Pellet BHKW im Überblick: Kosten & Vor- und Nachteile

pellet bhkw modell von oekofen

Quelle: ÖkoFen

Blockheizkraftwerke (BHKW) können mit unterschiedlichen Brennstoffen betrieben werden. Neben fossilen Energieträgern wie Gas und Heizöl kommen hierfür auch Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Holzpellets oder Hackschnitzel in Betracht. Diese bieten neben dem deutlich langsamer steigenden und insgesamt niedrigeren Brennstoffpreis den zusätzlichen Vorteil, dass sie regenerativ sind und in vielen Fällen CO2-neutral verbrannt werden.
Hierdurch wird die Umwelt bei der Strom- und Wärmeerzeugung deutlich weniger belastet. Im Folgenden möchten wir Ihnen aus den genannten Gründen das Pellet BHKW als umweltfreundliche Alternative zur Wärme- und Stromerzeugung vorstellen.

Was ist Kraft Wärme Kopplung mit Pellet- Antrieb?

Bei einem Pellet Blockheizkraftwerk handelt es sich, wie auch bei einem Hackschnitzel- oder einem Holz-BHKW um ein Heizungsgerät, das mithilfe einer Kraft-Wärme-Kopplung aus einem regenerativen Energieträger sowohl Wärme als auch Strom gewinnt. Pellets bestehen aus gepresstem Sägemehl bzw. Holzspänen und werden in der Regel aus Sägeabfällen hergestellt.

BHKW für Pellets vermehrt auch in Mikro- und Mini-Größe verfügbar

Da immer mehr Hersteller von Holzgas Blockheizkraftwerken mittlerweile auch eigene BHKW für Pellets entwickeln oder bereits anbieten, finden auch Verbraucher, die sich für eine Mini-, Mikro- oder Nano-KWK Anlage interessieren, am Markt eine Auswahl von pelletbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Geräten. Diese sind meist nicht mit einem Holzvergaser ausgestattet, wie ihn größere Strom- und Wärmeerzeuger nutzen. Denn die Erzeugung von Holzgas aus Pellets ist im Vergleich zu Hackschnitzeln und Scheitholz zu teuer, da Pellets hierfür eine zu hohe Qualität aufweisen.

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Herstellerinfo

Der Hersteller ÖkoFen bietet Pellet BHKW beispielsweise für Ein- und Zweifamilienhäuser seit Spätherbst 2014 in Österreich an. Die Geräte des auf Pelletheizungen spezialisierten Anbieters sollen bis spätestens Herbst 2017 auch in Deutschland Marktreife erlangen und käuflich zu erwerben sein.

Pellet Blockheizkraftwerke erzeugen thermische Energie, die bei der Verbrennung des Holzes erfolgt. Wärmetauscher speisen diese Wärme in einen Pufferspeicher ein oder geben sie an das Heizwasser im Heizungskreislauf ab. Zeitgleich dient die Wärme aber auch dem Antrieb eines hochentwickelten Stirlingmotors, der mithilfe des integrierten Generators Wechselstrom erzeugt. Diesen können Hausbesitzer für die Stromversorgung der Haushaltsgeräte nutzen oder auch in die Stromnetze einspeisen.

Vorteile eines BHKW für Holzpellets

BHKW mit Pellets als Brennstoff sind deutlich umweltverträglicher als viele andere Heizungssysteme. Vor allem vor Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas betrieben werden, haben Sie ökologisch einen deutlichen Vorsprung. Denn Pellets setzen bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid frei, wie die für ihre Herstellung verwendeten Bäume während des Wachstums aufgenommen haben. Zudem sind Pellets als nachwachsender Rohstoff meist regional verfügbar und müssen daher nicht über Tausende von Kilometern transportiert werden. Weiterhin ist der Preis für Pellets nicht nur niedriger als die Preise für fossile Brennstoffe, sondern in den letzten Jahren auch wesentlich stabiler. Die gute Ökobilanz und die ausgereifte Motortechnik sowie die hohen Wirkungsgrade rechtfertigen den im Vergleich zu einer Öl- oder Gasheizung höheren Anschaffungspreis.

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Kosteneinsparungen durch ein Mikro- oder Mini-BHKW für Pellets

Da ein BHKW für Pellets gegenüber einer herkömmlichen Heizungsanlage neben Wärme auch Strom produziert, amortisieren sich die Investitionen für die Anlage relativ schnell. Denn durch den selbst produzierten und verbrauchten Strom sparen Sie sich die Kosten für dessen Einkauf. Darüber hinaus speisen Sie weiteren Strom ins öffentliche Netz ein und erhalten dafür nach dem  KWK-Gesetz eine Vergütung, welche die Betriebskosten des Blockheizkraftwerkes weiter reduziert. Zudem sparen Sie Energiesteuern, erhalten einen KWK-Zuschlag für den selbst verbrauchten Strom und erhalten eine Rückerstattung von Vorsteuern.

Wir stellen Ihnen umfangreiche Beratungsleistungen zur Verfügung, die Ihnen für Heizungsarten mit Holz als Brennstoff offen stehen.

Nachteile von pelletbetriebenen BHKW

Leider haben auch BHKW für Holzpellets einige Nachteile, die hier nicht unerwähnt bleiben sollen. Zunächst einmal wird für die Pelletlagerung in der Regel deutlich mehr Lagerraum benötigt als für Gas. Dies gilt jedoch für alle Festbrennstoffe, also zum Beispiel auch für ein Blockheizkraftwerk für Hackschnitzel. Das Lagervolumen für Pellets ist in etwa drei Mal so hoch wie für Heizöl. Das liegt auch daran, dass der Wirkungsgrad von Pellets nur im mittleren Bereich liegt. Eine Tonne Pellets haben im Vergleich etwa den gleichen Energiegehalt wie 500 Liter Heizöl. Zudem ist ein Blockheizkraftwerk mit Pellets-Befeuerung merklich kostenintensiver als ein BHKW für fossile Brennstoffe. Während eine Mikro-KWK für Öl oder Gas bereits ab etwa 20.000 bis 25.000 Euro zu haben ist, muss für ein Pellets-Gerät der gleichen Größe mit einem rund 15-20 Prozent höheren Anschaffungspreis gerechnet werden.