Die Kilowattstunde als Vergleichsgröße für Heizkosten | Kesselheld

Die Kilowattstunde als Vergleichsgröße für Heizkosten

Energieleistung ist durch die Maßeinheit Watt messbar. Betrachtet man diese Energieleistung auf die Stunde heruntergebrochen spricht man von einer Kilowattstunde. Eigentümern begegnet diese Maßeinheit zum Beispiel auf der Abrechnung ihres Stromanbieters. Dieser verlangt pro Kilowattstunde einen zuvor vereinbarten Geldbetrag.

kilowattstunde

 

Auch bei dem Vergleich der laufenden Kosten verschiedener Heizungsarten eignent sich die Kilowattstunde (kWh) als Größe. So geht man bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus von einem Heizbedarf von 160 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche aus. Nimmt man die Kosten für den jeweiligen Energieträger pro kWh lässt sich so ausrechnen, wie hoch die jährlichen Heizkosten pro Quadratmeter ausfallen:
Brennstoff Preis/kWh (Cent) Jährlicher Bedarf/qm Wohnfläche Kosten pro qm/Jahr (€)
Gas 7,1 160 kWh 160 kWh*7,1 Ct. = 11,36
Öl 10,1 160 kWh 160 kWh*10,1 Ct. = 16,16
Strom 17,7 160 kWh 160 kWh*17,7 Ct. = 28,32
Pellets 5,5 160 kWh 160 kWh*5,5 Ct. = 8,80

Vom Verbrauch zu den Kosten

Bei den meisten Energieträgern für Heizungsanlagen gilt die Frage, wie viel von einem Brennstoff benötige ich, um die benötigte Leistung von beispielsweise zehn Kilowatt zu erzeugen. Die unterschiedlichen Energiequellen bringen unterschiedliche Heizwerte als „innere“ Qualität mit. Dadurch bestimmt sich die Verbrauchsmenge, um die Zielvorgabe erreichen. Als Berechnungseinheit gilt die Kilowattstunde für jeden Energieträger.

Neben dem Ausbeutungsgrad und der Leistungsfähigkeit des Energieträgers sind der Einkaufspreis in Menge zuzüglich Grundkosten die entscheidenden Parameter, um Heizkosten zu erfassen. Ergänzend zur Zeiteinheit Stunde kann und muss in manchen Fällen dieser Heizwert mit Menge kombiniert werden.

Finale Kostenrechnung

Im letzten Berechnungsschritt wird die Verbrauchsmenge der Energieträger Marktpreisen zugeordnet. Diese sind von Versorgern und Lieferanten in der gleichen Maßeinheit anzugeben. Der Preis pro kWh Gas, Öl, Pellets oder Strom wird mit der ermittelten Bedarfsmenge multipliziert, um die „Materialkosten“ mittels Preis der Kilowattstunde zu errechnen. Sehr große Anlagen und hohe Werte erlauben wiederum das Einsparen von drei Nullen. Beim Megawatt (mWh) in kWh umrechnen tritt wieder der Faktor tausend in Kraft.

Kilowatt präzisiert Pferdestärke

Bei Fahrzeugen wird noch der umgangssprachliche Leistungswert Pferdestärken (PS) verwendet. Mathematisch unterscheidet die Maßeinheiten der Zeitbezug. Ein Auto „hat“ PS, unabhängig von der Fahr- und Wirkzeit. Die Angabe in Wattstunde quantifiziert die Leistungsfähigkeit. Beide Werte hat James Watt, ein britischer Erfinder und Unternehmer geprägt.

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Eine Kilowattstunde entspricht 1,36 PS. Umgerechnet wird der PS- in den Kilowattwert durch das Teilen der Pferdestärkenangabe durch diesen Faktor. Hundert PS entsprechen 73,6 Kilowatt.

Die beschriebene Leistung entstehen aus Strom, Brennstoffen oder jedem anderen mechanisch wirksamen Vorgang. Daher sind, zumindest nicht immer direkt, alle Heizenergieträger und Systeme in dieser Maßeinheit zu erfassen. Beachten Sie, dass es sich nicht um eine Summe pro Stunde, sondern in der Stunde handelt.

Bei der Frage, was ist eine Kilowattstunde (kWh), müssen die durchschnittlichen Wertdimensionen in der Praxis berücksichtigt werden. Die Vorsilbe Kilo bezeichnet den tausendfachen Wert. Eine kWh entspricht 1000 Watt. In der Heizungstechnik für Privathäuser bewegt sich die benötigte bewegte Leistung im Bereich von 1000 bis etwa 10.000 Watt. Der Kilowattwert spart drei Nullen.

Vergleichsfähige Maßeinheit

Wenn Heizenergieträger verglichen werden, werden Kilowattstundenkosten ermittelt. Sie geben Auskunft über zwei wesentliche Energieeigenschaften.

  1. Was ist aus dem Energieliefermedium herauszuholen?
  2. Wie viel nutzbaren Umfang erschafft die technische Anlage?

Vergleichbarkeit entsteht durch die Zeiteinheit Stunde. In einer Wärmelastberechnung ist jeder Quadratmeter umbauter Wohnraum einem Leistungswert zuordenbar. Sekundärfaktoren wie Alter, Standort und Dämmungssituationen sind zu berücksichtigen. Als Beispiel sind hundert Watt pro Quadratmeter zugrundegelegt. Bei einer Wohnfläche von hundert Quadratmetern muss die Heizanlage 10.000 Watt beziehungsweise zehn Kilowatt leisten und verteilen können. Dieser Basisleistungswert dient der Berechnung der zukünftigen Heizkosten.