Gasheizautomat Flamme

Ein Gasheizautomat ist meist eine Einzelraumheizung, die vor allem in Privathaushalten, Wochenendhäusern und Veranstaltungsräumen zum Einsatz kommt. Als dauerhafter Ersatz für eine Zentralheizung eignet er sich nur bedingt. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Anwendungsbereiche, die verschiedenen Arten und die zu erwartenden Kosten vor.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Gasheizautomat ist eine Einzelraumheizung mit kurzer Aufheizzeit, ideal für Räume, die nur bei Bedarf und dann schnell warm werden sollen.
  • Es gibt Geräte mit Außenwand- und mit Schornsteinanschluss. Die Wahl richtet sich nach den baulichen Gegebenheiten und dem gewünschten Aufstellort.
  • Die Preise liegen meist zwischen 500 und 1.200 Euro. Wichtig sind die passende Leistung für den Raum und die Einhaltung der Sicherheitsabstände.

Die Anwendungsbereiche

Ein großer Vorteil des Gasheizautomaten ist die kurze Vorlaufzeit. Deshalb kommt er gern dort zum Einsatz, wo unregelmäßig geheizt wird, bei Bedarf aber sofort Wärme gebraucht wird. In einem Versammlungsraum oder einer Berghütte sorgt er rasch für ein angenehmes Raumklima. Dank des guten Wirkungsgrades lassen sich die Betriebskosten gut steuern. Im privaten Bereich können Sie damit etwa das Lese-, Arbeits- oder Wohnzimmer beheizen. Der Automat bleibt tagsüber ausgeschaltet und wird am Abend eingeschaltet, wenn Sie nach Hause kommen.

Die verschiedenen Arten

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Bauformen der automatisierten Gasöfen:

  • Gasheizautomat mit Außenwandanschluss
  • Gasheizautomat mit Schornsteinanschluss

Geräte mit Schornsteinanschluss führen die Abgase über den bestehenden Schornstein ab und lassen sich häufig platzsparend wandbündig aufstellen. Ein Außenwandgerät benötigt keinen Schornstein, weil es die Abgase direkt durch die Außenwand nach draußen führt, und lässt sich dadurch flexibler platzieren, auch bodenfrei an der Wand montiert. Solche Heizgeräte sind besonders platzsparend. Welche Variante infrage kommt, hängt davon ab, ob ein Schornstein vorhanden ist und wo das Gerät stehen soll. Zu den bekannten Herstellern zählt unter anderem Oranier, dessen Geräte laut Anbieter mit günstigen Abgaswerten aufwarten. Ältere Modelle stammen teils von Herstellern, die es in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr gibt, sind in vielen Häusern aber noch in Betrieb.

Die Preise

Die Preise für Gasheizautomaten bewegen sich in der Regel zwischen 500 und 1.200 Euro. Einfache Geräte mit geringer Leistung gibt es ab etwa 500 Euro, leistungsstärkere Modelle liegen darüber. Hinzu kommen die Kosten für Montage und Anschluss. Die passende Leistung hängt vom Raum ab: Für ein einzelnes Zimmer genügen wenige Kilowatt, für größere Räume ist ein leistungsstärkeres Gerät nötig. Die Nennwärmeleistung sollten Sie stets passend zum Wärmebedarf wählen und einen Puffer für Spitzenzeiten einplanen.

Den passenden Aufstellort finden

Idealerweise stellen Sie den Gasheizautomaten so auf, dass alle Bereiche des Raums gleichmäßig erwärmt werden. Wichtig sind die Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien: Zu Möbeln, Regalen und Gardinen sollten Sie mindestens etwa 50 Zentimeter Abstand halten. Bei der Wandmontage an einer Holzwand ist eine Isolierplatte zwischen Gerät und Wand erforderlich. Beachten Sie außerdem das Gewicht der Geräte, das mehrere Kilogramm bis zu rund 30 Kilogramm betragen kann, sodass die Wand ausreichend stabil sein muss. Achten Sie darauf, dass der Raum ausreichend belüftet ist, denn bei jeder Gasverbrennung entstehen Abgase, die sicher abgeführt werden müssen.

Grenzen als Zentralheizungsersatz

Als Ersatz für eine Gaszentralheizung eignet sich ein Gasheizautomat nur bedingt, denn jeder Raum müsste mit einem eigenen Gerät ausgestattet werden. Sinnvoll ist er vielmehr als ergänzende Wärmequelle für einzelne Räume oder für Gebäude, die nur zeitweise genutzt werden. Wer dauerhaft ein ganzes Haus beheizen möchte, ist mit einer zentralen Lösung meist besser beraten. Bei der Neuanschaffung einer Heizung sollten Sie zudem die aktuellen gesetzlichen Vorgaben zu Heizungen im Blick behalten und sich vom Fachbetrieb zu geeigneten, zukunftssicheren Alternativen beraten lassen. Für das gezielte, schnelle Beheizen einzelner Räume bleibt der Gasheizautomat jedoch eine praktische und bewährte Lösung.

Betrieb und Wartung

Wie jedes gasbetriebene Gerät muss auch ein Gasheizautomat regelmäßig gewartet und vom Schornsteinfeger geprüft werden. Die Wartung stellt sicher, dass die Verbrennung sauber abläuft und die Abgase zuverlässig abgeführt werden. Achten Sie im Betrieb auf eine ausreichende Frischluftzufuhr im Raum, da bei der Verbrennung Sauerstoff verbraucht wird. Moderne Geräte verfügen über Sicherheitseinrichtungen, die bei Störungen oder unzureichender Abgasabführung automatisch abschalten. Halten Sie zudem die Wartungsintervalle des Herstellers ein: Ein verschmutzter Brenner verschiebt das Verhältnis von Luft und Gas, wodurch der Kohlenmonoxidgehalt im Abgas steigt. Genau diesen Wert misst der Schornsteinfeger bei der wiederkehrenden Überprüfung.

Für die Auswahl des passenden Geräts ist neben der Leistung auch die Art der Aufstellung wichtig. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob ein Schornstein zur Verfügung steht oder ob ein Außenwandgerät die bessere Wahl ist. Bedenken Sie außerdem, dass ein Gasheizautomat einen Gasanschluss oder eine Gasflaschenversorgung benötigt. Wer nur gelegentlich einen einzelnen Raum beheizen möchte, findet in ihm eine flexible Lösung, sollte aber die laufenden Gaskosten und die Wartung in die Rechnung einbeziehen. Zwei Sicherheitsfunktionen sind dabei entscheidend: Die Zündsicherung schließt die Gaszufuhr, sobald die Flamme erlischt. Bei raumluftabhängigen Geräten kommt die Abgasüberwachung hinzu, die abschaltet, wenn Abgas in den Aufstellraum tritt. Beide prüft der Schornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau.

Zusammengefasst ist der Gasheizautomat immer dann eine gute Wahl, wenn einzelne Räume schnell und bei Bedarf beheizt werden sollen. Als alleinige Heizung für ein ganzes Haus ist er dagegen wenig geeignet. Wer eine dauerhafte Wärmeversorgung sucht, sollte die aktuellen Anforderungen an neue Heizungen beachten und sich zu zukunftssicheren Systemen beraten lassen. Für den flexiblen Zusatzeinsatz bleibt er jedoch komfortabel und schnell einsatzbereit.