Wärmewellenheizung: Funktionsweise, Test & Vergleich

Eine Wärmewellenheizung oder Infrarotheizung gehört zur Kategorie der Elektro-Direktheizungen. Varianten dieser Art heizen nicht durch die Konvektion der Luft, sondern erzeugen Wärme durch Strahlungswärme bzw. durch Infrarotstrahlung. Sie können diese Infrarot bzw. Wärmewellenheizung als Wandheizkörper, aber zum Beispiel auch als Deckenheizung, Glasheizung oder Spiegelheizung in das heimische Umfeld integrieren.

Wärmestrahlung überträgt die Wärmeenergie

Während Konvektionsheizungen in der Regel die Raumluft als direkten Wärmeträger nutzen, wird bei der Wärmewellenheizung die entsprechende Wärmeenergie durch Wärmestrahlung übertragen.

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Unterschieden werden dabei die Bauformen Hochtemperaturstrahler und Niedertemperaturheizkörper. Allerdings ist der Übergang von der Konvektionsheizung zur Strahlenheizung eher fließend, da die warmen Bauteile einer Wärmewellen- bzw. Strahlenheizung auch die Luft erwärmen. Die Konvektionsheizung gibt im umgekehrten Fall dann eben auch Strahlungswärme bzw. Wärmestrahlung ab.

Hohe Haltbarkeitswerte und ein Plus an Sicherheit als Charakteristikum

Das Wirkprinzip einer Wärmewellenheizung basiert dabei auf dem Strahlungsaustausch der Heizung mit ihrer Umgebung. Bei den eher kleinflächigen Hochtemperaturstrahlern kann die jeweilige Rückwirkung der direkten Umgebung eben auf den Strahler allerdings vernachlässigt werden. Grundsätzlich aber ist die nutzbare Energie des gesamten Heizsystems – gemäß des Stefan-Boltzmann-Gesetzes – deutlich höher als bei der Wärmeleitung oder Konvektion.

Ob aber Hochtemperaturstrahler oder Niedertemperaturheizkörper – Wärmewellenheizungen verfügen in der Regel über eine vergleichsweise lange Lebensdauer. Da es bei Heizungen dieser Art zudem keine Explosionsgefahr oder undichte Stellen gibt, ist die Sicherheit bei der Nutzung stets gegeben. Brandgefahr besteht ebenfalls nicht und auch ein Einfrieren der Heizung müssen Sie zu keinem Zeitpunkt befürchten.

Wärmewellenheizungen verbessern das Raumklima

Eine Wärmewellenheizung gilt als äußerst hygienisch. Sie wirbelt keinerlei Staub auf und produziert auch keinen störenden Luftzug. Einige Experten weisen zudem darauf hin, dass das gesamte menschliche Immunsystem durch den Einsatz dieser Heizungsvariante gestärkt und auch der Stoffwechsel nachhaltig angeregt wird. Des Weiteren können Sie durch den Einsatz einer solchen Heizung die Durchblutung der Haut verbessern.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass Wärmewellenheizungen durchaus positive Gesundheits- und Wellnesseffekte generieren können. Auch im Hinblick auf die Luftfeuchtigkeit respektive auf das Raumklima können Wärmewellenheizungen Vorteile gegenüber anderen Heizungssystemen geltend machen. Denn die geringere Raumlufttemperatur und die ebenfalls verminderte Luftumwälzung sorgen in der Regel für eine geringere Staubbelastung und für ein angenehmeres Raumklima.

Schadstoff- und Emissionsfreiheit sind bei einer Wärmewellenheizung garantiert

Ihre Stärken spielt eine Infrarot Wärmewellenheizung vor allem auch bei hohen Räumen und viel frequentierten Durchgangsräumen aus, die gemeinhin unter ungünstigen Luftströmungsverhältnissen leiden.

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Aus anwendungstechnischen Gründen sollten Sie zur Beheizung dieser Räumlichkeiten immer eine Strahlungsheizung vorziehen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil eines solchen Heizsystems ist die direkt nach dem Einschalten zur Verfügung stehende Wärme. Explizit profitieren können Sie von dieser unmittelbaren Wärmezufuhr gerade bei Räumlichkeiten, die Sie nur kurz oder selten benutzen und die daraus resultierend lediglich wenig oder überhaupt nicht beheizt werden.

Wärmewellenheizungen sorgen in einem solchen Fall für eine prompte Wärmezufuhr. Auch im Hinblick auf den Umweltschutz kann eine Wärmewellenheizung Pluspunkte sammeln. Am Einsatzort werden nämlich keinerlei Emissionen und Schadstoffe freigesetzt.

Wärmewellenheizung im Test: Kostengünstig und effektiv in der Wirkung

Unabhängige Institutionen haben in der Vergangenheit Wärmewellen- bzw. Infrarotheizungen bereits ausgiebig getestet. Dabei wurden die zuvor skizzierten Vorteile explizit bestätigt. Ein großes Thema stellten dabei immer das Segment Kosten dar.

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Tipp

Beim Kauf sparen Sie kräftig Geld. Eine Wärmewellenheizung kostet rund 200 bis 1.200 Euro – je nach Qualität, Leistung und Ausstattung – in der Anschaffung. Zusätzliche Installations- bzw. Montagekosten sowie später Wartungskosten fallen nicht an.

Demgegenüber kann ein Heizsystem beispielsweise mit einem Öl Brennwertkessel durchaus um die 15.000 Euro in der Anschaffung kosten. Hinzu kommen dann noch die Aufwendungen für die Wartung oder auch für den Schornsteinfeger. Da sie zudem im Betrieb einen Wirkungsgrad von rund 86 Prozent aufweisen, sind die bei einer Wärmewellenheizung angegebenen Kosten vergleichsweise gering. Allerdings sollten Sie nicht die an sich hohen Stromkosten bei einer Kaufentscheidung vernachlässigen. Um hier klar zu sehen, könnten Sie eine Wärmewellenheizung zum Test laufen lassen.