Tipp

Als Alternative können der Haushaltsstrom und der Strom zur Wärmeerzeugung mit getrennten Leitungen und Zählern geliefert und erfasst werden. Bei diesem Modell spielt die Zeit keine Rolle. Der Stromtarif richtet sich nach der Ausgestaltung des Versorgerangebots. Beim Heizstrom Vergleich können Sie zwecks Optimierung Ihrer Kosten auch unterschiedliche Anbieter für jeden Anschluss wählen.

Strom bleibt auch verbilligt ein Luxus

Ersparnisse durch die Tarifpolitik der Versorger ändern nichts an der Tatsache, dass Strom die mit Abstand teuerste Wärmegewinnungsart bleibt. Dazu kommt die Endlichkeit der Reserven der fossilen Energieträger, aus denen er größtenteils produziert wird und eine damit zusammenhängende schlechte ökologische Bilanz sowie hohe Energiekosten. Auch bei rabattierten Tarifangeboten sollten Sie das „Verheizen“ von Strom als komfortablen Luxus anwenden. Um eine Grundheizlast abzudecken, sind andere Energieträger in vielen Bereichen vorteilhafter und preiswerter. Eine Ausnahme bilden Anbieter, deren Strom ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammt. Allerdings bestehen die meisten Ökostromangebote in der Mehrheit aus einem Mix.