Solarmodul: Modelle & Tipps für den Kauf

Wenn man von Solarzellen spricht dann ist das eher ein umgangssprachlicher Ausdruck. Denn eigentlich werden in der Regel mehrere Solarzellen zu einem sogenannten Solarmodul zusammengefasst.

Solarmodul auf einem Dach
Diese Baugruppe ist es dann, was wir auf unseren Dächern installieren um elektrische Energie aus der Kraft der Sonne zu gewinnen. Mehrere Solarmodule wiederum werden meist zu einer Photovoltaikanlage zusammengefasst, da die von einem einzigen Modul erzeugte Energie für die meisten Anwendungsfälle nicht ausreicht. Kesselheld erklärt, wie ein Solarmodule aufgebaut sind, wie sie funktionieren und welche Rolle sie für die Nutzung regenerativer Energien bzw. den Schutz unserer Umwelt spielen.
Herstellermodell
Beispiele
Technische Details Eignung und Tipps

Vaillant
Batteriespeicher eloPACK mit
Photovoltaikmodul von Power Plus Technologies GmbH

elopack 2

 

robuste Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen

Überhitzungsschutz

Energieeinsparung durch höherer Eigennutzung des verbrauchten Stroms

Zellwirkungsgrad 98 Prozent

 

Montage auf Ein- und Mehrfamilienhäusern möglich

lohnenswert bei hohem Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms

 

Viessmann
Vitovolt 200
Photovoltaik-Module

viessmann solarmodul

 

mit monokristallinen und poykristallinen Solarzellen erhältlich

Witterungsbeständige Folie an der Modulrückseite

leichtes Gewicht

10-jährige Produktgarantie

Zertifizierung nach IEC, EWG 89/392 und Schutzklasse III

 

Geeignet für senkrechte und waagerechte Installation

monokristalline Zellen sind bei kleinen Dachflächen mit südlicher Ausrichtung empfehlenswert

polykristalline Zellen eignen sich für große Dachflächen

Einsatz bei Ein- und Mehrfamilienhäusern und Gewerbe und Industriedächern

 

Solar World
Sunfix aero 2.0

 

sunfix aero 2

 

Flachdachsystem

Einfache Montage mit Stützen

CE- Kennzeichung

Bauteile aus hochwertigem Aluminium und Edelstahl

 

Für Folien- und Kiesdächer geeignet

zulässige Dachneigung 5°

Montage auf Flachdächern

zulässige Gebäudehöhe 25 m


*Bildquellen: Vaillant Group; Viessmann Werke; SolarWorld AG

Solarmodul: Funktion

Durch den Einsatz lichtempfindlicher Zellen (nämlich der Solarzellen) wird in Solarmodulen die Licht- bzw. Strahlungsenergie der Sonne in elektrische Energie umgewandelt. Diese kann vom Hausbesitzer zum Teil selbst verwendet werden, wird aber in der Regel zum größten Teil in das öffentliche Stromnetz eingespeist, wofür eine Rückvergütung durch den Stromversorger erfolgt. Für einen hohen Wirkungsgrad müssen die in einem Solarmodul eingesetzten Solarzellen möglichst gleichartig sein, weswegen diese klassiert werden.

Unterschiedliche Modelle

Bei den Solarmodulen, welche die meisten Menschen kennen, nämlich den auf einem Dach montierten, handelt es sich in der Regel um starre Ausführungen. Bei diesen sind die integrierten Solarzellen durch eine stabile Abdeckung (meist aus Glas) vor Beschädigungen geschützt. Darüber hinaus gibt es aber auch noch die Ausführung als flexibles Solarmodul. Ein solches Photovoltaik Solarmodul wird in der Regel aus organischen, lichtempfindlichen Verbindungen gefertigt und sind vor allem für die Stromerzeugung im mobilen Bereich geeignet. Nutzt man die Kollektoren nicht dazu, um elektrische Energie zu gewinnen, sondern für die Nutzung von thermischer Energie beispielsweise für eine Solarheizungsanlage dann spricht man abgrenzend von Solar- bzw. Sonnenkollektoren.

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Infos zu Plug & Play Solarmodulen

Sogenannte Plug & Play Solarmodule machen die Stromerzeugung und -nutzung im eigenen Haus besonders einfach. Sie können einfach aufgestellt und an den Hausstromkreis angeschlossen werden. Dafür gelten aber gesetzliche Regelungen, über die Sie sich zuvor informieren sollten.

Unterwegs Strom erzeugen

Die Stromerzeugung mittels Solarmodul oder einer kompletten Photovoltaik-Anlage ist nicht auf das eigene Heim begrenzt. Auch wenn Sie zum Beispiel mit dem Wohnmobil oder Ihrem Fahrzeug unterwegs sind, besteht die Möglichkeit, eigenen Strom mit der Kraft der Sonne zu erzeugen. Dazu nutzen Sie dann in der Regel ein Solarmodul mit 12V Spannung. An dieses können dann zahlreiche mobile Verbraucher angeschlossen werden. Aufgrund der relativ kleinen Fläche solcher mobiler Solarmodule ist allerdings auch die Menge an erzeugter Energie recht gering.

Solarmodul kaufen – welche Ausführung ist die richtige?

Wie bei am Markt üblich können auch für ein Solarmodul die Preise stark variieren. Sie sind unter anderem abhängig vom Hersteller, der Ausführung und der Leistung des Moduls.

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Tipp: Solarmodul Test

Zur Qualität der einzelnen Produkte können Sie sich zum Beispiel durch einen Solarmodul Test informieren. Anhand der Testergebnisse erfahren Sie nicht nur, welche Module generell empfehlenswert sind, sondern auch, welche Produkte sich für den von Ihnen gewünschten Einsatzzweck am besten eignen.

Ein gutes Solarmodul mit 12V Spannung ist bereits ab etwa 100 Euro zu haben. Solche Modelle haben in etwa eine Ausgangsleistung zwischen 100 und 150 Watt, was für die meisten mobilen Anwendungen durchaus ausreichend ist. Ein einzelnes starres Solarmodul, welches entweder solitär oder als Teil einer Photovoltaik-Anlage eingesetzt werden kann, hat in den meisten Fällen eine Ausgangsleistung zwischen 200 und 300 Watt, je nach Hersteller und Preisklasse. Für ein hochwertiges Solarmodul dieser Art müssen Sie in etwa mit Kosten von rund 200 bis 300 Euro rechnen.