Radiator: Funktion, Preise, Vor- & Nachteile im Überblick

radiatoren heizung in schwarz
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sowohl mobile als auch fest montierte Heizkörper oft als Radiator bezeichnet. Radiation im Sinne der Heizthermik beschreibt die Strahlungswärme. Bei herkömmlichen Heizkörpern spielt die Strahlungswärme gegenüber der Konvektionswärme (Strömungswärme) jedoch nur eine untergeordnete Rolle, weshalb die Bezeichnung oft nicht wirklich korrekt ist.

Bei einem reinen Radiator handelt es sich um ein Gerät, das nur auf Wärmestrahlung basiert. Typisches Beispiel für einen elektrischen Radiator ist die Infrarotheizung. „Normale“ Heizkörper bedienen sich der gleichen direkten Wirkungsweise, nutzen allerdings andere Frequenzen beziehungsweise unsichtbare physikalische Wärmewellenformen bei der Übertragung. Hier ist die Bezeichnung Konvektor zutreffender.

Wärme entsteht und verflüchtigt sich schnell

strombetriebene radiator heizung in weiß
Im praktischen Betrieb und Einsatz wird ein Radiator vor allem eingesetzt, wenn schnell viel Heizwärme benötigt wird. Elektroheizungen sind die am häufigsten genutzten Radiatoren. Strahlungselemente wie Heizstäbe und Reflexionsflächen erzeugen sich wellenförmig verbreitende Wärme. Sie bewegt sich physikalisch neutral durch Raumluft und „tauscht“ sich erst auf festen Flächen aus. Diese sekundäre Abstrahlung führt zum eigentlichen Heizeffekt der meisten Strahlheizkörper.

Abgesehen von der Abstrahlung erwärmen sich die Oberflächen und dienen je nach Beschaffenheit als kurzfristige Wärmespeicher. Eine klassische Nutzung dieser Heizart wird in Badezimmern ausgenutzt, in denen sich die Fliesen erwärmen oder andere Flächen wie bei einer Spiegelheizung.

Zielgerichtete Wärme und Einsatzarten

Physikalisch und thermisch ist eine wichtige Eigenschaft eines Radiators, die Wärme zielgerichtet zu transportieren. Während bei der Konvektion die erwärmte Luft immer nach oben aufsteigt oder aufsteigen will, fällt der Einfluss eines „Transportwirts“ bei Strahlungswärme weg. Die Wärme entsteht dort, wo sie entsprechend Ausrichtung des Radiators auftrifft. Der direkte und nahezu verlustfreie Wärmetransport relativiert den hohen Stromverbrauch der Strahlungsheizung.

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Radiatoren als Heizung sind als Dauer- und Hauptheizsystem Wirtschaftlichkeit und ökologisch nicht tragbar. Unter spezifischen und individuellen Bedingungen kann der Einsatz aber die idealste Lösung in jeder Hinsicht sein.
Typische Anforderungsprofile für einen Radiator entstehen beispielsweise in folgenden Situationen:

  • Hohe Räume müssen mit Wärme versorgt werden, die „am Boden“ bleibt
  • Selten genutzte Räume müssen gelegentlich schnell aufgeheizt werden. In einem Ferienhaus beispielsweise macht eine Öl- oder Erdgasheizung aufgrund der hohen Anschaffungskosten nicht immer Sinn.
  • Konvektionswärme soll unterstützt werden, um mit einem zusätzlichen Strahlungsanteil Vorteile für Gesundheit und Komfort zu schaffen
  • Als vorübergehende Notheizung

Vorteile und Preise

Insbesondere als Zusatzheizungen sind die Strahlungsgeräte beliebt. Die moderaten Radiatoren Preise schaffen vor allem auch bei nur temporären Einsätzen ein überschaubares Investitionsvolumen. So beginnen die Preise für einen einzelnen Radiator bereits 60 Euro. Ein weiterer geschätzter Vorteil ist die simple Installationsfähigkeit: Die leichten Geräte können nahezu überall an die Wand gehängt oder aufgestellt werden. Einzige technische Voraussetzung ist ein herkömmlicher Haushaltsstromanschluss. Sowohl ein Abgassystem als auch Aufwendungen für Instandhaltung und Heizungswartung entfallen.

  • Die kleinsten Wärmestrahler ähneln Heizlüftern oder Wärmelampen und sind bereits ab etwa 60 Euro erhältlich.
  • Für das vollständige Beheizen eines gängigen Zimmers mit 10 bis 15 Quadratmetern kosten Geräte mit Nennleistungen zwischen 1500 und 2000 Watt ab etwa 300 Euro.

Qualität in Reflexion und Strahltechnik zeigt sich durch den Ausnutzungsgrad der Nennleistung des Radiators im Verhältnis zur Heizwärmeentwicklung.