Wie ein Dunkelstrahler funktioniert und wann er sich lohnt

Infrarotstrahler gibt es in zwei Konstruktionsarten, die als Hell- oder Dunkelstrahler bezeichnet werden. Beide erzeugen durch das Erhitzen von Strahlrohren Wärme. Bei Hellstrahlern liegen diese glühenden und Licht erzeugenden Hitzequellen offen und sind meist nur durch ein Schutzgitter bedeckt. Der Dunkelstrahler besteht aus einem geschlossenen Gehäuse. Die Strahlrohre sind hinter einer Blende aus Keramik oder Metall angebracht.

Dunkelstrahler GrafikSowohl ein elektrischer als auch ein Gas Dunkelstrahler transportiert die Strahlungswärme über diese zwischengeschaltete Oberfläche in den Raum. Das Heizprinzip bleibt das Gleiche und erwärmt vornehmlich feste Flächen, auf die die Wärmewellen aus der Verblendung treffen.

Optisch neutrale Oberfläche

Ein populärer und typischer Vertreter im Privatbereich ist die Infrarot-Wandheizung. Die verblendete Oberfläche kann durch ein Bild oder in Form eines Spiegels bei einer Spiegelheizung dekoriert werden. In optisch rein funktionalen Ausführungen wie hängenden Deckenheizungen meist aus schwarzen Oberflächen. Je nach Bauart und Material kann ein leichter Lichtschein während des Betriebs erkennbar sein.

Für manche Einsatzarten wie beispielsweise in Nutztierställen und Bruteinrichtungen sind sie optisch neutralisiert. Sie lassen in jedem Betriebszustand keine farbliche Veränderung erkennen. Neben der optisch größeren Unauffälligkeit ist die geringere Hitzeentwicklung auf der Oberfläche von großer Bedeutung.

Geringe Oberflächentemperatur

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Offen liegende Strahlrohre erhitzen sich bei mit Strom betriebenen Hellstrahlern auf bis zu 650 Grad Celsius und bei gasbetriebenen Geräten auf bis zu 950 Grad Celsius. Diese Temperaturen werden in einem Dunkelstrahler durch die Verblendung abgefangen und verteilt.
Die Betriebstemperaturen der Blendenoberflächen liegen bauartbedingt zwischen 70 und 280 Grad Celsius.

  • In diesem Temperaturbereich sinkt die Brand- und Verbrennungsgefahr deutlich
  • Umherfliegendes Papier oder größere Staubpartikel entzünden sich nicht
  • Bei versehentlicher kurzer Berührung der Blenden bleiben Verbrennungen fast aus, zumindest aber im ungefährlichen Bereich
  • Die Heizeffektivität der Strahler sinkt durch diese interne Wärmeübertragung

Anwendungsbereiche

Bei der Anwendung im privaten Wohnbereich erzeugt die Strahlung mit geringerer Oberflächenhitze und Intensität ein komfortableres Heizgefühl. Vergleichbar ist der Effekt mit der direkten und indirekten Einstrahlung einer starken Sommersonne. Mit Strom betriebene Dunkelstrahler in kleineren Dimensionen werden im Privathaushalt oft als Zusatzheizungen oder für seltener genutzte Räume genutzt.

Wenn höherer Heizwärmebedarf in größeren Räumen entsteht, sind mit Gas betriebene Modelle gängig. Häufig erlaubt die Montage beispielsweise an Werkstattdecken die zielführendste Beheizung. Durch die geschlossene und kühlere Bauform sind Arbeitsmittel, aufsteigende Dämpfe und Partikelwolken vor Entzündung geschützt.

Dunkelstrahler: Preisspannen

  • Die Preise für elektrische Dunkelstrahler in Form von aufhängbaren Rechteckformen beginnen ab etwa 200 Euro
  • Sowohl die Ausgangsleistung in Watt, die Größe als auch die Ausstattung führt zu Anschaffungspreisen bis etwa 1000 Euro
  • Infrarotheizungen mit Bild- oder Spiegeloberfläche bewegen sich zwischen 300 und 600 Euro
  • Mit Gas betriebene Geräte, die sich für Großräume und Hallen ab 100 Quadratmetern eignen, kosten ab 1000 Euro
  • Hochleistungsreflektoren im Inneren und präzise justierbare Ausrichtungs- und Einstellungstechnik führen zu Preisen bis zu 5000 Euro