Brenner für die Ölheizung

Für den Betrieb einer Ölheizung wird ein Brenner benötigt, der Heizöl verbrennt und Wärmeenergie erzeugt. Das Heizöl wird über eine Pumpe aus einem Tank zugeführt. Dieser Beitrag erklärt Funktion, Kosten und Austausch des Ölbrenners.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Ölbrenner verbrennt Heizöl und erzeugt so die Wärme für die Ölheizung.
  • Das Heizöl wird über eine Pumpe in einem Ein- oder Zweistrangsystem zugeführt.
  • Ein neuer Brenner kostet je nach Leistung grob ab 800 Euro.
  • Für den Austausch durch einen Monteur fallen etwa 200 bis 300 Euro an.
  • Alte Konstanttemperaturkessel unterliegen unter Umständen der Austauschpflicht.

Die Funktion eines Ölbrenners

Das Heizöl wird dem Brenner über eine Pumpe in einem Ein- oder Zweistrangsystem zugeführt. Damit keine Luftblasen entstehen, wird mehr Öl zur Düse gepumpt, als benötigt wird. Das überschüssige Öl gelangt über eine Rücklaufleitung zurück in den Tank. Ein wichtiges Bauteil ist das Steuergerät: Sinkt die Wassertemperatur unter den eingestellten Wert, nimmt der Ölvorwärmer seinen Betrieb auf und der Motor startet. Sobald genügend frische Luft im Brennraum ist, öffnet ein Magnetventil, und das Heizöl wird eingesprüht. Das Gemisch aus Luft und Öl wird an einer Zündelektrode entzündet, und sobald die Flamme stabil ist, wird die Zündung abgeschaltet. Der Brenner bleibt in Betrieb, bis die eingestellte Kesseltemperatur erreicht ist. Der gesamte Vorgang dauert in modernen Anlagen nur wenige Sekunden.

Kosten eines Ölbrenners

Sind wichtige Teile beschädigt oder ist der Brenner in die Jahre gekommen, hilft oft nur der Austausch des kompletten Brenners. Die Kosten hängen von der Heizleistung, der Ausstattung und dem Hersteller ab. Hochwertige Modelle der Marken Viessmann oder Weishaupt sind mit einer Leistung von etwas mehr als 20 Kilowatt ab etwa 800 Euro erhältlich. Brenner mit 31 bis 35 Kilowatt kosten im Fachhandel etwa das Doppelte. Für einen Monteur, der den Brenner tauscht, fallen grob 200 bis 300 Euro an.

Wann ist der Austausch erforderlich?

Besonders ältere Brenner sind reparaturanfällig, vor allem wenn sie nicht regelmäßig gewartet wurden. Übersteigen die Reparaturkosten die Kosten eines neuen Brenners, sollte der Brenner gewechselt werden. Mit deutlich niedrigeren Heizkosten ist durch einen neuen Brenner in einer alten Anlage allerdings nicht zu rechnen, wohl aber entfallen für einige Jahre mögliche Reparaturkosten. Das Tauschen, Einstellen und Prüfen des Brenners sollte in jedem Fall ein Fachmann übernehmen.

Ölheizung und gesetzliche Vorgaben

Beim Alter der Heizung ist zu beachten, dass das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das die frühere Energieeinsparverordnung abgelöst hat, für alte Konstanttemperatur-Heizkessel eine Austauschpflicht vorsieht: Nach Paragraf 72 GEG dürfen solche Kessel nicht mehr betrieben werden, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Ausgenommen sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser. Bei betroffenen alten Anlagen reicht der Austausch des Brenners nicht aus, sondern der gesamte Kessel muss ersetzt werden. Da Heizöl zudem über die CO2-Bepreisung fossiler Brennstoffe über die Jahre teurer wird und beim Neueinbau die Anforderungen an den Anteil erneuerbarer Energien gelten, lohnt sich bei einer anstehenden Erneuerung der Blick auf erneuerbare Alternativen wie die Wärmepumpe, die sich zudem fördern lassen.

Regelmäßige Wartung lohnt sich

Damit der Ölbrenner zuverlässig und effizient arbeitet, ist die regelmäßige Wartung wichtig. Dabei werden die Düse, die Elektroden und die Filter geprüft und gereinigt sowie die Verbrennung optimal eingestellt. Das senkt den Verbrauch, reduziert den Schadstoffausstoß und beugt Störungen vor. Eine gut gewartete Anlage hat zudem eine längere Lebensdauer, und beginnende Defekte am Brenner lassen sich frühzeitig erkennen. Ein Wartungsvertrag stellt sicher, dass die Wartung regelmäßig erfolgt, und sorgt dafür, dass Sie in der Heizperiode nicht unerwartet ohne Wärme dastehen.

Der Ölbrenner im Gesamtsystem

Der Brenner ist zwar ein zentrales, aber nur eines von mehreren Bauteilen einer Ölheizung. Für einen effizienten Betrieb müssen Brenner, Kessel, Regelung und Abgasführung optimal zusammenspielen. Ein neuer, moderner Brenner kann die Verbrennung verbessern, doch wenn der Kessel veraltet ist, bleibt das Einsparpotenzial begrenzt. In vielen Fällen ist es daher wirtschaftlicher, bei einer ohnehin alten Anlage über den Austausch des gesamten Systems nachzudenken, statt nur den Brenner zu erneuern. Moderne Brennwertkessel nutzen die im Abgas enthaltene Wärme zusätzlich und erreichen dadurch deutlich höhere Wirkungsgrade als ältere Konstanttemperaturkessel. Wer langfristig plant, sollte zudem berücksichtigen, dass erneuerbare Heizsysteme wie die Wärmepumpe nicht nur klimafreundlicher, sondern angesichts steigender CO2-Kosten für fossile Brennstoffe auf Dauer oft auch günstiger im Betrieb sind.

Achten Sie bei einem geplanten Brennertausch darauf, dass der neue Brenner zur Leistung und Bauart Ihres Kessels passt. Ein falsch dimensionierter oder falsch eingestellter Brenner arbeitet ineffizient und kann zu erhöhtem Verbrauch und höheren Emissionen führen. Der Fachmann stellt den Brenner nach dem Einbau exakt ein und führt eine Abgasmessung durch, um sicherzustellen, dass die Verbrennung optimal verläuft und die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. Diese fachgerechte Einstellung ist entscheidend für einen sparsamen und sauberen Betrieb, weshalb sich die Beauftragung eines qualifizierten Betriebs in jedem Fall lohnt.

Zusammengefasst ist der Ölbrenner das Herzstück jeder Ölheizung, das für die zuverlässige Verbrennung des Heizöls sorgt. Mit regelmäßiger Wartung, fachgerechtem Austausch bei Bedarf und einem Blick auf die gesetzlichen Vorgaben bleibt Ihre Anlage sicher und effizient im Betrieb.