Wie ein Quarzstrahler funktioniert und wann er sich lohnt

Quarzstrahler Produktansicht
Der Quarzstrahler ist eine Unterform des Infrarotstrahlers. Die Strahlungswirkung kann mit den warmen Sonnenstrahlen verglichen werden, welche für eine wohlige Atmosphäre und eine effektive Wärmewirkung sorgen. Nicht die Luft sondern die Objekte im Raum werden vom Infrarotstrahler erhitzt. Die Besonderheit der Quarzstrahler liegt im Aufbau: Der Heizwiderstand, welcher von Strom durchflossen wird, befindet sich in einem
Quarzrohr, das wiederum mit Inertgas gefüllt ist. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Heizstrahler ist die Temperatur des Drahtes höher. Infrarotstrahler werden mit Elektrizität betrieben und erwärmen Gegenstände im Raum. Sie arbeiten somit effektiv, da nicht das Aufheizen der Luft sondern das Erwärmen von Objekten das Ziel ist.

Schnell und kurzfristig heizen

Wenn Sie den Quarzstrahler für das Bad nutzen, dann müssen Sie keine langen Vorlaufzeiten einplanen. Die Infrarot-Quarzstrahler erwärmen kleinere Räume innerhalb kürzester Zeit, da sie schnell und effektiv arbeiten. Neben dem Badezimmer ist das Baby-Zimmer das zweithäufigste Einsatzgebiet in Privathaushalten. Über dem Wickeltisch angebracht, handelt es sich bei den Quarzstrahlern um spontan nutzbare Heizungen. Die Vorteile der Strahler sind:

  • Die Strahler heizen kleinere Räume innerhalb weniger Augenblicke auf. Muss das Baby gewickelt werden, dann sorgen die Strahler bereits kurz nach dem Einschalten für die optimale Raumtemperatur.
  • Die Installation ist einfach, da lediglich ein Stromanschluss notwendig ist.
  • Die Investitionskosten sind gering – Einfache Modelle sind bereits für 20 Euro erhältlich.

Ein großer Nachteil der Strahler ist der relativ hohe Energieverbrauch. Die Betriebskosten sind im Vergleich zu Gasheizern oder Heißluftgebläsen allerdings deutlich niedriger. Die Energieeffizienz der Strahler kann als gut bezeichnet werden. Rund 70 Prozent der eingesetzten Energie kann von den Geräten in Wärme umgewandelt werden. Aufgrund der hohen Energiekosten und der geringen Heizlesitung eignet sich ein solcher Heizstrahler lediglich als Zusatzheizung für ein weiteres Heizungssystem wie eine Öl- oder Gasheizung.

Die Funktion und verschiedene Arten von Quarzstrahlern

Kurzwellige Quarzstrahler

Die Strahlungsintensität ist bei kurzwelligen Quarzstrahlern besonders hoch. Sie liegt bei bis zu 20 W pro cm². Im Inneren des Geräts befindet sich ein gewendelter Wolframdraht in einem hermetisch verschlossenen Quarzglas, das mit einem Edelgas befüllt ist. Die Art des Heizleiters ist vom gewünschten Emissionsspektrum abhängig. Zwei Vorteile dieser Variante sind die kurzen Aufheizzeiten und Abkühlzeiten. Sollen kurze Zykluszeiten realisiert werden, dann sind diese Quarzstrahler die richtige Wahl. Man unterscheidet verschiedene Unterformen wie den Quarz-Halogen-Strahler. Der Heizdraht kann Temperaturen von bis zu 2.600 Grad Celsius erreichen. Damit sich der Wolframwendel und das Glas nicht berühren, sind in der Mitte des Quarzrohres Abstandsspangen angebracht

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Achtung: Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass rund 5 Prozent der Strahlung als weißes bis gelbliches Licht emittiert wird. Die Strahler sollten daher so installiert werden, dass ein direktes Hineinsehen vermieden wird.

Mittelwellige Quarzstrahler

Der Heizleiter erwärmt die Quarzglasröhren und das Glas wird in Schwingungen versetzt. In Abhängigkeit von der Temperatur entsteht ein hell-oranges oder dunkelrotes Licht. Das Emissionsspektrum von langwelligen und mittelwelligen Quarzstrahlern kann mit dem Emissionsspektrum von Keramikstrahlern verglichen werden.

  • Die Vorteile gegenüber den Keramikheizungen liegen in der kurzen Ansprechzeit
  • Ein Nachteil ist die höhere mechanische Anfälligkeit, beispielsweise für Staub, weswegen der Einsatz in staubigen Umgebungen vermieden werden sollte