Heizungsplanung: Erfolgreich zur neuen Heizung

Geringe Betriebskosten, eine leichte Handhabung, Kosteneinsparungen und Umweltfreundlichkeit – das sind Ziele, die Bauherren mit dem Kauf einer Heizung anstreben.

heizungsplanung
Damit Ihr Heizsystem zum eigenen Wohngebäude passt und die gewünschten Ambitionen erfüllt, ist eine umfassende Heizungsplanung erforderlich.

Kesselheld zeigt Ihnen im Folgenden, wie eine sachgemäße Heizungsplanung sowohl im Einfamilienhaus als auch im Neu- und Altbau funktioniert.

Fakt ist: Es lohnt sich! Wer ausreichend Zeit für die Planung seiner neuen Heizung ansetzt, spart nicht nur beim Kauf, sondern auch im Betrieb der Heizung bares Geld und schützt sich vor unnötigem und kostspieligem Nachbearbeitungsaufwand.

Navigation

1 Wichtige Planungspunkte 2 Funktionsweise Online Heizungsplaner
Brennstoff-
auswahl
Kosten 3 Vorteile
Rechtliche Vorgaben Kesselgröße 4 Heizungsplaner für Gebäudetypen
Gebäudezustand Anzahl Heizkreise 5 Checkliste

 1 Heizungplaner: Wichtige Punkte im Überblick

Die Anschaffung einer neuen Heizung ist eine zeitintensive Entscheidung. Daher empfiehlt sich gerade hier einen Heizungsplaner zu beauftragen, um alle wichtigen Punkte wie die Auswahl des richtigen Brennstoffs oder die passenden Fördermöglichkeiten von Anfang im Blick zu haben. Einzelne Maßnahmen, wie Förderansprüche oder Pflichten, zu übersehen, erweisen sich im Nachhinein als ärgerlich und sind wenig bis gar nicht reversibel.

In der nachfolgenden Auflistung erläutern wir einige der wichtigen Punkte in Ihrer Heizungsplanung einmal genauer:

Auswahl des richtigen Brennstoffes

heizungsplaner brennstoff
Ihr gewünschter Zielbrennstoff hat maßgeblichen Einfluss auf die Wahl der passenden Heizung. Wer beispielsweise Wert auf eine hohe Ökobilanz der Heizung legt, wird sich eher für eine Befeuerung des Heizkessels mit Solarthermie oder Umweltwärme entscheiden. Aber auch Öl-und Gasheizungen bieten trotz ihres schlechten Rufs Einsparpotenziale mithilfe der Brennwerttechnik. Diese nutzt die zusätzliche Wärmeenergie, die im Wasserdampf der Abgase enthalten ist sobald der Verbrennungsprozess eintritt.

Welche Kosten entstehen bei der Heizungsplanung?

heizungsplaner kosten
Ergas- und Ölheizungen mit Brennwerttechnik lassen sich ab ca. 5.000 Euro erwerben. Teuerer wird es hingegen, wenn regenerative Energien genutzt werden sollen. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten armortisieren sie sich in der Regel deutlich später als bei Öl- und Gasthermen. Wann der jeweillige Amortisationszeitpunkt eintritt, hängt stark vom Brennstoffverbrauch ab.

Rechtliche Vorgaben bei der Heizungsplanung berücksichtigen

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Neubauten mit einer Nutzfläche von 50 Quadratmetern unterliegen den Vorschriften des Erneuerbare Energien Wärmegesetzes (EEWärmeG). Ziel dieses Gesetzes ist der Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien am Energieverbrauch in Deutschland. Dieser soll bis 2020 auf 14 Prozent erhöht werden. Um diese Zielsetzung zu erreichen, legt Paragraph 5 fest, zu welchem Anteil erneuerbare Energien bei Heizungsanlagen in neu errichteten Gebäuden zu nutzen sind. So haben Solarheizungen mindestens 15 Prozent des Wärme- und Kälteenenergiebedarfs zu decken. Beim Einsatz gasförmiger Biomasse sind es sogar 30 Prozent und bei einer Geothermie und Umweltwärme 50 Prozent.

