Mindestens einmal im Jahr sollten Sie den Ölbrenner einstellen und reinigen lassen. Wartung und Einstellung kosten rund 150 bis 200 Euro. Wer diese Summe sparen möchte, kann die Aufgabe selbst übernehmen, sollte aber aus Sicherheitsgründen zunächst dem Fachmann zusehen, um das richtige Vorgehen zu lernen.

Ölbrenner grafische Darstellung

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein korrekt eingestellter Ölbrenner senkt den Verbrauch und die Emissionen. Der Schornsteinfeger prüft die Einstellung jährlich im Abgasprotokoll.
  • Wichtig sind die richtige Luftzufuhr für einen optimalen CO2-Gehalt der Abgase sowie der passende Pumpendruck an der Ölbrennerdüse.
  • Ohne Messgerät ist die genaue Einstellung schwierig. In der Regel lohnt es sich, den Brenner im Rahmen der Heizungswartung vom Fachbetrieb einstellen zu lassen.

Warum den Ölbrenner einstellen?

Sie müssen den Ölbrenner optimal einstellen, um den Verbrauch zu senken. Eine fehlerhafte Einstellung führt zu hohen Kosten und belastet Umwelt und Finanzen. Setzen sich vermehrt Rußpartikel auf den Heizflächen ab, ist das ein Zeichen dafür, dass die Verbrennung nicht mehr ideal verläuft. Der Schornsteinfeger kontrolliert im jährlichen Abgasprotokoll, ob die Einstellung korrekt ist, und verlangt bei Fehlern eine Korrektur.

Luftzufuhr einstellen

Ziel ist ein optimaler CO2-Gehalt der Abgase, der zwischen rund 13 und 14 Prozent liegen sollte. Fachbetriebe nutzen dafür ein spezielles Messgerät. Ist kein Messgerät zur Hand, lässt sich die Einstellung anhand der Flamme abschätzen. Über die Luftzufuhrschraube wird die Luftmenge erhöht oder verringert. Gelangt zu wenig Luft in den Brenner, rußt die Flamme, bei zu viel Luft flackert sie. Den optimalen Punkt findet man, indem man die Luftzufuhr schrittweise variiert und die Flamme beobachtet. Die Einstellung über die Flamme ist jedoch deutlich ungenauer als eine Messung.

Pumpendruck einstellen

Kleinere und mittlere Brenner besitzen oft eine Ölpumpe in Form einer Zahnradpumpe. Das Öl wird mit einem Druck von rund 7 bis 16 bar durch die Ölbrennerdüse gedrückt. Über das Druckregulierungsventil stellen Sie den Pumpendruck so ein, dass das Heizöl angesaugt und auf einen konstanten Druck gebracht wird. Der richtige Druck ist wichtig für eine feine Zerstäubung und damit für eine saubere, vollständige Verbrennung.

Pressung und Herstellerangaben

Die Pressung muss unter anderem angepasst werden, wenn Sie erstmals schwefelarmes Heizöl verwenden. Ein Messgerät hilft, die korrekte Einstellung zu finden. Grundsätzlich sind am Ölbrenner alle Herstellerangaben zu beachten, denn für viele Werte, etwa an Stauscheibe oder Stellschraube, gibt es eine definierte Werkseinstellung, die an die Anlage angepasst werden muss. Dazu zählen unter anderem die Einstellung der Luftklappe und des Düsenstocks.

Selbst einstellen oder einstellen lassen?

Den Ölbrenner richtig einzustellen ist eine wichtige Aufgabe, denn eine fehlerhafte Einstellung führt zu höheren Kosten. In Privathaushalten fehlen meist die professionellen Messhilfen, sodass das Finden des optimalen Punkts schwierig ist. Ein Fachbetrieb verbindet die Einstellung mit der Heizungswartung, sodass sich die Investition lohnt. Entdeckt der Schornsteinfeger bei der Abgasprüfung eine fehlerhafte Einstellung, ist ohnehin eine Nachkorrektur nötig, die zusätzliche Kosten verursacht.

Fazit

Zusammengefasst ist die richtige Einstellung des Ölbrenners entscheidend für einen sparsamen und sauberen Betrieb einer Ölheizung. Über die Luftzufuhr und den Pumpendruck lassen sich Verbrauch und Emissionen deutlich beeinflussen, doch ohne Messgerät ist die genaue Einstellung schwierig. In der Regel ist es daher sinnvoll, den Brenner im Rahmen der jährlichen Heizungswartung vom Fachbetrieb einstellen zu lassen. Da Ölheizungen zudem den aktuellen gesetzlichen Vorgaben unterliegen und die CO2-Preise steigen, lohnt es sich, langfristig auch über einen Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem nachzudenken.

Neben der eigentlichen Brennereinstellung trägt auch die regelmäßige Reinigung wesentlich zu einem effizienten Betrieb bei. Rußablagerungen auf den Heizflächen wirken wie eine Dämmschicht und verschlechtern die Wärmeübertragung, sodass mehr Brennstoff nötig ist. Bei der jährlichen Wartung reinigt der Fachbetrieb die Heizflächen, prüft die Düse und tauscht bei Bedarf Verschleißteile aus. So bleibt die Ölheizung effizient und zuverlässig, und der Verbrauch bleibt niedrig. Wer die Wartung vernachlässigt, riskiert nicht nur höhere Kosten, sondern auch Störungen und eine kürzere Lebensdauer der Anlage.

Insgesamt zahlt sich die regelmäßige Wartung und korrekte Einstellung der Ölheizung doppelt aus: durch niedrigere Verbrauchskosten und durch einen sicheren, störungsfreien Betrieb. Wer diese Termine ernst nimmt, verlängert die Lebensdauer der Anlage und hält den Schadstoffausstoß so gering wie möglich.

Wer das Einstellen selbst ausprobieren möchte, sollte dies nur mit dem nötigen Grundwissen und idealerweise unter Anleitung eines Fachmanns tun, da eine falsche Einstellung nicht nur Geld kostet, sondern auch die Betriebssicherheit beeinträchtigen kann. Im Zweifel ist die Beauftragung eines Fachbetriebs die sichere und wirtschaftlich sinnvolle Wahl.

So verbinden Sie einen niedrigen Verbrauch mit einem sicheren Betrieb und der Gewissheit, dass die jährliche Abgasprüfung ohne Beanstandungen verläuft.