Kosten einer Luftwärmepumpe

Die Kosten einer Luftwärmepumpe setzen sich aus den Anschaffungskosten und den laufenden Kosten, vor allem für Strom, zusammen. Während die Betriebskosten vergleichsweise niedrig sind, liegen die Anschaffungskosten über denen einer Öl- oder Gasheizung. Wir geben einen Überblick über die Ausgaben und die Förderung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Anschaffung einer Luftwärmepumpe kostet grob zwischen rund 14.000 und 23.500 Euro, wobei die Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Erschließung der Wärmequelle auskommt.
  • Die laufenden Stromkosten liegen für ein Einfamilienhaus bei etwa 1.000 bis 1.200 Euro pro Jahr und lassen sich mit einem günstigen Wärmepumpentarif oder eigener Photovoltaik senken.
  • Über die Heizungsförderung sind Zuschüsse von 30 bis zu 70 Prozent möglich. Die Wartung schlägt mit rund 150 Euro pro Jahr zu Buche.

Kosten für die Anschaffung

Die Anschaffung einer Wärmepumpe liegt grob zwischen 14.000 und 23.500 Euro. Für das Gerät selbst müssen Eigentümer je nach Hersteller wie Vaillant, Viessmann, Elco oder Buderus mit Preisen zwischen rund 12.000 und 15.000 Euro rechnen. Der Einbau durch einen Fachbetrieb schlägt mit etwa 1.500 Euro zu Buche, für Zubehör wie Leitungen kommen rund 1.000 Euro hinzu. Soll die Anlage mit Photovoltaik kombiniert werden, entstehen weitere Kosten von rund 7.000 Euro. Im Gegensatz zur Erdwärmepumpe und zur Wasserwärmepumpe entfallen die Erschließungskosten für die Wärmequelle, da die Luft frei verfügbar ist. Wird die Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung kombiniert, steigen die Kosten, dafür sinken die laufenden Betriebskosten und der Komfort steigt.

Wärmepumpenarten im Vergleich

Die Investitionskosten unterscheiden sich je nach Wärmepumpenart. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt grob bei rund 12.000 Euro, eine Luft-Luft-Wärmepumpe bei etwa 14.000 Euro. Eine Erdwärmepumpe kostet je nach Erschließung deutlich mehr, etwa rund 18.000 Euro mit Erdwärmekollektoren oder mehr mit Erdsonden, und eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe liegt bei rund 25.000 Euro. Diese Werte sind Näherungen, die tatsächliche Summe hängt vom Modell, der Leistung und den baulichen Voraussetzungen ab.

Förderung: bis zu 70 Prozent möglich

Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz, das das frühere Gebäudeenergiegesetz ablöst, bleibt das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 bestehen.

Die Zuschüsse setzen sich aus der Grundförderung und mehreren Boni zusammen:

  • Grundförderung: 30 Prozent der förderfähigen Kosten, einkommensunabhängig.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 Prozent für den Austausch einer alten fossilen Heizung durch selbst nutzende Eigentümer. Er sinkt ab dem 1. Februar 2027 auf 12 Prozent, danach halbjährlich um vier Prozentpunkte, und läuft im August 2028 aus.
  • Einkommensbonus: bis zu 40 Prozent für selbst nutzende Eigentümer, gestaffelt nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen (40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro).
  • Maximale Förderung: in der Summe bis zu 70 Prozent, in der untersten Einkommensstufe bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Diese sind bei der ersten Wohneinheit auf 28.000 Euro gedeckelt, woraus sich ein maximaler Zuschuss von rund 19.600 Euro (bei 80 Prozent bis zu 22.400 Euro) ergibt.

Wichtig ist, den Antrag vor Auftragsvergabe zu stellen.

Laufende Kosten pro Jahr

Luftwärmepumpe Außengerät

Die laufenden Kosten hängen von Modell, Dämmung und Verbrauch ab. Luft-Wärmepumpen gelten im Vergleich zu Wasser-Wasser-Wärmepumpen und Erdwärmepumpen als etwas weniger effizient. Für ein Einfamilienhaus sollten Sie mit jährlichen Stromkosten von rund 1.000 bis 1.200 Euro rechnen, während Wasser- und Erdwärmepumpen oft deutlich weniger benötigen. Die Ausgaben hängen stark vom gewählten Wärmepumpentarif ab. Viele bleiben aus Unwissenheit im teuren Grundtarif, dabei lohnt sich ein Vergleich oder Anbieterwechsel. Am günstigsten ist die Kombination mit Photovoltaik: Erzeugen Sie den Strom selbst, sinken die Ausgaben, und überschüssiger Strom lässt sich einspeisen.

Kombination mit Photovoltaik und Wartung

Auch wenn die Wärmepumpe ohne Brennstoff auskommt, benötigt der Verdichter Strom. Um diese Kosten zu senken und die Anlage möglichst eigenständig zu betreiben, lohnt sich die Kombination mit Photovoltaik und einem Stromspeicher, für die rund 7.000 Euro zusätzlich einzuplanen sind. Die Wartung sichert die Funktion und beugt Reparaturen vor, weshalb sie mindestens einmal jährlich, am besten vor der Heizperiode, erfolgen sollte. Die Kosten dafür liegen bei rund 150 Euro pro Jahr.

Tipps zur Kostensenkung

Nutzen Sie die staatliche Wärmepumpenförderung und beachten Sie, dass der Antrag heute überwiegend über die KfW läuft und vor Auftragsvergabe zu stellen ist. Vergleichen Sie die Stromtarife genau und nutzen Sie nach Möglichkeit eine eigene Solaranlage. Verbessern Sie die Dämmung des Hauses, entscheiden Sie sich für eine moderne Heizung mit hoher Energieeffizienz und lassen Sie die Heizungswartung regelmäßig durchführen, um einen effizienten Betrieb sicherzustellen.

Fazit

Zusammengefasst ist die Luftwärmepumpe in der Anschaffung teurer als eine Öl- oder Gasheizung, überzeugt aber durch niedrige Betriebskosten und eine hohe Förderung von bis zu 70 Prozent. Da sie keine aufwendige Erschließung der Wärmequelle benötigt, ist sie oft die wirtschaftlichste Wärmepumpenvariante für das Eigenheim. Wer auf einen günstigen Stromtarif setzt, die Dämmung verbessert und die Wärmepumpe mit Photovoltaik kombiniert, senkt die laufenden Kosten deutlich. Eine unabhängige Beratung hilft, die Anlage richtig zu dimensionieren und die Förderung optimal zu nutzen.

Bei der Bewertung der Kosten sollten Sie stets die gesamte Nutzungsdauer betrachten und nicht nur den Anschaffungspreis. Zwar ist eine Luftwärmepumpe in der Anschaffung teurer als eine fossile Heizung, doch die niedrigen Betriebskosten, die hohe Förderung und die Unabhängigkeit von steigenden CO2-Preisen auf Öl und Gas gleichen dies über die Jahre aus. Hinzu kommt, dass eine Wärmepumpe keine Abgasanlage und keinen Schornsteinfeger für die Abgasmessung benötigt und im Sommer bei entsprechender Ausstattung sogar kühlen kann. In der Gesamtbetrachtung ist die Luftwärmepumpe damit für viele Haushalte die wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Lösung.