Windheizung: Die grüne Elektroheizung als Alternative

Windheizung in Kombination mit Solaranlage
Windkraft ist schon länger ein beliebtes Mittel zur Stromerzeugung. Ähnlich wie Sonnenenergie oder Erdwärme zählt die Windheizung zu einer nachhaltigen Energiequelle. Denn die Windkraft der Erde ist unerschöpflich. Und wer kennt nicht die Bilder großer Windparks auf dem Land und auf dem Meer. Doch anders als die Sonnenenergie oder die Erdwärme wird die Windenergie in kleinen Anlagen, zum Beispiel für den Eigengebrauch, noch kaum genutzt. Die gängigen Windparks erzeugen Energie im Megawatt-Bereich. Anlagen für den Hausgebrauch mit einer
Nennleistung von unter 100 Watt bis hin zu 10.000 Watt sind selten.

windheizung infografik mit funktionskreislauf

Windkraft zu Hause

Bekanntheit erlangte die Windheizung als ein Pilotprojekt des Energieversorgers RWE. Serienmäßig hat diese Form des Heizens (noch) keinen Einzug in die private oder gewerbliche Gebäude erhalten. Die Vorteile des RWE Modellprojektes liegen jedoch auf der Hand: Mit Windkraft zu heizen ist eine fortschrittliche und nachhaltige Variante und funktioniert anders als Solarthermie auch dann, wenn man in einem sonnenarmen Gebiet wohnt. Wichtig dabei ist, genau zu planen, wie die gewonnene Energie gespeichert und anschließend genutzt werden kann.

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Da die Windkraft grundsätzlich 24 Stunden am Tag verfügbar sein kann, kann auch nachts Strom gewonnen werden. Das ist der größte Unterschied zur Solarenergie. Daher wird die Windheizung auch als eine moderne Form der Nachtspeicherheizung bezeichnet.

Auch wenn es sich bei dem Projekt der RWE um ein Pilotmodell handelt, existieren vergleichbare Formen des Heizens mit Wind am Markt. Dabei erzeugt eine hauseigene Windturbine Strom. Dieser wird von einer Speicherheizung in Wärme umgewandelt. Dabei erzeugt die Windkraftheizung nachhaltigen Strom aus Windenergie, weshalb sie auch als grüne Elektroheizung bezeichnet wird. Im Gegensatz dazu stammt der Strom einer herkömmlichen Elektroheizung in der Regel aus Kohlekraftwerken.

Planvoll zum Ziel

Für die Energieerzeugung durch Windkraft bis hin zur eigenen Windheizung gibt es verschiedene Modelle. Alle Modelle haben Vorteile und Nachteile. Für die eigene Umsetzung sollten Sie diese genau betrachten. Sie sollten sich in jedem Fall vor dem Einbau einer Windheizung beraten lassen. Denn auch verschiedene Kombinationen aus unterschiedlichen Energieträgern kann sinnvoll sein.

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Die kleinsten Anlagen, die sich für effektive Windkraft zu Hause eignen, haben circa 1.000 Watt. Mit Ihnen lässt sich Energie für eine 200V-Versorgung erzeugen. So kann die Energie sinnvoll als Heizenergie genutzt werden.

Was kostet moderne Energie?

Kleine Windkraftanlagen sind noch nicht weit verbreitet. Daher erscheinen sie im Vergleich zu Solaranlagen noch verhältnismäßig teuer. So kostet die Anlage AC 1002 H von AeroCraft knapp 8000 EUR. Die Windkraftanlagen laufen jedoch nahezu wartungsfrei und sind langlebig. Das sollten Sie bei der Kosten-Nutzen-Rechnung für eine Windheizung beachten. Vor allem in Kombination mit anderen Energieträgern lohnen sich Windkraftanlagen.

Windheizung: Weitere Anwendungen

Aber auch für kleinere Projekte wie die Stromerzeugung auf dem Campingplatz oder dem Boot gibt es passende Anlagen. Diese Anlagen erzeugen Strom für 12 Volt bis 48 Volt Anlagen. Sie können diese Anlagen bereits für wenige 100 Euro erwerben und haben eine zuverlässige Stromquelle. Besonders auf dem Wasser ist das interessant. Denn hier ist die Windkraft besonders stark verfügbar.