Infrarot Wandheizung: Arten, Kosten, Vor- & Nachteile

Infrarot Wandheizung über weißem Bett

Quelle: Infrarot Wandheizung von Agadon

Viele Eigentümer ziehen die Gemütlichkeit und den Komfort einer Infrarotheizung einer herkömmlichen Konvektionsheizung vor. Als Infrarot Wandheizung beispielsweise als Bild- oder Spiegelheizung gliedert sie sich unauffällig in das Wohnkonzept ein. Anders als bei einer Konvektionsheizung nutzt eine Infrarot Wandheizung nicht primär die Luft als Wärmeverteiler. Sie entwickeln ihre Heizwirkung auf den Flächen, die sie anstrahlt. Dabei erwärmen sich sowohl feste Werkstoffe wie Fliesen und Wände als auch die Körper von Menschen und Haustieren.
Der angenehme Ofeneffekt lässt sich verstärken, wenn die Wandheizung aus einem Wärme speichernden Material wie bei einer Marmorheizung besteht. Die Bau- und Wirkungsweise lässt interessante Dekore und Optiken wie Bilder oder eine Spiegelheizung zu.

Kosten

Strom ist ohne Zweifel der teuerste Energieträger, der zur Wärmeerzeugung eingesetzt wird. Spezifische Effizienz- und Funktionseigenschaften relativieren den Stromverbrauch bei einer Infrarotheizung. Ausschlaggebend sind der hohe Ausbeutungsgrad des Energieträgers und die sehr gezielte Nutzbarkeit mit ergänzendem Ausnutzen der Art von Wärmespeicherung. Das Erwärmen ohne das flüchtige Element Luft führt zu länger anhaltender Raumheizwirkung als bei Konvektionheizungen.

In die Kosten einer Infrarot Wandheizung fließt die bedarfsorientierte „Stückelung“ der Wärmequellen ein.

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Die Wandheizung wird entsprechend Raumgröße und Wärmebedarf platziert. Da für den Betrieb nur eine haushaltsübliche Steckdose erforderlich ist, kann das Gerät flexibel und vollständig bedürfnisorientiert montiert werden. Abgas- und Rohrleitungen entfallen.

Anschaffungsaufwand und Flexibilität

Spiegel als Infrarot Wandheizung im Badezimmer

Quelle: Spiegel als Infrarot Wandheizung von Agadon

In den meisten Fällen ist eine Infrarot Wandheizung eine ideale Zusatzwärmequellen zur Zentralheizung. Sie können eine Grundtemperatur örtlich, wie beispielsweise im Badezimmer, anheben. Temporäre Nutzung in seltener genutzten Räumen wie im Anbau, im Gästezimmer, dem Wäschekeller oder der Werkstatt sorgt für gezielte und präzise Wärmeversorgung.

Die Preise einer Infrarot Wandheizung liegt für Räume bis 25 Quadratmeter im dreistelligen Bereich.

Bautechnische Modifikationen erhöhen den effizienten Einsatz. So lässt sich eine Infrarot Wandheizung bequem mit dem Thermostat regeln. Die Montage kann als Unterputz ausgeführt werden. Möglich ist auch eine Platzierung als Deckenheizung.

Wirksamkeitsfaktoren und Wärmespeicherung

Wichtig für den Wirkungsgrad einer Infrarot Wandheizung ist die Anzahl und Menge der Wärmereflektoren. Wenn die Infrarotstrahlung viele vorhandene Flächen aufwärmen können, steigt ihre Heizwirkung. Je leerer ein Raum ist, in desto stärkerem Maße kann nur die direkte und akute Strahlwärme auf den Körper genutzt werden. Um die Wärmestrahlung stärker auszunutzen, sind speicherfähige Fliesen, Einrichtungsgegenstände und der Werkstoff des Heizgeräts hilfreich.

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Heizkörper aus Naturstein wie Marmor speichern wie die bestrahlten Flächen die Wärme länger als die Luft. Angewärmte Wärmeträger kühlen durch Luftzug, wie beim Türöffnen oder Lüften wesentlich langsamer aus als erwärmte Luft entweicht.

Vorteile der Infrarot Wandheizung

Wer Erfahrung mit den strahlenden Wandheizungen auf Infrarotbasis gesammelt hat, hebt folgende Punkte heraus:

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  • Wartungsfreiheit
  • Einfache Montagefähigkeit
  • Vielgestaltige Design- und Dekorfähigkeit
  • Staubfreie Wärmeübertragung
  • Flexible Platzierungsmöglichkeit
  • Geringer Platzbedarf
  • Niedriger Anschaffungspreis
  • Sekundäreffekte wie Wandtrocknung und Schimmelfreiheit
  • „Ökologisierung“ durch die Verwendung von Öko- und Solarstrom
  • Kein Platzbedarf für Heizungstechnik und Brennstofflagerung
  • Verzicht auf gebäudeweite Zirkulationsanlage

Bei der Planung und Umsetzung des Heizens mit Infrarot spielen bei Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Dämmungszustand des Gebäudes, der Wände und die Größe der Räume die entscheidende Rolle. Als Quadratmeterleistung müssen je nach Einsatzort Wärmebedarfsmengen zwischen 50 und 120 Watt zugrunde gelegt werden.