Blockheizkraftwerk – Kosten, Formen und Technik

Mit einem Blockheizkraftwerk erwerben Sie einen Energieerzeuger, der Ihnen Wärme und Strom liefert. Ein Verbrennungsmotor oder eine Turbine erzeugt die Energie, die Ihnen durch die Kopplung von Kraft und Wärme elektrischen Strom und warme Heizkörper liefert. Kein anderes Heizsystem bietet eine individuellere Optimierung des privaten Bedarfs an.

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Ihr Blockheizkraftwerk (BHKW) arbeitet nach dem gleichen technischen Prinzip wie große Kraftwerke, die das öffentliche Strom- und Fernwärmenetz versorgen. Im Kessel Ihres BHKW werden Brennstoffe wie Öl, Gas, Biomasse oder Holzprodukte wie Pellets verbrannt. Durch die Kopplung von Kraft und Wärme erzeugt Ihr BHKW den Eigenbedarf und anfallende Stromüberschüsse können Sie „verkaufen“.

Wärme- oder stromgeführte Bauweisen?

In den meisten Fällen steht die Wärmegewinnung im Mittelpunkt, die von sogenannten wärmegeführten Anlagen geleistet wird. Alternativ liegt der Fokus bei stromgeführten Varianten auf der Elektrizität, die sie erzeugen. Für ein leistungsangepasstes BHKW müssen Sie hohe Investitionen tätigen und die Wirtschaftlichkeit hängt von der Betriebszeit und Dimensionierung ab.

BHKW erklärt in 180 Sekunden

Auslastungs- und Wirksamkeitsgrad

Als einziger Heizungstyp erzeugt das Blockheizkraftwerk elektrischen Strom aus der gleichen Quelle. Im Idealfall macht die Anlage von externen Energiequellen außer dem Brennstoff Gebrauch. Die hohe Anfangsinvestition macht sich nur bezahlt, wenn der Auslastungsgrad bei mindestens sechzig Prozent liegt. Der Wirkungsgrad der aus dem Brennstoff gewonnenen Energie liegt nahe hundert Prozent, wodurch Spitzenwerte beim Energieverbrauchskennwert einer Immobilie erzielt werden können.

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Vorteile

Folgende Vorteile ergeben sich für Nutzer eines Blockheizkraftwerkes

  • Strom und Wärme aus einer Quelle
  • Unabhängigkeit von externen Quellen
  • hoher Wirkungsgrad
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Nachteile

Welche Nachteile auf Sie zukommen

  • hohe Betriebszeit erforderlich
  • sehr teurer Anschaffungspreis
  • komplexe Anlagenplanung erforderlich

Erforderliche Mindestbetriebszeit

Als Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb müssen Sie das Blockheizkraftwerk Haus auf den Bedarf optimieren. Anlagen mit jeder Leistungsfähigkeit müssen mind. sechzig Prozent in Betrieb sein, was 5500 Jahresstunden entspricht. Die Wirtschaftlichkeit ist mit einem Blockheizkraftwerk in einem Mehrfamilienhaus leichter erreichbar als beispielsweise mit einem Blockheizkraftwerk in einem Reihenhaus.

Platzbedarf und Leistungsklassen

Je nach Brennstoff braucht Ihr Blockheizkraftwerk zusätzlichen Platz. Um eine effektive Kopplung von Wärme und Strom zu erzielen, ist in jedem Fall ein Pufferspeicher erforderlich, der zusätzlichen Platzbedarf und Kosten verursacht. Es gibt drei Leistungsklassen, in die ein BHKW eingeteilt wird:

  • Mini-BHKW bis 2,5 Kilowatt
  • Nano-BHKW bzw. Mikro KWK von 2,5 bis 15 Kilowatt
  • BHKW von 15 bis 50 Kilowatt

Energieabnahme einschätzen

Wenn ein Blockheizkraftwerk für einen Neubau geplant wird, sollten Sie die Nutzungsoptionen genau prüfen. Wenn beispielsweise mehrere Haushalte Energie abnehmen oder ein energieintensiver Gewerbebetrieb angeschlossen wird, erhöht das die Wirtschaftlichkeit entscheidend.

