Kosten einer Zentralheizung: Vergleich und Kostenpunkte

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Die Betriebs- und Anschaffungskosten für eine Zentralheizung unterscheiden sich je nach Heizungsart und verwendeten Brennstoff. Gerade Heizungen, die mit regnerativen Brennstoffen funktionieren wie Holzheizungen sind teuer in der Anschaffung, rechnen sich jedoch aufgrund ihrer geringen Betriebskosten. Hier ein Überblick über die Anschaffungs- und Betriebskosten der gängigsten Heizungsarten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus von 130 Quadratmetern:

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Die Kosten einer Zentralheizung sind in einem Neubau aufgrund vieler Erfahrungswerte recht genau zu kalkulieren. Die größten Differenzen entstehen durch den Heizungstyp und Energieträger. Bei einem Bestandsgebäude sind die Kosten variabler, da Faktoren wie die Nutzbarkeit vorhandener Einrichtungen und der Sanierungsbedarf berücksichtigt werden. Als Leitfaden können Sie von einer Aufteilung der Kosten für den Einbau einer Zentralheizung in drei Blöcke ausgehen.

Der Heizkessel beziehungsweise die Wärmeerzeugungseinheit schlagen mit etwa 50 Prozent zubuche. Die Verrohrung und die Heizkörpermontage teilen sich etwa die andere Kostenhälfte. Bei den Kosten für das Nachrüsten eines zentralen Heizsystems können die Anteile sich deutlich verschieben. Je nutzbarer vorhandene Verrohrung und Heizkörper sind, desto stärker nähern sich die Kosten dem reinen Montage- und Anschaffungspreis der Wärmeproduktionseinheit an. Als zusätzlicher Posten können allerdings hohe Sanierungskosten für die Abgasanlage entstehen.

Neubau

In einem Neubau beträgt der Baukostenanteil für die Heizungsanlage zwischen 7 und 10 Prozent aller Bauausgaben. Etwa 60 Prozent Materialkosten stehen 40 Prozent Arbeitskosten gegenüber. Als durchschnittliches Einsparpotenzial bei der größtmöglichen Einbringung von Eigenleistungen werden 15 Prozent veranschlagt. Sie müssen sich allerdings im Vorhinein mit dem Heizungsbauer verständigen. Viele Fachbetriebe beschränken mögliche Eigenleistungen stark oder lassen sie nicht zu. Die gängige Arbeitszeit für die betriebsfertige Installation einer Zentralheizung beträgt je nach Heizungsart bis zu sechs Tagen, bei maximalem Eigenleistungsanteil 10 Tage.

Bestandsgebäude

Grundlage für eine Kostenermittlung bei der Installation einer Heizung in einem Altbau beziehungsweise Bestandsgebäude ist eine detaillierte Heizlastberechnung. Die Ergebnisse können zur Einschätzung und Qualifizierung vorhandener Verrohrungen, Abgasanlage und Heizkörper genutzt werden. Teilweise kann das Neueinbringen von Wärmeausgabegeräten günstiger sein, als das Umrüsten alter Systeme und Bauteile.

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Meist sind besonders betriebskostenniedrige Heizsysteme am vorteilhaftesten. Beispielsweise können die Kosten für eine Pellet-Zentralheizung  durch ihre moderaten Brennstoffkosten eine zügigere Amortisation als andere Energieträger erzielen.

Brennstoffe und Energieträger

Einen großen Preisunterschied machen die Brennstoffe oder Energieträger aus, mit dem die Zentralheizung betrieben wird. Folgende Richtwerte können als Gesamtpreise zugrunde gelegt werden:

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Bei den hier aufgeführten Kosten handelt es sich um Richtwerte zur groben Orientierung. Heizungsangebote lassen sich nicht pauschalisieren und müssen individuell auf Region, Immobilienart, Personenanzahl und viele weitere Faktoren abgestimmt werden. Gerne lassen wir Ihnen ein individuelles Angebot zukommen.

Durch Kombinationen insbesondere bezüglich der Warmwassergewinnung und Solarthermie können die Kosten einer Zentralheizung bis zu 30 Prozent steigen.

Details zählen

Für die Kosten einer Elektro Zentralheizung sollten Sie versuchen, eine zeitweise Versorgung mit Solarstrom zu gewährleisten. Ein reiner Strombetrieb „frisst“ den Vorteil des geringen Anschaffungspreises in wenigen Jahren auf. Strom aus dem öffentlichen Netz treibt die Kosten einer Zentralheizung in unrentable Höhe.

Bei der Kalkulation und Planung Ihrer Heizung sollten Sie möglichst detailliert auf die zu erwartenden Bedarfs- und Nutzungsprofile eingehen. Schon kleine Veränderungen von der Art und Positionierung der Wärmeausgabegeräte oder Zusatzwärmequellen können Ihre Gesamtkosten signifikant beeinflussen.