Spiegelheizung: Funktion, Preise, Vor- und Nachteile

spiegelheizung im modernen badezimmer
Spiegelheizungen liegen im Trend. Immer mehr Verbraucher interessieren sich für die Installation einer solchen Heizung, die speziell für das Badezimmer entwickelt wurde und dort besonderen Nutzen bringt. Bei Spiegelheizungen handelt es sich um eine Infrarotheizung, die in Form einer beheizbaren Spiegelplatte ausgeführt ist.
Sie kann wie ein herkömmlicher Spiegel an der Wand befestigt werden und nimmt dadurch keinen zusätzlichen Raum in Anspruch. Doch wie sieht es mit der Effizienz solcher Heizungen aus, was sind die Vor- und Nachteile und mit welchen Kosten müssen Sie bei der Anschaffung rechnen?

Funktion und Varianten der Spiegelheizung

Bei eine Spiegelheizung handelt es sich um eine strombetriebene Elektroheizung. Da es sich bei Strom anders als bei Öl oder Gas um keinen Primärenergieträger handelt, ist das elektrische Heizen vergleichsweise teuer. Eine Spiegelheizung eignet sich deshalb lediglich als Zusatzheizung für ein bestehendes Heizungssystem.

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Wie alle Infrarotheizungen erhitzen Spiegelheizungen nicht die Luft, sondern Gegenstände und Personen. Da diese die Wärme wieder abgeben, findet eine gleichmäßige indirekte Erwärmung statt. Infrarotstrahlung wird dabei oft als angenehmer empfunden als die Konvektionswärme, die von Heizkörpern erzeugt wird und die die Luft (ungleichmäßig) erwärmt.
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Eine Infrarot Spiegelheizung kann in spritzwassergeschützter Ausführung sogar in der Dusche selbst montiert werden, um während des Duschens angenehme Wärme zu spenden. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Spiegelheizung mit 12V- oder 24V-Anschluss. Gängige Spiegelheizungen benötigen einen 230V Anschluss.
Da nahezu jede Infrarot Spiegelheizung mit Thermostat ausgerüstet ist, kann eine individuelle Wärmeregulierung erfolgen. Darüber hinaus sind Spiegelheizungen in unterschiedlichen Größen wie etwa 60×100 cm oder 30×50 cm erhältlich. Diese entsprechen in den meisten Fällen gängigen Spiegelmaßen.

Infrarot Spiegelheizung: Vor- und Nachteile

Vorteile Nachteile
  • Sie sind recht preiswert in der Anschaffung und, da meist steckerfertig geliefert und einfach zu installieren.
  • Strahlungswärme eignet sich besonders für Allergiker und Asthmatiker, da kein Staub aufgewirbelt wird.
  • Sie haben einen geringen Platzbedarf und können zudem als dekoratives Element im Bad eingesetzt werden.
  • Neben einem angenehmen Raumklima durch die Strahlungswärme beugen sie Schimmelbildung im Badezimmer vor, wirbeln keinen Staub auf und können bei Bedarf beim nächsten Umzug einfach mitgenommen werden.
  • Sie benötigen keine Wartung.
  • Spiegelheizungen verursachen im Vergleich zu anderen Heizungen hohe Energiekosten (Stromkosten).
  • Eine Warmwasserbereitung ist mit einem beheizbaren Spiegeln nicht möglich und die Heizungen erwärmen nur kleinere Räume ausreichend.
  • Zudem muss für eine ausreichende Wirksamkeit der Raum bzw. das Haus sehr gut gedämmt sein.

Für wen bzw. in welcher Situation lohnen sich Spiegelheizungen?

Spiegelheizungen lohnen sich in der Regeln nur dann, wenn Sie als Zusatzheizungen im Badezimmer eingesetzt werden, um unabhängig von der Zentralheizung schnell eine angenehme Temperatur zu schaffen.

Der Preis und laufende Kosten

Der Preis einer solchen Heizung hängt einerseits von ihrer Größe und andererseits von der Zusatzausstattung wie zum Beispiel einem Rahmen oder einem bestimmten Thermostat ab. Für ein Standard-Modell in der Größe 60×100 cm ohne Rahmen beläuft sich der Preis auf etwa 70 bis 80 Euro.

Kleinere Exemplare, wie etwa eine Infrarot-Spiegelheizung in der Größe 30×50 cm montieren Sie bereits ab etwa 40 Euro in Ihrem Bad. Wünschen Sie Sondermaße oder statten Sie die Heizung mit einem hochwertigen Rahmen und einem Funkthermostat aus, können sich die Kosten auf mehrere Hundert Euro summieren.

Um die laufenden Kosten zu berechnen werden die benötigte Leistung und der Strompreis benötigt. Die Rechnung, um die stündlichen Heizkosten zu ermitteln, lautet: Benötigte kWh * € pro kWh

Beispiel: Ein Modell mit 500 Watt Leistung benötigt 0,5 kWh Heizleistung. Ein kWh kostet derzeit etwa 0,30 Euro. Nun multiplizieren wir die benötigten kWh mit den Preis pro kWh. Daraus ergibt sich 0,5 kWh * 0,30 Euro = 0,15 Euro. Ein Stunde kostet demnach 15 Cent.

Fazit

Während sich Spiegelheizungen aufgrund ihrer hohen Betriebskosten als eigenständige Raumheizung nicht eignen, bieten sie eine sinnvolle Ergänzung für ein bestehendes Heizungssystem, wenn es um einen Komfortgewinn im Badezimmer geht. Anders als klassische Heizkörper lassen sie sich unauffällig in den Raum integrieren und sorgen für angenehme Strahlungswärme.