Blockheizkraftwerk kaufen: Hersteller von Brennermodulen

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Wenn Sie ein Blockheizkraftwerk kaufen, erwerben Sie keine Heizanlage „von der Stange“, sondern eine individuell angepasste Wärme-Kraft-Kopplungsanlage. Das Herz des BHKW stellt die Brennereinheit dar, die von bekannten Markenherstellern wie Bosch, Viessmann, Vaillant und Wolf angeboten werden. Auf dem Markt für Heizsysteme bieten etwa fünfzig weitere Spezialunternehmen die Blockheizkraftwerkstechnik an. Manche Anbieter haben sich auf spezielle Brennstoffe wie beispielsweise Biomasse konzentriert. Andere Anbieter produzieren nur einzelne Anlagengrößen, die im Mini-, Nano- oder Normal-BHKW-Bereich angesiedelt sind.

Testergebnisse sind nur Richtschnur

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Tipp

Nachdem die Einzelmodule für Ihr BHKW in Dimension, Leistungsfähigkeit und Brennstoffart feststehen, können Sie das Blockheizkraftwerk Angebot prüfen. In selteneren Fällen finden Sie pauschal passende Blockheizkraftwerk Angebote. Wenn Sie anhand eines Blockheizkraftwerk Test Ihren Favoriten auswählen, betrifft das meist das Brennermodul. Ein Blockheizkraftwerk Testsieger kann, muss aber nicht, die beste Wahl für Ihre Erfordernisse sein.

Kostenrahmen und Preisfaktoren

Sie müssen für ein BKHW mit einem Mindestkostenrahmen von 18.000 bis 20.000 Euro rechnen. Neben dem Brennermodul sind der Pufferspeicher und gegebenenfalls das Brennstofflager entscheidende Preisfaktoren. Die individuelle Montage der Heiz- und Stromkreisläufe beeinflusst den Kostenrahmen mit bis zu einem Drittel. Die Montagekosten Ihres BKHW können ohne Maschinen- und Materialkosten leicht 5000 Euro erreichen.

Fachmann unverzichtbar

Die vielfältigen Einflussmöglichkeiten und technischen Details verlangen nach einem ausgebildeten Energieberater. Erst eine fachmännisch ausgearbeitete Expertise gibt Ihnen die Möglichkeit, die Vorteile aus Ihrem Blockheizkraftwerk zu ziehen. Gegebenenfalls kann ein Experte Ihnen alternative Nutzungsmodelle wie beispielsweise der Aufbau eines virtuellen Nachbarschaftskraftwerks erläutern.

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Ökologisch zukunftsträchtig

Die erreichbare Wirtschaftlichkeit macht Ihr Blockheizkraftwerk zu einer zukunftsträchtigen Anschaffung. Die sehr individuell mögliche Bedarfsanpassung und Steuerung stellt die Zukunft der Wärme- und Stromversorgung dar. Hohe Effektivität und Nutzungsgrad sorgen für ökologische Minderbelastungen. Durch das Einbinden von regenerativen Brennstoffen wie Pellets oder Biomasse z.B in Form eines Holzgas BHKWs kann die heute umweltfreundlichste Möglichkeit der Strom- und Wärmegewinnung umgesetzt werden.

Impulsförderprogramm

So umfangreich und individuell jedes einzelne BHKW geplant und aufgebaut wird, sind auch die Fördermöglichkeiten. Da der Gesetzgeber Heizmöglichkeiten mit dezentral steuerfähiger Strom- und Wärmeerzeugung fördern möchte, bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umfangreiche und im Einzelfall hohe Förderung an. In diversen Basis- und Bonusprogrammen übersteigen einzelne Förderquoten fünfzig Prozent. Die Leistungsgesamtdaten der Anlage sind ausschlaggebend. Die Fördermittel für die Heizung sind immer im Vorhinein zu beantragen und werden nachträglich nicht mehr bewilligt.