Ölheizung Wartung: Richtig Warten für Ihre Sicherheit

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Gesetzlich schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) im §11, Absatz 3 vor, dass die Instandhaltung und Wartung der Ölheizung fachkundig vorzunehmen ist. Wie oft und von wem die Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden, ist nicht näher definiert. Prinzipiell ist es möglich, die Heizungswartung selbst durchzuführen – davon ist jedoch aus Effizienz- und Sicherheitsgründen abzuraten.

Denn die Inspektion einer Heizung setzt ausreichende Fachkundigkeit voraus. Um entsprechend der Anleitung für die Wartung einer Ölheizung vorgehen zu können, müssen Bauteile und Funktionsweise bekannt sein.

Warum regelmäßige Wartungsarbeiten wichtig sind

Die meisten Heizungshersteller gewähren mehrere Jahre Garantie, die aber lediglich mit jährlicher professioneller Wartung der Ölheizung erhalten bleibt. Die Preise sind in der Regel in einem Wartungsvertrag für die Garantielaufzeit festgelegt. Im Vertrag sind auch maßgebliche Zeitpunkte und Kosten für den Austausch von Verschleißteilen niedergelegt. Ideal ist eine jährliche Inspektion des Ölkessels vor Beginn der Heizperiode.

Technische Inhalte der Wartung am und im Kessel

In der Anleitung für die Wartung einer Ölheizung sind die Arbeiten direkt am Kessel, den Feuerungsfunktionen und leitenden Bauteilen aufgeführt.

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Checkliste für die Wartung einer Ölheizung

Folgende Kontrollen, Überprüfungen und gegebenenfalls Eingriffe sind erforderlich:

  • Brennkammer inspizieren und reinigen
  • Ölfilter sowie Ölbrennerdüsen reinigen und gegebenenfalls austauschen
  • Anlagen-, Ausgabe- und Leitungsdruck messen und anpassen
  • Pumpenfunktion auf Leistung und Laufruhe überprüfen
  • Anschluss- und Leitungssysteme wie Mischer und Klappen checken
  • Heizungssteuerung justieren und gegebenenfalls neue Heizkurve erstellen
  • Betriebszeiten der Umwälzpumpe prüfen und eventuell anpassen

Öltank, Leitungen, Wärmeausgabegeräte und Peripherie

Zur Wartung der Ölheizung gehört auch die Kontrolle der technischen Peripherie. Ein Heizöltank lässt sich im teilgefüllten bis fast leeren Zustand einfacher begutachten. Eventuell erforderliche und sinnvolle Reinigungsarbeiten können Heizungsmonteure in vielen Fällen nur an leeren Tanks durchführen.

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 Obligatorische Prüfung

Folgende Kontrollen und Prüfungen an der Installation und Verrohrung des gesamten Heizsystems sind obligatorisch:

  • Abgas- und Rußwerte messen
  • Wärmeausgabegeräte und Leitungen entlüften
  • Heizwasserstand prüfen und anpassen

Zusätzlich werden zugehörige Rohre gereinigt und begutachtet. Gegebenenfalls wird die Vorauftemperatur angepasst und die Dämmungssituation von Heiz- und Brauchwasserleitungen überprüft.

Generell gilt: Das komplexe Heizsystem an allen relevanten „Ecken“ unter Augenschein zu nehmen. Die Kosten für die Wartung einer Ölheizung hängen daher auch vom Umfang und der Größe des zu beheizenden Objekts ab. Ein erfahrener Heizungsfachmann benötigt in einem Einfamilienhaus etwa ein bis zwei Stunden für die Erledigung dieser Aufgaben.

Kosten- und Preisspannen

Gängige Kosten für die Wartung einer Heizung in einem Einfamilienhaus betragen zwischen 140 und 180 Euro. Der geringere Anfall an Reinigungsarbeiten führt zu etwas geringeren Wartungskosten einer Gasheizung. Sie werden aber durch aufwendigere Prüfungen der Dichtigkeit des Systems größtenteils ausgeglichen.

In Mehrfamilienhäusern können eine umsichtige und vorausschauende Planung die entstehenden Kosten für die Wartung der Ölheizung reduzieren. Für Entlüftungsarbeiten an Wärmeausgabegeräten ist eine prompte Erreichbarkeit in den Wohneinheiten notwendig.

Eigen- und Fremdleistung kombinieren

Je nach Hersteller und Ausgestaltung eines Wartungsvertrag kann zur Kostensenkung auch anteilige Eigenleistung eingebracht werden. Die Reinigung des Kesselraums ist im Prinzip mit Bürste und Staubsauger möglich. Sie lässt sich nach Erläuterung durch einen Fachmann auch in Eigenregie ausführen. Das Gleiche gilt für das Entlüften der Heizung. Wenn dann die „offizielle“ Heizungswartung durch den Fachmann erfolgt, sind alle Heizkörper und gegebenenfalls Leitungen bereits entlüftet. Der Handwerker kann direkt mit Messarbeiten, Auffüllung von Heizwasser und Justierung der Steuerelemente beginnen.

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Tipp

Eine ausführliche Dokumentation aller Inspektionsarbeiten ist empfehlenswert. Zusätzlicher Ansprechpartner für die ideale Ausgestaltung von Wartungsaufträgen oder Verträgen ist auch der zuständige Schornsteinfeger.