Auslegung der Kesselgröße

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Bei der Heizungsplanung spielt auch die Kesseldimensionierung eine wichtige Rolle. Wenn die neue Heizung in ihrer Leistung zu groß ausgelegt ist, können selbst hoch effiziente und mit modernster Technik ausgestattete Kessel nicht wirtschaftlich arbeiten. Im Endeffekt führt dies zu Energieverschwendung und hohen Heizkosten, da der Kessel über den Bedarf hinaus heizt und damit mehr Wärmeenergie zur Verfügung stellt als tatsächlich benötigt wird. Hinzu kommt ein ständiges Herauf- und Herunterschalten des Kessels. Das verschwendet mehr Energie als ein stetiger Betrieb mit langen Laufzeiten. Für die richtige Auslegung ist die exakte Berechnung der Heizlast daher unabdingbar. Sie gibt an wie viel Wärme Ihre Heizung liefern muss, um das Haus trotz eventueller Luftzüge aus Fenstern und Ritzen und in Abhängigkeit der Außentemperaturen angenehm warm zu halten. Heizungsbauer sind fachmännisch ausgebildet und können die Heizlast daher möglicht genau mithilfe von Berechnungsverfahren bestimmen.

Wie ist der Zustand Ihres Eigenheims?

heizungsplanung zustand des gebaudes
Je nach Zustand des Hauses erweist sich eine neue Heizung erst im Kontext mit ganzheitlichen Sanierungsmaßnahmen als tatsächlich sinnvoll. Solche Situationen sind in der Regel in älteren und schlechter gedämmten Bestandsgebäuden vorzufinden. Denn bei alten Verrohrungen und oder Luftzügen im Wohnraum entstehen selbst bei modernen Kesseln Wärmeverluste. Aufgrund der hohen Komplexität angestrebter Sanierungsmaßnahmen macht es gerade für Laien Sinn Beratungsleistungen von einem fachlich versierten Energieberater und seine Empfehlungen zur Heizungsplanung in Anspruch zu nehmen.

Kesselheld ist Ihnen gern bei Ihrer Heizungssanierung behilflich und unterstützt Sie als Heizungsplaner mit umfassenden kostenlosen Serviceleistungen, die keinem standardisierten Verfahren folgen, sondern individuell auf Ihre persönliche Situation und Ihre Wünsche zugeschnitten sind. Achten sie auch auch auf die Platzverhältnisse vor Ort. Ölkessel benötigen aufgrund eines Tanks beispielsweise mehr Platz als eine Erdgasheizung.

Anzahl der Heizkreise und Verlegung der Rohre

anzahl der heizkreise
Heizungsbauer bestimmen die Anzahl der zu verlegenden Heizkreise und der Verrohrung. So kann zum Beispiel pro Etage ein Heizkreisverteiler installiert werden, in dem die Heizungsrohre vom zentralen Heizungssystem münden und von wo aus das Heizwasser in die einzelnen Heizkreisverteiler läuft. Am Heizkreisverteiler lässt sich für jeden einzelnen Heizkreis mithilfe eines Ventils ein hydraulischer Abgleichen vornehmen. Spezielle Software Lösungen bestimmen Vorlauftemperaturen und den hydraulischen Abgleich, der neuerdings nicht nur Voraussetzung für Förderungen ist, sondern auch selber mit 30 % der Gesamtkosten bezuschusst wird.

2 Wie funktionieren Online Heizungsplaner?

In einem Online Heizungsplaner werden wichtige Eckdaten zum bisherigen Heizsystem, zum Zielbrennstoff, der zu beheizenden Wohnfläche und Ihrer Immobilie in einem übersichtlichen und leicht verständlichen Online Formuar abgefragt. Im Anschluss schicken Sie Fotos Ihres bisherigen Heizsystems per Smartphone. Anhand Ihrer gemachten Angaben erstellt die zugrundeliegende Software ein individuell auf Ihren Bedarf zugeschnittenes Heizungsangebot inklusive eines Heizungsvergleichs verschiedener Markenhersteller wie Viessmann, Buderus oder Wolf Heiztechnik. Nutzen Sie gern unseren Heizungsplaner und erhalten Sie ein Angebot, das Ihre persönliche Wohnsituation sowie alle Möglichkeiten der finanziellen Förderung und die Ausnutzung von saisonalen und regionalen Herstellerrabatten berücksichtigt. Profitieren Sie zudem von unseren Beratungs- und Planungsleistungen und der sachgemäßen Installation der neuen Heizung.

