Brennstoffzelle kaufen: Preis, Förderung & Marktangebot

rennstoffzelle kaufen vitovalor 300-P

Quelle: Viessmann Werke

Ein wenig haftet der Brennstoffzelle der Ruf der Energiewundermaschine an. Nahezu emissionslos und sich selbst genügend hat das System der Kraft-Wärme-Kopplung eine zukunftsträchtige Perspektive. Die chemische Reaktion, aus der Strom und Wärme entstehen, hat sich in der Raumfahrt und dem U-Bootbau bereits bewiesen. Herstellung und technische Umsetzung sind noch teuer und für den Privatgebrauch oft unwirtschaftlich.Wenn Sie heute eine Brennstoffzelle kaufen möchten, ist das Angebot noch übersichtlich. Etwa zehn marktreife Mikrokraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung werden derzeit angeboten.
Modell Preis ohne Montage Details
Viessmann Vitovalor ca. 20.000 Euro
Elcore 2400 Max 18.000 bis 22.000 Euro
HEXIS Galileo 1000 N ca. 19.000 Euro
  • Gesamtwirkungsgrad von 95 %
  • 22 kW Heizleistung
  • Energieeffizienzklasse A++

Die vier renommierten Heizungshersteller Buderus, Junkers, Vaillant und Viessmann beteiligen sich an der Zukunftstechnologie genauso wie der bekannte Blockheizkraftwerkhersteller Senertec. Einige weitere Spezialhersteller komplettieren das derzeitige Marktangebot. Um Ihnen den Kauf einer Brennstoffzelle zu erleichtern geben wir Ihnen wichtige Infos zum Entwicklungsstand und den Preisen. Außerdem zeiegen wir auf, welche Fördermittel Sie geltend machen können und welche Voraussetzungen Sie hierfür mitbringen müssen.

Ein nicht unerheblicher Entscheidungsfaktor bei der Wahl der neuen Heizung ist der Preis. Dieser variiert je nach Modell, Leistung uns baulichen Voraussetzungen, weshalb es hier nur schwer möglich ist, eine allgemeingültige Aussage zu treffen. Um Ihnen dennoch einen Eindruck der zu erwartenden Kosten zu geben, hier ein Überblick über die Anschaffungspreise beliebter Modelle. Eine Kostenaufstellung inklusive Metrial und Installation erhalten Sie weiter unten.

Die Brennstoffzelle: Funktionsweise der kalten Verbrennung

Das Funktionsprinzip ist einfach. Die beiden chemischen Elemente Wasserstoff und Sauerstoff werden mittels Elektroden zusammengeführt. Die chemische Ladung der Bestandteile reagiert aufeinander. Vereinfacht fließen Wasserstoffionen und erzeugen Strom. Gleichzeitig reagieren Sauerstoffionen und auf dem Weg, sich zu Wasser zu verbinden, entsteht Wärme. Der Vorgang wird als kalte Verbrennung bezeichnet.

Eine Wasserstoff Brennstoffzelle erzeugt alle drei in einem Gebäude benötigten Produkte, Strom, Wärme und Wasser. Der technische Vorgang und Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle führt zu einem deutlichen Übergewicht der Stromproduktion gegenüber Wärme und Wasser. Ein vorgeschalteter Katalysator wandelt Erdgas in Wasserstoff um.

Der benötigte Wasserstoff der Brennstoffzelle wird in Mikrokraftwerken durch zugeleitetes Gas geliefert. Das Gas erzeugt den einzigen Verbrauchs- und Emissionswert einer Wasserstoff Brennstoffzelle. Der auf Wärme und Strom gerechnete Wirkungsgrad einer Brennstoffzellenheizung ermöglicht Kosteneinsparungen bis zu neunzig Prozent bei einer Halbierung der Emissionen. Wenn Sie eine Brennstoffzelle kaufen, können Sie gegebenenfalls auch eine Gasbrennwertheizung für Spitzenlastabdeckungen anschließen.

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Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Der produzierte Stromüberschuss durch die Heizungsanlagen kann an gegen eine Einspeisevergütung an das öffentliche Stromnetz abgegeben werden. Die hohen Wirkungsgrade und der „verkäufliche“ Stromüberschuss führen zu einer hohen Wirtschaftlichkeit. Hinzu kommt, dass die Technik aus kompakten und kleinen Bauteilen besteht und geräuschfrei arbeitet. Durch die Notwendigkeit, teilweise sehr teure Rohstoffe wie Platin bei der Herstellung zu verwenden, sind Brennstoffzellen immer noch der teuerste Energieversorger für Wohnhäuser.

Brennstoffzelle kaufen: Preise und Kosten

Bestandteile

Zu erwartende Kosten

Grundpreis der Brennstoffzelle Ab 20.000 €
Anlagekosten Ab 4.000 €
Wartungskosten pro Jahr 200 – 300 €
Gasverbrauch Ab 1.200 €
Gesamtinvestition Ab 25.000 €

Entsprechend dem Markteintritt einiger Hersteller 2016 haben sich einige Listenpreise bereits auf dem Markt befindlicher Anlagen gesenkt. Alle Kraftwerke mit Mikro Kraft Wärme Kopplung auf Basis der Brennstoffzelle kosten im Grundpreis etwa 20.000 Euro. Je nach baulichen Voraussetzungen wie Gasanschluss und eventuellem Zusatzbrennwertkessel variieren die vollständigen Anlagekosten zwischen 4.000 und 8.000 Euro. Mit der gleichen Preisspanne müssen Sie für die Heizungsinstallation kalkulieren. Eine Investitionssumme zwischen 25.000 und 30.000 Euro ist realistisch.

Nicht nur bezüglich des Kraftwerkangebots ist der junge deutsche Markt in Bewegung. Nach einer fachgerechten Installation und Montage arbeitet die kalte Verbrennung nahezu wartungsfrei. Einige Hersteller bieten eine Heizungswartung für jährlich 200 bis 300 Euro direkt den Kunden an, andere nur indirekt über den betreuenden Handwerksbetrieb. Der Gasverbrauch sollte mit etwa 1.200 Euro jährlich kalkuliert werden.

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Fördermöglichkeiten

Die erklärte Absicht der Energiepolitik in Deutschland ist es, die umweltfreundliche und effiziente Brennstoffzellentechnik zu verbreiten. Daher ist neben den klassischen Förderinstitutionen KfW und BAFA auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Förderprogrammen im Markt. Dazu kommen Landesförderungen, die sich teilweise direkt an den Käufer wenden oder indirekt über die Hersteller und Errichter fließen. Direkte Fördermittel betragen bis zu 10.000 Euro, indirekte können bis zur Hälfte der Investitionssumme betragen.

Rückvergütungen und Contracting

Ihr selber produzierter Strom erzeugt Überschüsse, die Sie ins Stromnetz gegen Bezahlung einspeisen können. Neben den direkt gegenzurechnenden Kosteneinsparungen sind in Ihrer individuellen Wirtschaftlichkeitsrechnung auch die gesparten Strommengen zu berücksichtigen. Den laufenden Verbrauchs- und Wartungskosten steht also immer „Ware“ entgegen, die Sie verrechnen können.

Um die Markteinführung zu beschleunigen und die Hemmnisse wegen der hohen Investitionssummen abzubauen, bieten einige Stromversorger sogenannte Contracting genannte Vertragsmodelle an. Das Prinzip gleicht denen der Telekommunikationswirtschaft, in denen teure Mobiltelefone teilweise oder komplett über die laufenden Kosten, beim BHKW das Gas, abgezahlt werden.