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Vorteile der Heizungsplanung

  • Zeit sparen
  • Sicherheit die richtige Investition getätigt zu haben
  • Lange Lebensdauer der Heizungsanlage
  • Fachkompetente Beratung und Transparenz über alle Rechte (Förderung) und Pflichten (EEWärmeG)
  • Sicherstellung für ein effizientes und bedarfsgerechtes Heizen
  • Bessere Kalkulationsbasis durch Übersicht über alle anfallenden Kosten
  • schnelles Erhalten eines Angebots unter Nutzung eines Heizungsplaners

4 Heizungsplanung für verschiedene Gebäudetypen

Ob Wärmepumpe, Brennwert- oder Pelletheizung– die passende Heizung ist gefunden, wenn sie zu Ihrem Nutzungsverhalten und den Gebäudeeigenschaften Ihres Hauses passt. Wichtig ist dabei zwischen verschiedenen Häusertypen zu unterscheiden:

Heizungsplanung im Neubau

Neubauten weisen im Vergleich zum Altbau bessere Dämmverhältnisse auf. Daher reichen vergleichsweise niedrige Temperaturen aus, um wohlige Wärme zu schaffen. Zudem sind die baulichen Gegebenheiten in neu errichteten Gebäuden nicht beschränkt, sofern der Heizungsplaner die baulichen Voraussetzungen von Anfang an die Überlegungen einbezieht. Grundsätzlich zu empfehlen sind Heizungen mit großflächigen Heizkörpertypen wie bei einer Fußbodenheizung. Denn große Wärmeübertragungsflächen heizen mit geringeren Temperaturen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Planen Sie von Anfang an detailliert, gewissenhaft und zukunftsorientiert.

Heizungsplanung im Altbau

Für Immobilieneigentümer älterer Gebäude ist die Berücksichtigung des Baujahres und der zu beheizenden Fläche maßgeblich. Denn je älter das Haus ist, desto geringer sind in der Regel die Dämmzustände und desto höher fällt der Brennstoffverbrauch aus, um das gewünschte Temperaturniveau zu erreichen. In schlecht gedämmten Altbauten erreicht der Wärmebedarf Werte von bis zu 300 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Zum Vergleich: In einem modernen Passivhaus sind es beispielsweise nur 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Obwohl Gas- und Ölheizungen eine vorherrschende Rolle in deutschen Heizungskellern einnehmen, kann die Berücksichtigung erneuerbarer Energien in der Heizungsplanung durchaus sinnvoll sein. Denn Umweltwärme ist im Vergleich zu Öl und Gas günstiger in der Anschaffung und spart Energiekosten. Vielfach bringt eine Heizungssanierung auch bauliche Voraussetzungen mit sich. Wer beispielsweise mit einem Brennwertgerät heizen möchten, hat in der Heizungsplanung eine Schornsteinsanierung zu berücksichtigen. Unter Umständen sind auch veraltete Rohre oder Heizkörper auszutauschen.

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Heizungsplaner – Checkliste

1. Welcher Brennstoff ist der richtige?

2. Passende Heizung anhand der eigenen Präferenzen finden

3. Beratungsleistungen in Anspruch nehmen und Online Heizungsplaner nutzen

4. Infos zu den Anschaffungskosten, der Amortisationszeit und den Betriebskosten einholen

5. Welche Heiztechnik soll die Heizung haben? Eine Elektroheizung ist aufgrund des deutlich geringeren Installationsaufwandes beispielsweise einfacher zu planen als eine Gastherme.

6. Wie groß muss der Kessel in Abhängigkeit der Wohnfläche, der Dämmung etc. ausfallen?

7. Wie viele Rohre und Heizkreise müssen verlegt werden?

8. Wieviel Platz steht im Eigenheim zur Verfügung?

9. Wie sollen die Heizkörper ausgelegt werden?

10. Bauliche Voraussetzungen: Ist eine Schornsteinsanierung erforderlich?

11. Wie soll die Heizung gesteuert werden? (Außentemperaturfühler, Thermostatventile, Funkthermostat)

12. Welche Kosten können für eine Heizungsplanung veranschlagt werden?

13. Welche Fördermittel kommen in Frage?